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DFB | Joachim Löw selbstkritisch: "Da war ich fast arrogant"
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Publiziert 29/08/2018 um 14:29 GMT+2 Uhr
Joachim Löw hat bei der Kaderanalyse zum WM-Desaster in Russland selbstkritische Töne angestimmt und gleich mehrere Fehler eingestanden. Sein "allergrößtes" Versäumnis sei es gewesen, am Ballbesitzfußball festzuhalten: "Da war ich fast arrogant. Da gibt es nichts zu beschönigen", sagte der Bundestrainer in München und erklärte, was er in Zukunft ändern will.
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Man müsse die Nationalmannschaft nach dem "absoluten Tiefschlag" von Russland "wieder auf eine stabilere Spielweise vorbereiten. Wir müssen flexibler, stabiler sein. Ich bin bei der WM zu viel Risiko gefahren", sagte der 58-Jährige. Er hätte das Team "ein Stück weit zurückholen müssen". Künftig seien taktisch "Anpassungen gefragt. Wir müssen unsere Spielweise adaptieren. Ich werde nicht mehr volles Risiko einfordern."
Zudem habe er es nicht geschafft, räumte Löw ein, "das Feuer, das man braucht, zu schüren, und neue Schlüsselreize zu setzen, dass alle mit großer Leidenschaft, Einsatz, Zweikampfstärke agieren." Dies hätte er "einfordern müssen. Wir hatten nur eine kleine Flamme."
Vor den Länderspielen am 6. September in München gegen Weltmeister Frankreich und drei Tage später in Sinsheim gegen Peru werde er diese Attribute "wieder einfordern. Für mich als Trainer ist das das Allerwichtigste. Dann haben wir ein sehr, sehr gutes Fundament."
Er selbst habe auch nach 14 Jahren noch "die große Motivation, Energie, Kraft und Begeisterung", meinte Löw, "dass wir das Schiff wieder auf Kurs bringen".
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