Wettskandal in der Türkei: Verband TFF suspendiert über 1000 Spieler - 27 Profis aus der Süper Lig betroffen
Publiziert 11/11/2025 um 17:25 GMT+1 Uhr
Der Wettskandal in der Türkei zieht immer größere Kreise. Nachdem bereits 149 Schiedsrichter aus mehreren türkischen Profiligen für bis zu zwölf Monate gesperrt worden waren, hat der nationale Fußballverband TFF nun auch Spieler sanktioniert. Insgesamt wurden 1024 Akteure vom Spielbetrieb ausgeschlossen – darunter 27 Profis aus der Süper Lig. Auch acht Haftbefehle wurden erlassen.
Eren Elmali wurde wegen des Wettskandals suspendiert
Fotocredit: Getty Images
Der Wettskandal im türkischen Fußball weitet sich immer weiter aus. Nachdem zunächst 149 Schiedsrichter suspendiert worden waren, hat der Verband TFF nun auch Spieler sanktioniert: Mehr als 1.000 Akteure wurden vorübergehend aus dem Spielbetrieb genommen. Unter ihnen befinden sich mehrere Profis der Süper Lig, darunter Nationalspieler Eren Elmali (Galatasaray).
Ebenfalls betroffen sind sein Teamkollege Metehan Baltaci sowie die Besiktas-Spieler Ersin Destanoglu und Necip Uysal.
Wie die staatliche Nachrichtenagentur "Anadolu" berichtet, wurden zudem acht Haftbefehle erlassen – einer davon gegen Murat Özkaya, Präsident des Erstligklubs Eyüpspor.
Neben Spielern soll auch gegen Schiedsrichter wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs und der Spielmanipulation ermittelt werden.
Galatasaray und Besiktas reagieren auf Skandal
Die Topklubs Besiktas und Galatasaray reagierten geschockt. Besiktas erklärte:
"Wir haben vollstes Vertrauen, dass unsere beiden Spieler unschuldig sind."
Galatasaray teilte mit, man werde den Prozess "akribisch verfolgen" und hoffe auf eine faire Untersuchung, "ohne Persönlichkeitsrechte unserer Spieler oder den Markenwert des türkischen Fußballs zu beeinträchtigen".
Gala-Profis Elmali und Baltaci äußern sich
Auch die betroffenen Profis meldeten sich bereits zu Wort. Elmali betonte:
"Während meiner gesamten Karriere habe ich niemals gegen die ethischen Grundsätze des Fußballs, die Sportlichkeit oder die Werte meines Vereins verstoßen."
Baltaci entschuldigte sich in seiner Instagram-Story und erklärte, vorsichtiger sein zu wollen. Beide Spieler bestätigten, dass sie in der Vergangenheit Wetten abgegeben haben, beteuern jedoch, nie auf eigene Spiele oder gegen ihren Verein gesetzt zu haben.
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Metehan Baltaci ist vom Wettskandal betroffen
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Türkischer Verband im Austausch mit der FIFA
Die massenhaften Suspendierungen haben weitreichende Folgen für den türkischen Fußball: Wegen der mehr als 1.000 gesperrten Spielern steht der türkische Verband TFF inzwischen im Austausch mit der FIFA. Ziel ist eine zusätzliche Transferperiode, damit die Vereine ihren Kader auffüllen und der Spielbetrieb aufrechterhalten werden kann.
Transfers sollen jedoch ausschließlich innerhalb der Türkei erlaubt sein. Zudem setzt der Verband den Spielbetrieb in der zweiten und dritten Liga für zwei Wochen aus – die Partien werden verschoben.
Noch ist unklar, welches Ausmaß der Wettskandal letztlich annehmen wird. Fest steht schon jetzt: Er zählt zu den größten Eklats in der jüngeren Geschichte des europäischen Fußballs.
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