Bundestrainer Joachim Löw würde bei Trennung hohe Summe erhalten

Über die Zukunft von Bundestrainer Joachim Löw wird der Deutsche Fußball-Bund wohl am 4. Dezember entscheiden. An diesem Tag wird sich herausstellen, ob der WM-Trainer von 2014 die Nationalmannschaft auch zur Europameisterschaft im kommenden Sommer führen darf. Sollte es zu einem vorzeitigen Aus des Coaches bei der Nationalelf kommen, müsste der DFB laut der "Bild" eine hohe Abfindung zahlen.

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Löws Vertrag als Chef-Trainer der Nationalmannschaft läuft offiziell bis zur Weltmeisterschaft in Katar im Winter 2022. Bei einer vorzeitigen Auflösung des Arbeitspapiers würde der 60-Jährige demnach satte acht Millionen Euro bekommen. Der DFB-Coach verdiene derzeit inklusive Prämien ein Jahresgehalt in Höhe von vier Millionen Euro.
Laut dem "Bild"-Bericht enthält der Vertrag allerdings eine Klausel, die beide Vertragspartner befähigt, den Kontrakt zu einem bestimmten Zeitpunkt vorzeitig aufzulösen. In dem Fall wäre keine Abfindung für Löw fällig. Diese Klausel sei jedoch nur auf die EM 2020 bezogen, weshalb sie aus juristischer Sicht nach der Verschiebung des Turniers nicht mehr wirksam sein könnte, heißt es. Diese Gültigkeit müsste nun geprüft werden.
Für den Fall, dass die Klausel bis Sommer 2021 nach der verschobenen EM läuft, müsste der DFB Löw bei einer sofortigen Trennung lediglich ein halbes Jahresgehalt zahlen. Dies entspräche einer Summe von rund zwei Millionen Euro.
Richtet sich die Klausel jedoch nach dem ursprünglichen EM-Jahr 2020, womit sie nun verstrichen wäre, dann hätte Löw bei einer vorzeitigen Trennung demnach Anspruch auf zwei volle Jahresgehälter. Die "Bild" spricht von Kosten, die sich auf bis zu 8 Millionen Euro belaufen.
Hinzu kommt laut dem Boulevardblatt, dass der Chef-Trainer nicht der einzige Coach im DFB-Team wäre, der in dem Fall gehen müsste. Falls auch die Verträge mit Co-Trainer Marcus Sorg, Torwarttrainer Andreas Köpke und Scout Urs Siegenthaler gekündigt würden, käme pro Jahr noch mindestens eine geschätzte Million Euro hinzu.
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Quelle: Perform

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