Real Madrid schlägt FC Barcelona im Halbfinale des spanischen Supercups: Federico Valverde wird zum Matchwinner

Real Madrid hat den FC Barcelona im Wüsten-Clásico 3:2 (1:1) nach Verlängerung geschlagen und das Finale des spanischen Supercups erreicht. Joker Federico Valverde erzielte im Halbfinale, das in Riad (Saudi-Arabien) ausgetragen wurde, das entscheidende Tor (98.). Zuvor hatten Vinicius Junior (25.) und Karim Benzema (72.) für Real und Luuk de Jong (41.) und Ansu Fati (83.) für Barça getroffen.

Federico Valverde (l.) schießt Real Madrid ins Supercup-Halbfinale

Fotocredit: Getty Images

Liga-Spitzenreiter Real Madrid wurde seiner Favoritenrolle im spanischen Supercup gegen im Wiederaufbau befindliche Katalanen zu Beginn mehr als gerecht und gab durch Karim Benzema (3.) und Marco Asensio (8.) die ersten Warnschüsse in Richtung des Tores von Barça-Keeper Marc-André ter Stegen ab.
In der 25. Minute war es dann soweit: Benzema eroberte die Ball an der Mittellinie clever gegen Sergio Busquets und bediente anschließend Vinicius Junior mit einem Pass in den Lauf. Der Brasilianer ließ ter Stegen mit seinem hohen Abschluss aus zehn Metern keine Chance – 1:0 für Real!
In der Folge ließen sich die Königlichen um Ex-Nationalspieler Toni Kroos aber etwas zu tief fallen und bekamen kurz vor der Pause die Quittung für ihre Passivität. Nach flacher Hereingabe von Ousmane Dembélé schoss Real-Verteidiger Éder Militão beim Klärungsversuch Luuk de Jong ab, von dessen Fuß der Ball vom Innenpfosten zum etwas glücklichen Ausgleich für Barça über die Linie sprang (41.).
Nach dem Seitenwechsel blieb Barça mit Chancen von Dembélé (48.), Pedri (49.) und de Jong (50.) am Drücker, verpasste in dieser dominanten Phase aber den Torerfolg. Real befreite sich nach etwas mehr als einer Stunde aus der Umklammerung und schnupperte nach 69 Minuten an der erneuten Führung, als ein Schlenzer von Benzema am linken Pfosten landete (69.).
Kurz darauf ließ sich Benzema aber nicht ein zweites Mal bitten: Nachdem ter Stegen einen Schuss des Franzosen zunächst noch stark zur Seite abgewehrt hatte, brachte Carvajal die Kugel erneut scharf in den Fünfer. Ter Stegens Fußabwehr landete genau beim lauernden Benzema, der eiskalt zum 2:1 abstaubte (72.).
Doch die unermüdliche Xavi-Elf bewies erneut Moral und rettete sich kurz vor Schluss in die Verlängerung. Nach Flanke von Jordi Alba stieg der eingewechselte Ansu Fati am Fünfmeterraum vollkommen ungedeckt hoch und verlängerte die Kugel per Kopf zum Ausgleich in die Maschen (83.).
In der Verlängerung hatte schließlich Real Madrid das bessere Ende für sich: Die Königlichen spielten einen Konter in Überzahl klasse aus, Joker Federico Valverde schob Rodrygos Zuspiel aus kurzer Distanz zum 3:2-Siegtreffer ein (98.). Im Finale am Sonntag trifft Real damit auf Stadtrivale Atlético oder Athletic Bilbao, die sich am Donnerstag im zweiten Halbfinale duellieren.

Die Stimmen zum Spiel:

Casemiro (Real Madrid): "Das war ein typischer Clásico, in dem beide gut spielen. Wir sind das sehr seriös angegangen, haben viel gearbeitet. Der Schlüssel zum Erfolg war die harte Arbeit von allen."
Federico Valverde (Real Madrid): "Wir müssen die zahlreichen Möglichkeiten, die wir haben, besser verwerten. Wir hätten den Sack vorher zumachen müssen."
Piqué (FC Barcelona): "Es war ein sehr unterhaltsames Spiel für die Zuschauer. Wir haben sehr gut mitgehalten, aber nicht das Ergebnis erzielt, das wir uns erhofft hatten. Gegen Real Madrid zu verlieren, tut immer weh."
Pedri (FC Barcelona): "Es ist eine Niederlage, die schwer zu verdauen ist. Wenn du die Chancen nicht nutzt, gewinnst du nicht. Es ist schade, aber die Mannschaft macht viel Hoffnung. Die Fans müssen stolz auf uns sein."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Barça extrem konteranfällig

Über nahezu die gesamten 120 Minuten machte der FC Barcelona in Sachen Konterabsicherung keine gute Figur. Xavis Spielsystem setzt bei den Spielern extrem hohe hohe Ballsicherheit voraus – eine Tugend, die die Katalanen nicht immer verinnerlicht hatten und sich aufgrund von zahlreichen einfachen Ballverlusten immer wieder gefährlichen Konterchancen der Madrilenen ausgesetzt sahen. Auch beim Siegtreffer von Valverde sah die hoch aufgerückte Blaugrana im Gegenpressing nicht gut aus und fiel der riskanten Spielweise zum Opfer.

Die Statistik: 15

Real-Angreifer Vinicius war in dieser Saison bereits an 15 Toren in 27 Spielen beteiligt. Genauso viele Scorerpunkte sammelte der talentierte Brasilianer in seinen ersten drei Spielzeiten bei den Königlichen insgesamt (118 Spiele).
Das könnte Dich auch interessieren: Salah bleibt blass: Ägypten unterliegt Nigeria
picture

Kehrer verhindert Boateng-Heimsieg: PSG nur remis in Lyon

Quelle: Perform

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung