Die erste nennenswerte Offensivszene hatte der amtierende Europameister, als Federico Chiesa aus etwa 20 Metern aufs linke untere Eck wuchtete und am parierenden Unai Simón scheiterte (5.). Anschließend war von Italien im Spiel nach vorne kaum etwas zu sehen.
Spanien dominierte und ging verdient in Führung. Mikel Oyarzabal flankte in der 17. Minute von der linken Außenbahn scharf auf den Elferpunkt. Alessandro Bastoni schaffte es nicht zu klären, sodass Ferran Torres den Ball per Direktabnahme zum 1:0 ins rechte untere Eck beförderte.
Danach drückten die Iberer auf den zweiten Streich, der ihnen zunächst nicht gelang. In der letzten Phase vor der Pause vergab Italien zweimal aus aussichtsreicher Abschlussposition. Erst durch Jorginho (34.), wenig später durch Lorenzo Insigne (35.).
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Nachdem Leonardo Bonucci in der 42. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste, dauerte es nicht lange, ehe La Roja auf 2:0 stellte. Pablo Sarabia gab in der zweiten Minute der Nachspielzeit in Halbzeit eins vom Sechzehnerrand zu Oyarzabal. Dessen Flanke von links endete am langen Pfosten bei Torres, der einnickte.
Spanien schraubte seinen ohnehin schon hohen Ballbesitzanteil im zweiten Durchgang nach oben. Den dezimierten Italiener gelang es nur selten, Zugriff auf die enorm ballsicheren Spanier zu bekommen. Diese legte den Fokus auf die Ergebnisverwaltung, fing sich in der Schlussphase aber den Anschlusstreffer.
Der in der 46. Minute ins Spiel gebrachte Giorgio Chiellini köpfte nach einem hoch hereingegeben spanischen Eckball aus der Gefahrenzone. Yéremi Pino, ebenfalls Joker, versuchte, Aymeric Laporte zu bedienen, schaffte das aber nicht, da Chiesa den Ball im Mittelkreis abfing. Dieser drang in hohem Tempo in den Sechzehner ein. Lorenzo Pellegrini lief parallel mit, wurde bedient und traf aus kurzer Distanz zum 1:2 (83.). Mehr war für die Mancini-Elf aber nicht drin.

Die Stimmen:

Giorgio Chiellini (Italien): "Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel werden würde. Wir haben zu Geduld und klarem Verstand aufgerufen. Manchmal muss man akzeptieren, dass der Gegner eine sehr starke Mannschaft ist, die einem Probleme bereitet."
Luis Enrique (Nationaltrainer Spanien) über Gavi: "Gavi ist kein normaler Fall. Er spielt wie in der Schule, wie auf dem Hinterhof seines Hauses. Es ist eine Freude, ihn mit dieser Qualität und dieser Persönlichkeit zu sehen."

Der Tweet zum Spiel:

Das Duo des Abends. Oyarzabal bereitete beide Treffer von Torres vor.

Das fiel auf: Pfiffe gegen Donnarumma

Italiens Stammkeeper Gianluigi Donnarumma wurde während des Spiels lautstark ausgepfiffen. Einige Tifosi, vermutlich die, deren Herz an der AC Mailand hängt, haben ihm seinen Wechsel zu Paris Saint-Germain wohl übelgenommen. Donnarumma schloss sich den Rossoneri im Sommer 2013 an. Aus deren Jugend schaffte er den Sprung in die erste Mannschaft, die er in der jüngsten Transferperiode als absoluter Leistungsträger in Richtung der französischen Hauptstadt verließ. Da das Duell mit Spanien im San Siro, Milans Heimstätte, ausgetragen wurde, ist es alles andere als unwahrscheinlich, dass einige Diavolo-Anhänger vor Ort waren.

Die Statistik: 37

Italiens beeindruckende Serie von 37 ungeschlagenen Partien, womit sie einen Weltrekord an aufeinanderfolgenden Länderspielen ohne Niederlage aufstellten, endete an diesem Abend.
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