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Juventus Turin ist weiterhin an Julian Draxler interessiert und möchte das Angebot verbessern
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Publiziert 28/07/2015 um 11:52 GMT+2 Uhr
Juve gibt nicht auf: Italiens Rekordmeister will Schalke nach der abgelohnten Offerte laut Gazzetta dello Sport ein neues Angebot für Julian Draxler vorlegen. Dies soll deutlich über den bisherigen 25 Millionen Euro liegen. Allerdings wolle Juves Sportdirektor Giuseppe Marotta Draxler nicht um jeden Preis und nichts übstürzen. Schalkes Sportdirektor Horst Heldt lehnte weitere Gespräche ab.
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Horst Heldts Worte in Richtung Turin hatten an Klarheit eigentlich nichts vermissen lassen. Ein möglicher Wechsel des Weltmeisters Julian Draxler zum Champions-League-Finalisten Juventus sei "abgehakt", "erledigt", "beendet". Es sei "durch, sauber abgearbeitet. Und jetzt ist auch Schluss damit", sagte Heldt und schob noch nach: "Wir sind nicht mehr bereit, dass Juventus mit dem Spieler Kontakt aufnimmt. Es gibt keine Gespräche und keine Verhandlungen mehr. Das Angebot war zum Ablehnen, deswegen haben wir es abgelehnt."
In Turin hat man diese Worte entweder nicht vernommen oder sie lächelnd ignoriert. Denn daran, die Finger von Draxler zu lassen, denken sie beim italienischen Meister nicht. Sportdirektor Giuseppe Marotta sagte der Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport fast schon betont gelangweilt: "Im Fußball bekommt und macht man viele Angebote. Wir haben Schalke eines gemacht und Schalke hatte das Recht, es abzulehnen."
Bisher einen Weltmeister verpflichtet
Nun wolle man ein neues Angebot vorbereiten. Aber man habe es nicht eilig und will den Spieler offenbar auch nicht um jeden Preis. "Der Transfermarkt ist noch einen Monat geöffnet", sagte Marotta: "Es gibt aber nicht nur Draxler und Götze, es können sich auch andere Gelegenheiten bieten." WM-Finaltorschütze Mario Götze hatte Marotta zuletzt als absoluten Wunschspieler bezeichnet, bei ihm wollen die Italiener abwarten, ob es ein Signal aus München gibt, ihn verkaufen zu wollen. Einen Weltmeister hat Juve in diesem Sommer bereits verpflichtet: Sami Khedira wechselte ablösefrei von Real Madrid.
Mit ihm versteht sich Draxler bei der Nationalmannschaft ausnehmend gut und könnte die zentrale Mittelfeld-Achse beim Champions-League-Finalisten zu bilden, was für Draxler nach einem von Verletzungen und Enttäuschungen geprägten Jahr eine verlockende Option ist. Obwohl der 21-Jährige schon seit der E-Jugend und damit seit 14 Jahren königsblau trägt. Obwohl der Klub bei seiner Vertragsverlängerung 2013 mit LKW durch Dortmund fuhr.
Dass er immer bei Schalke spielen werde, hat Draxler aber nie behauptet. Im Gegenteil. Manuel Neuer sei "früher mit Sicherheit 100-prozentig davon überzeugt, dass er niemals zu Bayern gehen wird", hatte der Edeltechniker mal in einem WAZ-Interview gesagt: "Doch dann hat er fünf Jahre als Profi gespielt und ist im Laufe der Zeit zu einer anderen Überzeugung gekommen."
Unter der Woche gab es Gerüchte, Mittelfeldspieler habe in Gladbeck bereits eine Abschiedsfeier gegeben, weil er sich mit Juve einig sei. Und dass Schalke sich überhaupt auf Verhandlungen über das erhoffte "Gesicht des Vereins" einließ, obwohl die festgeschriebene Ablösesumme von 45 Millionen Euro ausgelaufen war, ist zumindest bemerkenswert.
"Noch sehr viel Freude" an Draxler haben
Nun sind sie alle froh, dass Draxler bleibt. "Julian hat enorme Qualität, er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann", erklärte Trainer André Breitenreiter. Er habe "total Verständnis, dass er sich Gedanken gemacht hat, ob er einen neuen Schritt gehen will". Doch wenn Draxler fit bleibe, werde man "noch sehr viel Freude haben".
Auf die LKW haben sie in Gelsenkirchen bisher verzichtet. Sie sollten sich auch nicht zu sicher sein. Denn Juve gibt nicht auf.
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