Triumph der Alten Herren

Die Schmach von 2005 ist getilgt. Mit dem Gewinn der Champions-League-Trophäe dank eines schmeichelhaften 2:1 gegen den FC Liverpool kann der AC Mailand wieder befreit aufatmen. Am Ende siegte in Athen die kühle Cleverness der "Altmeister" gegen die wie F

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"Die Niederlage von vor zwei Jahren ist nicht zu revidieren, aber heute sind wir dran mit dem Feiern", sagte Mailands Gennaro Gattuso im anschließenden Freudentaumel. Trainer Carlo Ancelotti stimmte in die Jubelgesänge mit ein: "Natürlich sind wir überglücklich. Es ist etwas ganz besonderes, mit diesem Verein diesen Pokal zu gewinnen", sagte er.
Niedergeschlagen hockten derweil die Unterlegenen auf dem Rasen, nahmen die Pleite trotz allem aber gefasst hin. "Damit müssen wir jetzt fertig werden. Wir haben es nicht geschafft, die Trophäe zu holen, aber wir haben trotzdem viel geleistet, in dieses Finale zu kommen", sagte Liverpools Xabi Alonso und dürfte damit seinen Kollegen aus der Seele gesprochen haben.
Insgesamt standen zwölf Spieler (sieben bei Mailand, fünf bei Liverpool) auf dem Rasen, die schon 2005 beim Endspiel in Istanbul im Einsatz waren. Damals siegten die Engländer nach einer furiosen Aufholjagd nach Elfmeterschießen. AC-Kapitän Paolo Maldini war damals wie gestern von Beginn an dabei. Der 39-jährige Innenverteidiger, der in seinem 22. Profijahr für Mailand aktiv ist, absolvierte sein achtes Finale im Europapokal der Landesmeister und gewann zum fünften (!) Mal.
Die Ruhe der Routiniers war es letztlich, die den "Rossoneri" den Sieg bescherte. Geduldig fingen sie jeden beherzten Angriff ihrer Kontrahenten ab und lauerten auf ihre Chance. Die Führung, wenn auch glücklich nach einem abgefälschten Freistoß von Andrea Pirlo gefallen, spielte ihnen dabei natürlich in die Karten. Denn so konnte das eher defensiv ausgerichtete Konzept mit "Super Pippo" als eiskaltem Vollstrecker in vorderster Front beibehalten werden.
Und das sollte sich bekanntlich bezahlt machen. Inzaghi, mit 33 Jahren ebenfalls reif für die "Altherren", wurde seinem Ruf gerecht und erzielte in cleverer Manier die Entscheidung. Seine Quote war dabei beeindruckend: Zwei Torschüsse, zwei Treffer bei nur 18 Ballkontakten. Richtig zugetraut hatten es ihm nur die wenigsten.
Übrigens: Am treffsichersten war sein Teamkollege Kaka. Der Brasilianer ist mit zehn Treffern Torschützenkönig der Champions-League-Saison 2006/07. Auf Platz zwei folgen Peter Crouch (FC Liverpool), Didier Drogba (FC Chelsea), Ruud van Nistelrooy (Real Madrid) sowie Fernando Morientes (FC Valencia) mit jeweils sechs Toren.
Eurosport - Daniel Rathjen
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