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Toni Kroos ist Fußballer des Jahres - Jupp Heynckes zu Trainer des Jahres gewählt
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Publiziert 05/08/2018 um 14:39 GMT+2 Uhr
Nationalspieler Toni Kroos in Diensten des Champions-League-Siegers Real Madrid ist zum ersten Mal zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt worden. Das gab das Fachmagazin "kicker", das die Wahl seit 1960 durchführt, am Sonntag bekannt. Neben dem Weltmeister von 2014 wurde sein ehemaliger Trainer Jupp Heynckes mit dem Titel "Trainer des Jahres" in den Ruhestand verabschiedet.
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Bei den Frauen sicherte sich wie im Vorjahr Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan den Titel. Abgestimmt hatten 475 Sportjournalisten.
Kroos erklärte:
Unmittelbar vor ihm hatte diesen Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm erhalten – vermutlich als Auszeichnung für seine gesamte Karriere.
Die wird Kroos so schnell nicht beenden, schließlich befindet er sich mit 28 Jahren im besten Alter. Die Titelsammlung aus der bisherigen Laufbahn ist allerdings schon jetzt beeindruckend:
Viermal triumphierte der Mittelfeldstar bereits in der Champions League, zuletzt dreimal in Serie mit den Königlichen. Zudem hat er unter anderem bereits die Klub-WM sowie jeweils dreimal den DFB-Pokal und die deutsche Meisterschaft gewonnen.
Kroos nannte die Auszeichnung "eine schöne Bestätigung für den Weg, den man als Fußballer gewählt und die Entscheidungen, die man dabei getroffen hat". Wenngleich er über den bisherigen Sommer mit Blick auf das frühe Aus des Weltmeisters im "kicker" meinte: "Die WM war natürlich eine Enttäuschung."
Kroos siegt deutlich, Heynckes knapp vor Tedesco
Bei der Wahl, die 1960 erstmals HSV-Legende Uwe Seeler gewonnen hatte und in Franz Beckenbauer den Rekordgewinner (vier) besitzt, setzte sich Kroos mit 185 Stimmen deutlich vor Nils Petersen vom SC Freiburg (39 Stimmen) und Naldo von Schalke 04 (38) durch.
Deutlich knapper verlief die Entscheidung bei den Trainern – auf Heynckes (91 Stimmen) entfielen nur zwei Stimmen mehr als auf Schalkes Coach Domenico Tedesco. Niko Kovac, der Heynckes und Meister Bayern München im DFB-Pokal-Finale mit Eintracht Frankfurt entzaubert hatte und nun den Rekordmeister betreut, landete auf Rang drei (77).
"Ich freue mich sehr", sagte Heynckes:
Der Kult-Trainer der Breisgauer landete allerdings ebenso wenig wie Vorjahressieger Julian Nagelsmann unter den besten drei. Für Heynckes war es bei der Wahl, die seit 2002 durchgeführt wird, nach dem Triple-Jahr 2013 die zweite Auszeichnung.
Marozsan verteidigt Titel
Genauso häufig stand bei der Frauenwahl (seit 1996) Offensivspielerin Marozsan ganz oben. Die 26-Jährige, die sich derzeit von einer Lungenembolie erholt, gewann mit Olympique Lyon die französische Meisterschaft und die Champions League.
Vor Marozsan hatten nur Birgit Prinz und Inka Grings ihren Titel erfolgreich verteidigt. "Wow, das ist natürlich eine Ehre, zu dieser Reihe ehemaliger Topspielerinnen zu gehören", sagte Marozsan, die sich mit 105 Stimmen klar vor der dänischen Bundesliga-Torschützenkönigin Pernille Harder (VfL Wolfsburg/70) durchsetzte.
"Herzlichen Glückwunsch im Namen des DFB an unsere beiden Nationalspieler. Sie haben sich diese Auszeichnung nicht nur für ihre Leistung in den zurückliegenden Monaten verdient. Toni Kroos und Dzsenifer Marozsan zählen seit vielen Jahren in den Nationalmannschaften des DFB und ihren Vereinen zu den absoluten Leistungsträgern", wurde Präsident Reinhard Grindel in einer DFB-Mitteilung zitiert.
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