Transfer-Check: Schnappt Barca dem VfL Wolfsburg Supertalent Breel Embolo weg?

Der VfL Wolfsburg beobachtet seit längerem Breel Embolo vom FC Basel, was Klaus Allofs auch nicht verhehlt. Der Angreifer ist mit 18 Jahren schon Schweizer Nationalspieler und hat sich mit seinen Toren in die Notizbücher einiger Top-Klubs geschossen. So sollen laut "Bild" nun auch der FC Barcelona und Manchester United Interesse am Riesentalent haben. Eurosport.de macht den Transfer-Check.

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Fotocredit: Eurosport

Breel Embolo ist ein Juwel. "Wir machen keinen Hehl daraus, dass wir ihn beobachtet haben und dies auch weiterhin tun werden", bestätigte Wolfsburgs Manager Allofs im Oktober dem "kicker". Embolo ist mit Abstand der wertvollste Spieler der Schweizer Super League und hat in 71 Pflichtspielen für die Baseler 26 Treffer und 18 Assists verbucht. Eine herausragende Quote für einen 18-Jährigen, was auch anderen nicht verborgen blieb.
"Natürlich ist das ein interessanter Spieler, aber nicht nur für uns, sondern für viele andere Klubs auch", bezog der VfL-Boss kürzlich bei "Sport1" Stellung zu den anhaltenden Gerüchten um einen Wechsel von Embolo in die VW-Stadt. Doch jetzt könnten laut der "Bild" zwei große Top-Klubs beim Werben um den Schweizer dazwischenfunken.
Bei Basels 2:2 gegen den AC Florenz in der Europa League sollen neben Allofs auch Scouts von ManUnited und Barca im Stadion gewesen sein. ManUnited-Coach Louis van Gaal sucht händeringend nach einem treffsicheren Stürmer, da Wayne Rooney das Tor zu selten trifft und Anthony Martial noch zu inkonstant ist. Und es ist bekannt, dass der niederländische Coach gerne junge Talente formt und fördert - Embolo wäre so einer.
Barcelona dagegen käme für den 18-jährigen Stürmer viel zu früh und wäre ein zu großer Schritt für so einen ungeschliffenen Rohdiamanten. Hinter dem "MSN"-Trio Lionel Messi, Luis Suarez und Neymar würde dem Schweizer aller Voraussicht erstmal die Bank drohen. Dabei sollte man gerade in seinem Alter spielen und Erfahrung sammeln.

Hitzfeld empfiehlt Embolo die Bundesliga

Der ehemaliger Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld sieht das genauso: "Ein junger Spieler braucht Spielpraxis. Wenn er wechselt, darf der Klub nicht zu groß sein. Es würde keinen Sinn machen, zu Bayern München zu gehen, wo man dann auf der Ersatzbank versauert. Ein Klub hinter Bayern - im Moment gibt es ja da keinen Spitzenklub mehr - wäre gut für ihn", sagte Hitzfeld in der Zeitung "Blick".
Vieles spricht also für Wolfsburg, auch wenn die Konkurrenz namhaft ist. Die Bundesliga war immer ein gutes Pflaster für Schweizer, die den nächsten Schritt gehen wollten und bei den "Wölfen" hätte er darüber hinaus die nötige Zeit und Spielpraxis, um sich weiterzuentwickeln.

Schweizer Connection

Ein nicht zu verachtender Aspekt ist, dass bei den "Wölfen" bereits vier Eidgenossen spielen: Diego Benaglio, Timm Klose sowie die Brüder Rodriguez, Ricardo und Francisco würden Embolo die Eingewöhnung erleichtern. Doch günstig wird das Mega-Talent bestimmt nicht.
Trotz VW-Krise und kolportierten Sparmaßnahmen hatte Allofs neulich angekündigt, weitere Investitionen zu tätigen: "In der laufenden Saison haben wir einen Transferüberschuss erwirtschaftet. Wir sind auf dem Weg, wirtschaftlich zu arbeiten, ein gutes Stück vorangekommen", so der VfL-Boss.
Im vergangenen Sommer verkaufte Wolfsburg Kevin de Bruyne für 75 Millionen Euro an Manchester City und Ivan Perisic für 17 Millionen Euro an Inter Mailand. "Im Rahmen unserer Zielsetzung, uns erneut für die Champions League zu qualifizieren, werden wir weiterhin sinnvoll investieren". Embolo soll nur der Anfang sein.
Transfer-Check von eurosport.de: Coach Dieter Hecking hat in Bast Dost und Nicklas Bendtner nur zwei nominelle Mittelstürmer. Max Kruse kommt als hängende Spitze besser zur Geltung. Wenn die "Wölfe“ sich für die K.o.-Runde in der "Königsklasse" qualifizieren sollten, würde Embolo dem VfL gut zu Gesicht stehen und wäre auch spielberechtigt, da Basel sich nicht für die Champions League qualifizieren konnte. Der Schweizer könnte aufgrund seiner Schnelligkeit und Dynamik zudem auf den Außenbahnen aushelfen. Doch in der Mitte und als Dost-Backup ist der 18-Jährige sogar stärker einzuschätzen als "Lord Bendtner", der selten zu überzeugen wusste. Allofs wird aber tief in die Tasche greifen müssen: Die Rede ist von 20 - 25 Millionen Euro. Embolo wäre es wert.
Transfer-Wahrscheinlichkeit: Winter 40 Prozent / Sommer 80 Prozent
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