BVB nur Remis in Paris

Ein Sieg bei Paris St. Germain hätte Borussia Dortmund in der Gruppe J wieder voll ins Spiel gebracht. Doch weil aus diesem Vorhaben im Parc des Princes nichts wurde, muss der BVB nach diesem torlosen Remis weiter um den Einzug in die Zwischenrunde der Europa League bangen.

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Lehren des Spiels:
Der BVB erspielte sich Chance um Chance und glänzte mit schönem Kombinationsfußball, doch die Effizienz ging dabei gänzlich verloren. Der spielerische Glanz darf nicht über die Abschlussschwäche hinwegtäuschen. Dies auf das jugendliche Alter der Mannschaft zurückzuführen wäre zu einfach. Dortmund ist Tabellenführer der Bundesliga und muss mit seiner offensiven Klasse cleverer vor dem Tor sein.
Paris hatte die Anfangsphase dominiert, konnte aber die guten Chancen durch Nene und Mevlut Erdinc nicht in Tore ummünzen. Gerade Letzterer hatte ein Privatduell mit BVB-Torwart Roman Weidenfeller, der gleich zwei Mal im Eins-gegen-Eins gegen den Stürmer überragend parierte. PSG war letztlich mit dem torlosen Remis zufrieden und verwaltete gegen Ende nur noch das Ergebnis.
Dortmunds letzte Chance aufs Weiterkommen sind zwei abschließende Siege gegen Sevilla und Lwiw.
Stimmen zum Spiel:
rgen Klopp (BVB-Trainer): "Wir haben uns viel selbst zuzuschreiben. Wir waren am Anfang zu verspielt. Das ist nicht das, was wir wollen."
Kevin Großkreutz (BVB-Spieler): "Es hat das Glück gefehlt. Wir gewinnen jetzt die beiden Spiele, und dann sind wir durch."
Neven Subotic (BVB-Spieler): "Ich habe immer daran geglaubt, dass wir noch ein Tor machen. Wir haben alles für den Sieg getan, am Ende hat nur das Tor gefehlt."
Höhepunkte des Spiels:
11. Konter des BVB. Götze stürmt los. Kagawa und Barrios sind auch dabei, doch als der Japaner Götze hinterläuft, klärt ein PSG-Verteidiger. Gute Chance im Drei-gegen-Drei vertan.
19. Fast das 1:0 für Paris. Ceara kann frei flanken und schlägt die Kugel in den Fünf-Meter-Raum genau auf Erdinc, der jedoch über den Querbalken köpft.
31. Nene lässt schön abtropfen, Erdinc nimmt den Ball im Lauf mit, zieht in den Strafraum, doch sein Abschluss aus sechs Metern ist schwach. Da war mehr drin für die Franzosen.
35. Sahin bringt einen Standard von der linken Seite in den Fünfer, Hummels steigt hoch, köpft aber ans Außennetz.
44. Kagawa und Piszczek mit einem tollen Doppelpass. Der Pole passt scharf in den Fünfer, Torwart Edel ist da. Der Keeper lässt das Leder abklatschen und Kagawa macht fast das 1:0 vor der Halbzeitpause.
64. Nene spielt Erdinc klasse in den Lauf, der sich gegen Schmelzer durchsetzt und auf Weidenfeller losstürmt. Aber der BVB-Keeper bewahrt seine Mannschaft vor einem Rückstand.
72. Lewandowski nimmt sich ein Herz und zieht aus rund 20 Metern ab, aber der Ball geht neben das Tor. Im nächsten Angriff versucht es Kagawa, Edel wehrt zur Ecke ab. Zwei gute Schussmöglichkeiten des BVB.
78. Konter vom BVB. Götze bekommt den Ball an der Mittellinie, wird bedrängt, kann aber den Ball auf den durchgestarteten Lewandowski weiterleiten. Der Pole im Laufduell mit Sahko, wird leicht abgedrängt und schießt aus spitzem Winkel - übers Tor.
80. Bender aus ca. 25 Metern, nachdem Götze schön prallen ließ. Aber der Schuss geht Zentimeter neben den Pfosten.
86. Lewandowski behauptet den Ball im 16er, passt auf Großkreutz, der sofort abzieht. Der Schuss wird abgefälscht und streift den Außenpfosten.
90. Schmelzer mit der zweiten Luft: Er sprintet über das halbe Feld und flankt auf Lewandowski. Der Pole steht frei vor Edel und kann sich die Ecke aussuchen, doch der Pariser Keeper hält. Kagawa scheitert im Nachschuss. Das hätte das 1:0 sein müssen!
Knaller des Spiels: Roman Weidenfeller
Der Dortmunder Torwart rettete mit zwei Glanztaten gegen PSG-Angreifer Mevlut Erdinc den verdienten Punkt. Weidenfeller war wieder einmal ein sicherer Rückhalt.
Verlierer des Spiels: Mevlut Erdinc
Der Franzose mit türkischen Wurzeln hätte die Partie zu Gunsten der Pariser entscheiden müssen. Erdinc hatte im Eins-gegen-Eins gegen Weidenfeller zwei Mal den Sieg auf dem Fuß und scheiterte jeweils.
Zahl des Spiels: 7.000
Der Prinzenpark war in schwarz-gelb getaucht. 7.000 Dortmunder Fans machten die Auswärtspartie zu einem Heimspiel für den BVB. Selbst die Spieler Neven Subotic und Kevin Großkreutz waren begeistert vom zahlreichen Erscheinen ihrer Fans. "Das gibt es nur einmal in Deutschland, und das ist in Dortmund", so Großkreutz nach dem Spiel über die Anhänger.
TV-Tipp:
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