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Milan huldigt Inzaghi
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Publiziert 04/11/2010 um 11:19 GMT+1 Uhr
Es war die Szene des Abends: Reals Starcoach Jose Mourinho schlenderte Arm in Arm mit Milan-Stürmer Filippo Inzaghi über den Platz im Stadion von San Siro. Zwei schillernde Figuren des Welt-Fußballs in Respekt vereint - passend zur vorangegangenen Punkteteilung im "Königsklassen"-Kracher.
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Dabei musste "Super-Pippo", wie die Fans des AC Mailand ihren Filippo Inzaghi nennen, zunächst auf der Bank der "Rossoneri" Platz nehmen. 59 Minuten lang verfolgte der 37-Jährige die Partie wie die übrigen 80.000 Zuschauer als Beobachter. "Es tut mir leid, dass ich ihn nicht in die Startformation gestellt habe", entschuldigte sich Milan-Trainer Massimiliano Allegri später beim Mann des Abends. Das lässt erahnen, welchen Status der Ausnahme-Stürmer in Mailand genießt.
"Kann immer auf Filippo bauen"
Als noch rund eine halbe Stunde zu spielen war, schickte Allegri seinen Routinier dann auf den Rasen. Keine zwei Minuten später hätte der Arbeitstag des Weltmeisters von 2006 dann schon wieder vorbei sein können. Der Ball war weg, Inzaghi rammte Reals Xabi Alonso trotzdem von hinten um, doch Schiedsrichter Howard Webb zückte nicht einmal Gelb.
Damit war der Weg frei für die Inzaghi-Show. Mit zwei Toren drehte der quirlige Angreifer die Partie vorübergehend, machte aus einem 0:1-Rückstand eine 2:1-Führung für die Hausherren. "Er hat hier 30 Minuten unglaublich intensiven Fußball geboten - und das überrascht mich überhaupt nicht. Ich weiß, dass ich immer auf Filippo bauen kann", lobte Allegri.
Inzaghi stellt Raúl-Rekord ein
Fans und Presse waren ebenfalls begeistert: "Die Legende von Europa" oder "Inzaghi schreibt Geschichte", lauteten die Schlagzeilen in Italien. Inzaghi hatte mit seinen Europapokal-Treffern 69 und 70 den Rekord von Schalkes Raúl eingestellt. "Diesen Rekord vor meinen Fans in San Siro aufzustellen, war immer ein Traum für mich. Damit geht aber auch ein Abschnitt meiner 20-jährigen Karriere zu Ende. Nur der späte Ausgleich für Real, der hat den Abend ein wenig angekratzt", erklärte der 57-fache italienische Nationalspieler.
Das änderte aber nichts an der großen Leistung des AC, selbst der sonst eher großspurige Mourinho übte sich in Understatement. "Es war ein Spiel, aus dem wir lernen müssen. Diese Partie war eine großartige Erfahrung für meine Männer". Und sie haben sich nicht zuletzt deshalb gemacht, weil die Mailänder in der 59. Minute Filippo Inzaghi einwechselten.
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