Le Buzz
Gelb-Rot beim Elfmeterschießen: Bizarres EM-Aus für Irland
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Publiziert 15/05/2018 um 09:24 GMT+2 Uhr
Bizarrer kann das Aus bei einer Europameisterschaft wirklich nicht kommen, als für die U17-Auswahl Irlands bei der EM-Endrunde in England. Das Viertelfinale der Iren gegen die Niederlande ging nach einem 1:1 ins Elfmeterschießen, in dem der irische Keeper Jimmy Corcoran beim Stand von 4:4 einen Strafstoß parierte und zum Helden hätte werden können, wäre da nicht der Schiedsrichter gewesen.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Elfmeterschießen, die Lotterie unter den sportlichen Entscheidungen auf dem Fußballplatz. Im Viertelfinale der U17-EM zwischen Irland und den Niederlanden zeigte sich einmal mehr wie grausam die Entscheidung vom Punkt sein kann - besonders, wenn auch noch der Schiedsrichter eingreift.
Aber von vorne: Nach 80 Minuten und Toren von Liam Van Gelderen (62.) für Oranje sowie Troy Parrott (64.) für die Iren hatte es in Chesterfield 1:1 gestanden. Als Randnotiz sah Iren-Keeper Jimmy Corcoran in der 59. Minute die Gelbe Karte.
Ohne Verlängerung ging es direkt nach der vierminütigen Nachspielzeit ins Elfmeterschießen, in dem die Iren nach einem frühen Fehlschuss von Adam Idah einem Rückstand hinterherliefen. Beim Stand von 4:4 hatte der niederländische Kapitän Daishwan Redan die Chance, die Partie zugunsten von Oranje zu entscheiden.
Was dann geschah, ist von irischer Seite an Tragik nicht zu überbieten:
Corcoran parierte den möglicherweise spielentscheidenden Elfmeter, bewegte sich dabei aber zu früh von der Linie. Schiedsrichter Zbynek Proske ließ den Strafstoß den Regeln gemäß wiederholen. Doch damit nicht genug: Der Tscheche beließ es nicht dabei, sondern verwarnte Corcoran, was zusammen mit der Randnotiz aus Minute 59 in einer Gelb-Roten Karte kumulierte.
Corcoran musste vom Feld, Verteidiger Oisin McEntee nahm bei der Wiederholung des Strafstoßes seinen Platz im Tor ein. McEntee ahnte zwar die Ecke, konnte den Schuss jedoch nicht parieren - Irlands bizarres EM-Aus war damit besiegelt.
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