Der FC Chelsea will Paul Pogba von Juventus Turin verpflichten

Er ist der "Krake" und "Pogboom". Er ist auch der 80-Millionen-Mann, der 100-Millionen-Mann, der neue Rekordspieler. All das wurde geschrieben über diesen Paul Pogba. Zumindest im Juni und Anfang Juli. Seitdem war es ruhig um das Mittelfeld-Juwel. Jetzt gibt es plötzlich wieder Wirbel um Pogba.

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Wie die englischen Zeitungen "Daily Star" und "Express" berichten, bereitet der FC Chelsea ein 60-Millionen-Pfund-Angebot für den französischen Nationalspieler vor.
60 Millionen Pfund. Umgerechnet sind das 83,5 Millionen Euro. Dazu packen die "Blues" noch Cuadrado und Oscar ins Paket. Wer kann da schon widerstehen? Eine harte Prüfung für Juventus Turin.
Im Juni ging der Irrsinn so richtig los. Zunächst wurde über das Interesse des FC Barcelona berichtet, welches die Katalanen auch gar nicht dementierten. Im Gegenteil: Präsident Josep Maria Bartomeu sagte ganz offen:
Die kolportierte Ablösesumme: 80 Millionen Euro.
Doch damit nicht genug. Anfang Juni hieß es, das nimmersatte Manchester City wolle den 22-Jährigen aus dem Piemont nach Nordengland lotsen. Nun sollte die Latte noch höher gelegt werden. Angeblich waren die "Citizens" bereit, im Gegenzug 100 Millionen Euro nach Turin zu überweisen. Damit wäre Paul Pogba der teuerste Spieler der Welt gewesen.
Pogba liebt Traditionsvereine
Juventus ist in diesem Sommer nicht unbedingt auf das Geld angewiesen. Zwar hat der italienische Rekordmeister 114 Millionen Euro ausgegeben und "nur" 68 Millionen eingenommen, doch allein mit den üppigen Einnahmen aus der Champions League im vergangenen Jahr ist die "Alte Dame" gut aufgestellt.
Der Haken an der Sache ist jedoch nicht unbedingt Juventus Turin, sondern Pogba selbst. Trotz seiner paradiesvogelartigen Erscheinung gilt der Jungstar als jemand, der Tradition bei Vereinen sehr wichtig findet. Sein Scheitern bei Manchester United als junges Talent hat keinen Groll in ihm hervorgerufen. Er sagt sogar, er liebe United noch immer.
Bei solch einer Aussage stehen die Chancen für ManCity eher schlecht. Die "Sky Blues" gelten als neureich - und bei einer Liebe für United verbietet es sich eigentlich, zum Lokalrivalen zu wechseln. Vereine wie der FC Barcelona, Real Madrid oder auch der FC Bayern dürften Pogba da eher reizen.
Chelsea wirft erneut mit Geld um sich
Doch wie ist es um Chelsea bestellt? Nach dem schwachen Saisonstart rüstet Coach José Mourinho kräftig nach, hat jüngst Pedro Rodriguez vom FC Barcelona und Abdul Rahman Baba vom FC Augsburg für jeweils 30 Millionen Euro verpflichtet. Über 80 Millionen Euro zusätzlich auszugeben wäre zwar Irrsinn, aber nicht unrealistisch. Die aktuellen Mondpreise der Premier-League-Klubs sind sowieso jenseits von Gut und Böse, da würde der klubeigene Rekordtransfer in diesem Jahr ganz gut ins Bild passen.
Ob der FC Chelsea für Pogba selbst interessant ist, weiß bislang niemand so recht.
Vielleicht wartet Juventus aber auch einfach bis zum kommenden Sommer. Dann greift "endlich" der neue TV-Vertrag in England und die Premier League hat noch mehr Geld, das unters Fußball-Volk muss ...
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