Der Weltmeister lässt die Muskeln spielen.
Und wenn die Auftritte der A-Nationalmannschaft zuletzt nicht den ganz großen Glanz abwarfen, soll nun der Nachwuchs in die Bresche springen.
Am Freitag trifft die deutsche U21-Auswahl in Ingolstadt auf Russland (live bei Eurosport 1 und im Eurosport Player) und könnte dabei mit einem Sieg bereits die Qualifikation für die U21-Europameisterschaft 2017 in Polen perfekt machen. Es wäre eine bis dahin perfekte Qualifikation - verlustpunktfrei.
U21 EM-Quali 2017
Sané bei der U21: "Ich muss jetzt voran gehen"
05/10/2016 AM 11:54
Bislang kann das deutsche Team auf eine makellose Bilanz in der EM-Qualifikation zurückblicken: Acht Spiele, acht Siege, 27:4 Tore.

Ein Ziel eint alle: Quali und dann zu Jogi

Damit das so bleibt, beordert der DFB seine beeindruckende Juwelensammlung nach Oberbayern. Der Kader von Trainer Stefan Kuntz würde im Zweifel auch als A-Nationalmannschaft durchgehen. Mathias Ginter, Niklas Süle und Jonathan Tah sind mit von der Partie. Und auch Leroy Sané spielt plötzlich wieder für die U21. Alle haben bereits für Joachim Löw die Schuhe geschnürt.
Spieler wie Serge Gnabry und Timo Werner stehen auf dem Sprung nach ganz oben.
"Natürlich ist das ein Ziel, das man sich stecken kann", sagt Werner, der bei RB Leipzig einen tollen Start in die Bundesliga-Saison hingelegt hat, im Gespräch mit "SportBild".
Das ist ein Traum, auf den ich schon hinarbeite, aber ohne dass ich mich damit täglich beschäftige. Ich finde es gerade sehr spannend, dass so viele junge Spieler eingeladen werden. Ich würde mich freuen, genieße aber auch die Einsätze bei der U21.

Timo Werner (l.) gegen Niklas Süle beim Spiel TSG 1899 Hoffenheim gegen RasenBallsport Leipzig

Fotocredit: AFP

Sané lobt die Durchlässigkeit

Die Durchlässigkeit in Richtung A-Nationalmannschaft ist hoch. Joshua Kimmich, Julian Weigl, Julian Brandt und Max Meyer haben vor kurzem noch bei der U21 gespielt - nun stehen sie im A-Kader. Das wissen die Spieler und daraus ziehen sie Motivation.
"Die U21 ist das Sprungbrett für die A-Nationalmannschaft, von daher ist es gut, wenn ich hier meine Spielzeit bekomme und mit der Mannschaft zusammen die EM-Quali perfekt machen kann", sagt Sané bei "dfb.de".
Man sieht ja, dass es viele Spieler gibt, die den Sprung aus der U21 in die A-Nationalmannschaft geschafft haben. Dass Spieler wie Tah, Ginter, Süle und ich jetzt wieder bei der U21 dabei sind, zeigt doch, wie viele talentierte junge Spieler wir auf diesem Topniveau haben.
Gnabry gehört ohne Zweifel dazu. Der Bremer ist in der Bundesliga eingeschlagen und will seinen neuen Status nun auch in der U21 untermauern. Der 21-Jährige strotzt vor Selbstbewusstsein.
"Jeder hier in der U21 hat das Potenzial, in der A-Nationalmannschaft zu spielen", erklärt er im Gespräch mit dfb.de.
Es ist ein Ansporn, wenn man die Chance sieht, dass man es zu Jogi Löw schaffen kann. Aber daran denke ich jetzt nicht, wir wollen einfach unbedingt den Sieg gegen Russland, damit wir nächstes Jahr sicher in Polen dabei sind.
"Wir gehen die Partie (gegen Russland) einfach so an wie alle anderen Spiele davor auch", so Gnabry. "Wir unterschätzen keinen Gegner und wissen, dass wir uns auf unsere Stärken konzentrieren und Vollgas geben müssen - dann landen wir den neunten Sieg und machen die Quali perfekt."

2017 ähnelt 2009

Es wäre der nächste Schritt auf dem Weg zum ganz großen, übergeordneten Ziel. Der EM-Titel 2017 soll her. Es wäre acht Jahre nach dem legendären 4:0 gegen England im Finale der EM in Schweden ein neuer Meilenstein für den DFB.
Sechs Spieler des Europameisters von damals stellten fünf Jahre später einen Teil des Weltmeister-Teams von Rio. Ihre Namen: Manuel Neuer, Jérôme Boateng, Benedikt Höwedes, Mats Hummels, Sami Khedira und Mesut Özil.
Die Jungs von heute könnten sich gut vorstellen, dass es mit ihnen genauso läuft...
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