Mit neuen Spielern zur alten Stärke

Der FC Barcelona plan einen Neuangriff zur nächsten Saison. Sergio Aguero, Vincent Kompany (beide Manchester City) und Paul Pogba (Juventus Turin) werden nun als Neuzugänge gehandelt. Nachdem das Transferverbot aufgehoben wurde, können die Katalanen auch investieren. Doch nicht alle Wechsel scheinen wirklich realisierbar.

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In der Champions League frühzeitig ausgeschieden, in der Liga wird es wohl nichts mit dem Meistertitel und auch das Copa del Rey-Finale gegen Real Madrid wurde verloren. Es ist für den FC Barcelona eine Saison zum Vergessen.
Trainer Gerardo Martino hat bereits angekündigt, nach der Spielzeit seinen Posten zur Verfügung zu stellen. Als Nachfolger gilt Luis Enrique, der aktuell bei Celta de Vigo unter Vertrag steht.
Sollte Enrique kommen, würde viel Arbeit auf ihn warten. Vom einstigen europäischen Aushängeschild ist in jüngster Vergangenheit nicht mehr viel zu sehen. Daher soll zur neuen Saison ein Umbruch kommen. Der Wechsel von Torhüter Marc-André ter Stegen (Borussia Mönchengladbach) scheint bereits sicher. Doch dabei soll es nicht bleiben.
Die britische Daily Mail will erfahren haben, dass der FC Barcelona an Sergio Aguero von Manchester City interessiert ist. Laut dem Blatt habe Superstar Lionel Messi den Wunsch geäußert, mit seinem Nationalmannschafts-Kollegen zusammen spielen zu wollen. Angesicht der offensiven Qualität mit Messi und Neymar ist der Platz im Sturm rar. "Barcelona braucht Aguero nicht, nur um Messis Wunsch nach Veränderungen nachzukommen", sagt der spanische Fußball-Experte José Manuel Antequera von Eurosport.
Realistischer scheint da schon das Interesse der Katalanen an Vincent Kompany. Der City-Kapitän zählt als einer der zuverlässigsten Innenverteidiger in Europa, mit seinen 27-Jahren ist er im besten Alter. Zudem benötigt Barca dringend neues Personal in der zuletzt nicht immer sattelfesten Defensive. Klub-Idol Carlos Puyol verlässt nach der Saison den Verein. "Barcelona wollte Kompany bereits letzte Saison verpflichten und sie benötigen unbedingt einen Innenverteidiger", sagt Antequera. Kompanys Marktwert wird auf 35 Millionen Euro geschätzt.
Als dritter Name wird Paul Pogba von Juventus Turin in den Ring geworfen. Der Mittelfeldspieler gilt als Leistungsträger beim italienischen Meister. Ein Spieler, der zweikampfstark ist und auch das Spiel nach vorne einleiten kann. Das Problem: Auf seiner Position ist Sergio Busquets beim FC Barcelona gesetzt. "Pogba ist nicht Priorität", glaubt auch Antequera. Pogba selbst hat aber bereits einmal in einem Interview verraten, dass er schon als kleines Kind "den Wunsch hatte, einmal für Barcelona oder Arsenal zu spielen".
Zuletzt wurde auch Javi Martínez vom FC Bayern München mit den Katalanen in Verbindung gebracht. Unter Trainer Pep Guardiola hat der Spanier seinen Stammplatz beim deutschen Rekordmeister verloren. Aber auch er würde für die Position von Busquets in Frage kommen. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hat zuletzt angedeutet, mit unzufriedenen Spielern sprechen zu wollen. "Wenn sich ein Spieler bei Bayern München nicht wohl fühlt, muss er zu mir ins Büro kommen. Dann muss man darüber sprechen", sagte Rummenigge der "Bild"-Zeitung.
Eurosport-Check: Ein Transfer von Aguero scheint äußerst unwahrscheinlich. Mit Manchester City steht der Stürmer kurz vor dem nächsten Meistertitel. Allerdings könnte das Thema wieder aktuell werden, wenn sein Verein noch größere Probleme mit der UEFA bekommt. Die gleiche Ausgangslage gilt natürlich auch für Agueros Teamkollegen Vincent Kompany. Hier scheint das Barca-Interesse aber deutlich größer. City würde für den Belgier eine hohe Ablösesumme kassieren, mit der sie wieder das Team verstärken können. Ob sie ihren Kapitän also Steine in den Weg legen würden, bleibt abzuwarten.
Vom Spielertyp sind sich Paul Pogba und Javi Martínez ähnlich. Beide sind zweikampfstark und robust. Dass Barcelona auf ihrer Position Handlungsbedarf sieht, scheint unrealistisch. Da Martínez aber auch eine Alternative für die Innenverteidigung darstellt, könnte er wohl besser in das Beuteschema passen. Die Bayern haben ihn allerdings mit viel Mühe für 40 Millionen Euro aus Bilbao verpflichtet und wollen solche Spieler eigentlich nicht ziehen lassen.
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