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U21: DFB-Junioren machen gegen Russland die EM-Teilnahme perfekt
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Publiziert 07/10/2016 um 19:51 GMT+2 Uhr
Neun Spiele, neun Siege: Die deutsche U21-Auswahl hat sich vorzeitig für die EM-Endrunde 2017 in Polen qualifiziert. Vor 7043 Zuschauern in Ingolstadt gewann das Team von Trainer Stefan Kuntz nach einer starken Offensiv- und einer verbesserungswürdigen Defensivleistung gegen Russland mit 4:3 (3:2) und steht damit als Sieger der Qualifikationsgruppe 7 fest.
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Die abschließende Begegnung am Dienstag bei Verfolger Österreich ist damit bedeutungslos.
"Wir haben den Spielaufbau in der ersten Halbzeit nicht so hinbekommen, wie wir es uns vorgenommen haben. Das haben wir in der zweiten Hälfte etwas korrigiert. Als Trainer bekommt man graue Haare", sagte Trainer Stefan Kuntz nach dem Abpfiff bei Eurosport und Weltmeister Matthias Ginter ergänzte: "Wir haben es spannender gemacht als nötig."
Schon in der 11. Minute brachte Kapitän Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg den DFB-Nachwuchs in Führung.
Dem Bremer Serge Gnabry (25.) gelang in der 34. Minute per Volleyschuss das 2:0.
Witali Lystsow (35.) schaffte zwar postwendend den Anschluss für Russland, doch Davie Selke (36.) erzielte wiederum im Gegenzug das 3:1.
Nachdem Alexei Jewsejew (45.) die Russen nochmals heranbrachte, sorgte Arnold (57./Foulelfmeter) mit seinem zweiten Treffer nur scheinbar für Sicherheit beim Team von Trainer Stefan Kuntz. Ein Freistoßtor von Igor Besdeneschnisch (60.) ließ die DFB-Elf aber nochmals zittern.
Die unter anderem mit Jungstar Leroy Sané verstärkte deutsche Mannschaft glänzte mit sehr variablem Offensivspiel und erarbeitete sich zahlreiche Möglichkeiten. In der DFB-Defensive stimmte aber fast nichts, die Russen bekamen immer wieder Räume oder profitieren von den vielen Fehlern der Gastgeber.
Optisch überlegen, aber mit eklatanten Konzentrationsschwächen
Die waren von Beginn an optisch überlegen, ließen aber über die gesamte Spielzeit eklatanten Konzentrationsschwächen in der Defensive erkennen. Bei einem Kopfball von Lystsow (7.) an die Latte sowie einem Schuss von Jewsejew (9.), den Torwart Marvin Schwäbe parierte, verhinderte auch das Glück einen frühen Rückstand.
Konzentrationsschwächen waren bei Sané ebenfalls auffällig, die mangelnde Spielpraxis unverkennbar. Für den Flügelstürmer von Manchester City hatte es in dieser Saison bislang lediglich zu Kurzeinsätzen in der Premier League gereicht. In der 30. Minute zeigte Sané aber bei einem starken Alleingang seine Klasse und verfehlte das Tor nur knapp. Sein Pendant Gnabry war auf links dennoch insgesamt etwas agiler und hätte mit einem sehenswerten Heber (25.) beinahe ein weiteres Tor erzielt, traf aber nur die Latte.
Acht Spieler aus dem Olympia-Kader dabei
Kuntz hatte eine sehr prominente und nahezu durchweg bundesligaerfahrene Mannschaft in das wichtige Spiel geschickt. Aus der Startelf fehlte lediglich Schwäbe vom Zweitligisten Dynamo Dresden Erfahrung auf höchster nationaler Ebene. Aus dem Olympia-Kader, der in Rio noch unter Horst Hrubesch Silber geholt hatte, gehörten acht Spieler zum Aufgebot.
Kuntz hatte seinem Team für das zweite Pflichtspiel seiner Amtszeit eine klare Marschroute mitgegeben. "Wir stehen kurz vor unserem ersten Etappenziel, und das wollen wir mit aller Macht erreichen", hatte der Europameister von 1996 gesagt. Seine Mannschaft machte es allerdings spannender als nötig, auch weil im zweiten Durchgang einige Konter ungenutzt blieben. Ilja Zujew traf kurz vor Schluss für Russland noch mal den Querbalken.
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