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Stuttgart in K.o.-Runde
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Publiziert 04/11/2010 um 22:57 GMT+1 Uhr
Der VfB steht in der K.o.-Runde der Europa League. Die Schwaben gewannen beim FC Getafe 3:0 (1:0) und sind mit zwölf Punkten aus vier Spielen weiter. Ciprian Marica (26.), Timo Gebhart (64.) und Martin Harnik (76.) trafen für den VfB. Marica flog aber nach einer Tätlichkeit noch vom Platz (79.).
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Fotocredit: Eurosport
Lehren des Spiels:
Der VfB Stuttgart hat sich bereits nach vier Spielen für die Zwischenrunde der Europa League qualifiziert. Die Schwaben bezwangen den Tabellenzehnten der Primera Division auch in der Höhe verdient mit 3:0 auf eigenem Platz.
Während Getafe sich offenbar schon vor dem Anpfiff aufgegeben hatte und mit weiter drei Punkten und dem schlechtesten Torverhältnis nur noch rechnerische Chancen aufs Weiterkommen hat, gab sich die Elf von Jens Keller auch in Notbesetzung keine Blöße und ist mit zwölf von zwölf möglichen Punkten verdient weiter. Einziger Wermutstropfen: Die Rote Karte gegen Ciprian Marica, der aber, sollte er nicht länger als zwei Spiele gesperrt werden, seinem Team nur bei den bedeutungslosen abschließenden Gruppenpartien fehlt.
Stimmen zum Spiel:
Jens Keller (Trainer VfB Stuttgart): "Ich bin heute hochzufrieden. Wir haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert, standen sehr kompakt und haben schnell nach vorne umgeschaltet. Leider gab es wieder einige Verletzungen auf unserer Seite, das ist der Wermutstropfen. Bei Serdar Tasci wird es wohl länger dauern, bis er wieder fit wird. Ciprian wird vor dem Platzverweis selbst geschlagen, das war eine klare Rote Karte für Getafe. Dann muss er aber einfach weglaufen und darf sich nicht provozieren lassen."
Ciprian Marica (VfB): "Ich habe mich leider provozieren lassen. Es war eine Fehlentscheidung. Ich wollte dem Spieler nur sagen, dass es nicht fair war, habe ihn nur ein wenig berührt. Das war höchstens Gelb."
Fredi Bobic (Manager VfB Stuttgart): "Die Mannschaft hat taktisch sehr konzentriert gespielt und ihre Konter genutzt."
Martin Harnik (VfB): "Boka bringt eine Superflanke rein, ich rutsche weg, habe ihn aber dann noch auf den Kopf bekommen. Da musste ich erst einmal lachen."
Höhepunkte des Spiels:
8. Colunga mit dem unwiderstehlichen Solo auf der linken Seite, lässt drei VfB-Spieler wie Slalomstangen stehen, doch Ulreich sprintet die Grundlinie entlang und blockt die Hereingabe toll ab, bevor Schlimmeres passieren kann. Gute Szene des Keepers!
26. TOOOR für den VfB! Marica bringt die Schwaben in Führung, nachdem sich Boateng einen haarsträubenden Ballverlust geleistet hat. Marica zieht aus 22 Metern einfach mal aufs Tor, und der Ball geht - nicht unhaltbar - ins Netz! So einfach kann's gehen.
37. Die Riesenchance für Harnik! Molinaro bringt den Ball von der linken Seite perfekt herein, Getafes Verteidigung ist irgendwo, nur nicht in Ballnähe und Harnik köpft den Ball vollkommen unbedrängt an den Pfosten! Das muss das 2:0 sein!
40. Und erneut hat Harnik die Chance! Diesmal scheitert er mit dem Fuß aus wenigen Metern Torentfernung nach gutem Pass von Kuzmanovic.
64. TOOOR für den VfB! Gebhart trifft als Joker! Nach schnellem Querpass von Camoranesi lässt er Ustari mit einem trockenen Flachschuss keine Chance. Das dürfte die Entscheidung sein!
76. TOOOR für den VfB Stuttgart! Das war's nun endgültig. Marica setzt Boka auf der linken Seite ein, Harnik rutscht in der Mitte weg - und der Ball fällt ihm genau aufs Haupt! Ein wirklich kurioser Treffer!
79. ROT für Marica! Aus heiterem Himmel fliegt der Torschütze des VfB vom Feld. Der Stuttgarter zieht Casquero am Ohr. Zwar vor den Augen des Schiedsrichters, aber direkt Rot ist etwas überzogen.
Kracher des Spiels: Martin Harnik
Er hatte in der ersten Hälfte schon zwei dicke Gelegenheiten, traf zunächst per Kopf vollkommen freistehend nur den Pfosten. Doch in der 76. Minute half dann das Schicksal ein wenig mit. Nach der Flanke von Boka rutschte er auf dem gewässerten Rasen von Getafe weg, der Ball landete genau auf seinem Kopf! Der kuriose Höhepunkt des Spiels!
Verlierer des Spiels: Die Getafe-Fans
Nur rund drei- bis viertausend Menschen wollten überhaupt das Spiel des Madrider Vorortklubs gegen das Kellerkind aus der Bundesliga sehen. Hinterher verstand man, warum. Lustlos und uninspiriert präsentierten sich die elf Kicker des spanischen Erstligisten eigentlich über die kompletten 90 Minuten. Schon Mitte der zweiten Halbzeit wanderten die ersten Zuschauer ab, bei Abpfiff waren die etwa 800 mitgereisten Stuttgart-Anhänger weit in der Überzahl. Das nennt man wohl Heimspiel auf fremdem Platz!
Zahl des Spiels: 32
So einseitig das Spiel lief, so ausgeglichen war die Foulstatistik. Je 16 Mal langten beide Teams hin, besonders im Mittelfeld kam es immer wieder zu kleinen und größeren Vergehen. Die meisten Gelben Karten waren berechtigt, wohingegen der Platzverweis gegen Marica überzogen war. Den kleinen Ohrzupfer als Tätlichkeit auszulegen, war eine eher absurde Entscheidung. In der Schlussphase waren es eher die Spanier, die sich mit vielen kleinen Ruppigkeiten als schlechte Verlierer zeigten.
TV-Tipp:
"Champions Club" - Im Europapokal-Magazin von Eurosport werden montags jeweils vor sowie nach jedem Spieltag der internationalen Vereinswettbewerbe der UEFA vergangene Resultate aufbereitet, die spektakulärsten Tore gezeigt sowie Ausblicke auf anstehende Begegnungen geliefert. Dabei werden auch die letzten Leistungen der Europapokalstarter in ihren nationalen Ligen beleuchtet.
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