Deutschland - Italien: Joshua Kimmich mit kuriosem Ecken-Tor dank Balljunge - "Habe ich noch nie gesehen!"
Update 24/03/2025 um 08:30 GMT+1 Uhr
Ein blitzgescheiter Balljunge hat am Sonntag entscheidend zum kuriosesten deutschen Länderspieltor seit langer Zeit beigetragen. Nach Aufforderung von Joshua Kimmich warf der Junge dem DFB-Kapitän in der 36. Minute des Nations-League-Viertelfinal-Rückspiels gegen Italien schnell den Ball zu, Kimmich führte die Ecke aus - und Jamal Musiala traf zum 2:0 ins verwaiste italienische Tor.
Nagelsmann über Tor nach Blitzecke: "Kann man nicht einstudieren"
Quelle: Perform
Sekunden zuvor hatte Torhüter Gianluigi Donnarumma im Viertelfinal-Rückspiel der Nations League einen Kopfball von Tim Kleindienst sehenswert entschärft. Donnarumma lief vor der Dortmunder Südtribüne an den Elfmeterpunkt, um seine Abwehr zusammenzustauchen - da lag der Ball schon in seinem Tor. Nach dem 3:0 durch Kleindienst (45.) trat der Star-Torwart wutentbrannt gegen den Pfosten.
"Ich bin lange dabei, aber sowas habe ich noch nie gesehen", sagte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus in seiner Rolle als "RTL"-Experte: "Das war ein italienisches Kompaktversagen." Die "Gazzetta dello Sport" schrieb bei Instagram unter ein Foto von Donnarumma: "Ein beklagenswertes Schläfchen."
Kimmich hob im Anschluss an die Partie bei "RTL" den 15-jährigen Balljungen heraus, der erstmals überhaupt in dieser Funktion im Einsatz war. Dieser sei "sehr auf Zack" gewesen und der Kapitän bedankte sich persönlich mit einem unterschriebenen Spielball beim Teenager: "Wir haben uns gerade nochmal gesehen. Das hat er gut gemacht."
Der Treffer war aus Sicht von Kimmich selbst für manche deutsche Spieler gar nicht in Echtzeit zu realisieren: "Wir haben sehr schnell geschaltet. Es haben sogar einige unserer Spieler nicht mitbekommen, dass der Ball drin war. Es ging sehr schnell."
Musiala erklärte: "Wir hatten Blickkontakt und ich habe mich nur fokussiert, dass ich den Ball gut aufs Tor kriege."
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Balljunge Noel (15) leitete in Dortmund das Tor von Musiala nach Eckball von Kimmich ein -
Fotocredit: Imago
Balljunge Noel wird zum Helden
Der Balljunge selbst schilderte die Szene im "RTL"-Interview ganz abgeklärt: "Ich stand an der Eckfahne. Joshua Kimmich und ich haben Augenkontakt aufgenommen. Er brauchte den Ball und ich habe ihn ihm sofort zugeworfen. Dann ist das Tor passiert. Ich habe mich riesig gefreut. Ich war noch nie Balljunge, das ist mein erstes Mal. Es fühlt sich wirklich sehr gut an. Joshua Kimmich hat sich nach dem Spiel bei mir bedankt, dass ich ihm diese Vorlage gegeben habe."
Danach schickte er seiner Mutter eine Sprachnachricht, im TV grüßte er neben der Mama auch seine Trainer. DFB-Sportchef Rudi Völler versprach: "Er kriegt 'ne Freikarte beim nächsten Heimspiel."
Nagelsmann lobt Balljungen: "Weltklasse"
Bundestrainer Julian Nagelsmann lobte nach dem Spiel alle Beteiligten: "Das war von allen dreien - ich nehme den Balljungen mit rein - absolut weltklasse. Liverpool hat mal so ein Tor gemacht. Das war schon sehr schlau. Das machen sie schon sehr, sehr gut. Ich habe es tatsächlich gar nicht gesehen."
Das Tor erinnerte tatsächlich stark an eine andere legendäre Ecke: Im Mai 2019 drehte der FC Liverpool ein 0:3 aus dem Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Barcelona mit einem 4:0 an der Anfield Road - ebenfalls auf geniale Art und Weise.
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Nagelsmann von Hälfte eins verblüfft: Italien "hatte keine Chance"
Quelle: Perform
Trent Alexander-Arnold tat dabei vor dem letzten Tor so, als spaziere er von der Eckfahne weg und überlasse die Ausführung Xherdan Shaqiri. Dann drehte er um und schlug den Ball flach auf Stürmer Divock Origi, der gegen die verdutzte Barca-Abwehr traf.
Selbst Jürgen Klopp hatte die einstudierte Eckenvariante verpasst: "Ich habe nicht hingeguckt, plötzlich lag der Ball im Tor." Millionen deutscher Fans ging es am Sonntagabend ähnlich: Die Szene spielte sich so schnell ab, dass das Tor samt Entstehung im Fernsehen erst als Wiederholung zu sehen war.
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(mit SID)
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Nagelsmann stellt klar: "Ter Stegen ist unsere Nummer eins"
Quelle: Perform
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