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U19-EM: Deutschland trifft nach Sieg über Ukraine im Finale auf Spanien - Wiedersehen nach Klatsche in Gruppenphase
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Publiziert 09/07/2026 um 13:25 GMT+2 Uhr
Kein Nachwuchs, keine Hoffnung? Von wegen! Die deutsche U19 fordert im EM-Finale Spanien. Dank jeweils eines Treffers in der Nachspielzeit einer Halbzeit bei der 2:1-Aufholjagd gegen die Ukraine durch Otto Stange (45.+1) und den Leverkusener Francis Onyeka (90.+1) gibt es im Finale ein Wiedersehen mit Gruppengegner Spanien. Trainer Christian Wörns lobte "Weltklasseleistung unserer Verteidigung".
Francis Onyeka bejubelt sein Tor gegen die Ukraine
Fotocredit: Getty Images
Kein Nachwuchs, keine Hoffnung? Von wegen! Die deutsche U19 fordert im EM-Finale Spanien.
Francis Onyeka hatte da so ein Gefühl. "Jetzt", sagte der deutsche Kapitän zu Mittelstürmer Otto Stange, "machen wir ein Tor!" Ein langer Ball, Ablage Stange auf Onyeka, Volleyschuss - Siegtreffer!
Nach Onyekas Last-Minute-Tor zum 2:1 (1:1) im Halbfinale gegen die Ukraine steht die U19-Nationalmannschaft erstmals seit 2014 wieder im EM-Finale. Zwölf Jahre nach dem Triumph von Joshua Kimmich und Co. winkt der dritte Titel - ein Hoffnungsschimmer inmitten der deutschen WM-Tristesse.
"Wir werden natürlich alles reinwerfen", versprach "Zehner" Onyeka vor dem Endspiel am Samstag (20:00 Uhr im Liveticker) im walisischen Wrexham, wo es zur Revanche gegen Rekordchampion Spanien kommt.
Klatsche für DFB-U19 gegen Spanien in Gruppenphase
Der neunmalige Turniersieger hatte den DFB-Bubis beim 4:0 in der Gruppenphase eine heftige Ohrfeige verpasst. Doch Stange, im Halbfinale Torschütze und Vorlagengeber, betonte: "Wir haben Qualität vorne, wir haben Qualität hinten - und werden alles geben."
Die Chance sei groß, glaubt Trainer Christian Wörns. Seine Elf werde "personell anders aufgestellt sein" als in der Vorrunde, in der er seine Besten geschont hatte. "Wir wollten die Revanche, die haben wir jetzt.
Wir probieren rauszupressen, was rauszupressen ist", sagte der frühere Nationalspieler: "Spanien ist eine sehr gute Mannschaft, wir haben den größten Respekt. Wir werden uns was einfallen lassen und hoffen, dass es aufgeht."
Wie 2014. 18 Tage nach dem WM-Triumph von Rio bezwang die U19 damals Portugal im EM-Finale 1:0.
EM 2025: 11-Tore Spektakel ein Jahr zuvor gegen Spanien
Hany Mukhtar, der heute für Nashville in der nordamerikanischen MLS spielt, gelang das Siegtor. In der Startelf stand neben Kimmich auch Julian Brandt, Kapitän war Niklas Stark, Davie Selke wurde mit sechs Treffern Torschützenkönig.
Dass der Coup von Budapest so lange her ist, unterstreiche nur, wie "besonders" der Erfolg jetzt sei, sagte Kai Krüger, Leiter der Junioren-Nationalteams beim DFB.
2025 stand die U19 schon im EM-Halbfinale (5:6 n.V. gegen Spanien), was beweise, "dass wir uns auch in dieser Altersklasse im europäischen Vergleich auf einem sehr guten Niveau bewegen". Von wegen Talentemangel!
Der Leverkusener Onyeka, ausgeliehen an Bundesliga-Neuling Elversberg, sein Bayer-Kollege Montrell Culbreath, Stange (Hamburger SV) oder Karlsruhes Rafael Pinto Pedrosa (ein Rechtsverteidiger!) gelten als große Hoffnungen. In diesen Tagen besonders bemerkenswert: Sie zeigen, Achtung, deutsche Tugenden!
Wörns: "Weltklasseleistung unserer Verteidigung"
"Wir haben bis auf das unglückliche Gegentor hinten wenig zugelassen und uns danach gut zurückgekämpft", schwärmte Onyeka. Coach Wörns, einst beinharter Vorstopper, sprach nach dem "Eiertor aus dem Nichts" von einer "Weltklasseleistung unserer Verteidigung".
Krüger war "unglaublich stolz auf diese Mannschaft", die es auch der Siegerelf von 2008 um die Bender-Zwillinge gleichtun kann. Sich mit Spanien zu messen, sagte der Junioren-Chef, sei "eine großartige Chance. Wir wollen eine Revanche!"
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(SID)
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