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FC Barcelona schlägt FC Sevilla dank Ousmane Dembélé im spanischen Supercup

Dembélé trifft, ter Stegen hält Elfmeter - Barça holt Supercup

13/08/2018 um 00:10Aktualisiert 13/08/2018 um 16:37

Der FC Barcelona hat dank Ousmane Dembélé und Marc-Andre ter Stegen den ersten Titel der Saison eingefahren. Im spanischen Supercup gegen den FC Sevilla traf der Ex-BVB-Star zum entscheidenden 2:1 (1:1) in der 78. Minute, Keeper ter Stegen parierte in der Nachspielzeit einen Elfmeter. Zuvor hatten Pablo Sarabia für Sevilla (9.) und Gerard Piqué für Barça getroffen (43.).

So lief das Spiel:

Ein Blick auf die Statistiken des ersten Durchgangs zeigte, dass der FC Barcelona in vielen Bereichen überlegen war: Unter anderem die Anzahl der Torschüsse (9:5), die Passquote (91:78 Prozent), die Eckenanzahl (4:0) sowie der Ballbesitz (74:26 Prozent) sprachen für die Katalanen.

Die Effektivität sprach jedoch für Sevilla. Von zwei Schüssen aufs Tor flog einer ins Netz: Jordi Alba lenkte einen langen gegnerischen Schlag unglücklich per Kopf zurück ins hintere Drittel. Dort nahm Luis Muriel den Ball auf und bat Gerard Piqué und Clément Lenglet zum Tanz. Nach einigen Körpertäuschungen passte er durch die Beine von Lenglet auf Pablo Sarabia, der aus der rechten Sechzehnerhälfte zum 1:0 ins lange Eck schoss (9.). Der VAR wurde aufgrund einer möglichen Abseitsstellung eingesetzt, der Treffer zählte aber zu Recht.

Nach dem frühen Führungstor fokussierten sich die Andalusier auf die Defensivarbeit und standen enorm tief. Barça schnürte den Gegner in Handball-Manier am Strafraum ein, schloss meist jedoch zu unpräzise ab.

In der 42. Minute stand Lionel Messi nach einem Foulspiel von Éver Banega an Arthur Melo in zentraler Position, weniger Meter vor der Box, zum Freistoß bereit. "La Pulga" schoss flach auf die rechte Seite, wo Keeper Tomáš Vaclík zwar drankam, aber nicht gut aussah. Der Ball prallte an den Innenpfosten und sprang Piqué vor die Füße, der zum 1:1 über die Linie stocherte.

Sevilla - Barcelona

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Gleiches Muster im zweiten Durchgang: Barça hatte enorm viele Ballaktionen, wusste damit aber nicht allzu viel anzufangen. Bezeichnenderweise fiel der 2:1-Führungstreffer durch einen Fernschuss: Messi bediente Ousmane Dembélé, der nicht bedrängt wurde, halbrechts einige Schritte bis wenige Meter vor die Box machte und den Ball an die Unterkante der Latte hämmerte, von wo aus er zum 2:1 in den Kasten prallte (78.).

Die Sevillistas verteidigten sehr tiefstehend und riskierten kaum etwas. In der Schlussphase erhöhten sie die Offensivbemühungen, vergaben in der Nachspielzeit allerdings einen Foulelfmeter. Ein zu kurzer Abschlag von Marc-André ter Stegen kam postwendend zurück. Aleix Vidal prallte im Sechzehner mit dem Keeper zusammen und geriet zu Fall. Der Unparteiische zeigte auf den Punkt. Der deutsche Nationaltorwart fing den von Wissam Ben Yedder flach platzierten Ball rechts unten sicher (90.+1).

Der FC Barcelona machte dort weiter, wo er 17/18 aufhörte: Titel gewinnen. Der Doublesieger der Vorsaison gewann den Supercup zum 13. Mal (Bestwert). Sevillas neuer Trainer Pablo Machín startete hingegen unglücklich in die neue Spielzeit.

Der Tweet zum Spiel:

Piqué traf zum 40. Mal in einem Pflichtspiel für Barcelona. Im spanischen Supercup (14 Einsätze) war es seine Tor-Premiere.

Das fiel auf: Angedrohte juristische Schritte

Der spanische Fußball-Verband RFEF teilte im Vorfeld der Begegnung mit, dass die in LaLiga geltende Regelung, welche besagt, dass lediglich drei Nicht-EU-Ausländer eingesetzt werden dürfen, keine Anwendung im Supercup findet. Der FC Sevilla drohte seinem Gegner infolgedessen rechtliche Schritte an, sollte dieser mehr als drei Nicht-EU-Ausländer einsetzen. Mit Malcom, Arthur, Marlon (alle aus Brasilien) sowie Arturo Vidal (Chile) befinden sich vier Spieler, die aus Südamerika kommen, im Kader der Katalanen, im Aufgebot fehlten Malcom und Marlon allerdings. Auch Messi (Argentinien), Luis Suárez (Uruguay) und Philippe Coutinho (Brasilien) besitzen südamerikanische Staatsbürgerschaften. Allerdings haben diese weitere Pässe (Messi: Spanien, Suárez: Italien, Coutinho: Portugal).

Die Statistik: 1

Eine Reihe von Debüts: Erstmals wurde der spanische Supercup im Ausland (Tanger, Marokko) ausgetragen. Außerdem wurde der Sieger erstmalig in einem einzigen Spiel entschieden. Der Videobeweis debütierte ebenfalls im spanischen Fußball.

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