Wird Kroos da doch noch schwach?

Die Vertragsverhandlungen mit dem FC Bayern ruhen, die Angebote internationaler Topklubs hingegen fliegen Toni Kroos weiter zu. Das Interesse von Manchester United am Mittelfeldstrategen ist altbekannt und scheinbar ungebrochen. Jetzt wollen die Engländer den Bayern-Star da packen, wo die Münchner offenbar sparen wollen - beim Gehalt.

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Der "Daily Mirror" berichtet, United-Trainer David Moyes sei bereit, dem deutschen Nationalspieler 300.000 Euro (250.000 Pfund) pro Woche zu zahlen, wenn dieser das rote Trikot der Münchner gegen das der "Red Devils" eintauschen würde.
Damit könnte der Schotte bei Kroos einen Nerv treffen, denn dieser fordert angeblich bei den Bayern einen neuen Vertrag mit deutlich erhöhten Bezügen.
Stimmen die Zahlen aus dem "Daily Mirror", würde Kroos sein Gehalt bei einem Wechsel zu United mehr als verdreifachen. Die Bayern würden zudem eine Ablöse von rund 36 Millionen Euro für einen Spieler kassieren, dessen Gehaltsvorstellungen sie aktuell nicht bereit sind zu erfüllen.
Dennoch scheint man in München bemüht, den 24-Jährigen halten zu wollen. Sportvorstand Matthias Sammer hatte schon betont, dass der FC Bayern den Kontrakt gerne verlängern würde: "Wir wissen, dass er ein sehr guter Spieler ist und würden gerne mit Kroos weitergehen. Das sehen wir alle im Verein so."
Beckenbauer mahnt: "Nicht zu hoch pokern"
Ehrenpräsident Franz Beckenbauer riet Kroos, in den Verhandlungen mit Bayern München "nicht zu hoch zu pokern". Der Rekordmeister werde "sich bemühen. Wenn die Forderungen ins Unermessliche steigen, muss man sich entscheiden. Es gibt keinen Spieler, für den man alles auf den Kopf stellen muss. Alles andere ist austauschbar", sagte Beckenbauer bei "Sky90".
Unterdessen sollen die Münchner ihre Bemühungen um einen neuen Verteidiger weiter konkretisiert haben. Verschiedene englische Zeitungen berichten, der FC Bayern beobachte den französischen Nationalspieler Mathieu Debuchy von Newcastle United. Der 28-Jährige könnte Rafinha ersetzen, von dem Pep Guardiola den Berichten nach weiterhin nicht überzeugt sei.
Der Vertrag des soliden, aber nicht herausragenden Verteidigers, der in Frankreich mit Lille das Double holte, läuft noch bis 2018. Doch wenn der FC Bayern ruft, wird es für die "Magpies" schwer sein, den Franzosen zu halten. Sein Marktwert liegt bei rund neun Millionen Euro - auch das wäre für Deutschlands Vorzeige-Klub keine Hürde.
Eurosport-Check: Manchmal sollte Geld nicht alles im Leben sein. Der FC Bayern und Toni Kroos werden sich wohl auf einen für beide Seiten annehmbaren Vertrag einigen können. Manchester United schaut dann in die Röhre - oder wie unser Bayern-Reporter Daniel Rathjen es schon nach dem Champions-League-Auftritt der Münchner beim FC Arsenal zusammenfasste: "Für Manchester United, dessen Trainer David Moyes auf der Tribüne saß, ist der Nationalspieler kein Kandidat. Denn für ein Team, das im Mittelfeld der Premier League herumdümpelt und nächstes Jahr wahrscheinlich nicht mal in der Champions League spielt, ist Kroos einfach zu gut." Wechsel-Wahrscheinlichkeit: 10 Prozent
Anders sieht es da bei Mathieu Debuchy aus. Pep Guardiola scheint im Franzosen Potenzial zu sehen, was dieser in Newcastle und Lille noch nicht abrufen konnte. Integriert man den Rechtsverteidiger in einem stärkeren Team, so die Vermutung, blüht der 28-Jährige weiter auf. Wechsel-Wahrscheinlichkeit: 55 Prozent
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