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Machtkampf beim ÖFB: Ralf Rangnick und Verbandschef Mitterdorfer wohl zerstritten - Vorzeitiger Abschied?
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Publiziert 12/11/2024 um 13:26 GMT+1 Uhr
Vor dem Spiel in der Nations League am Donnerstag in Kasachstan herrscht bei der österreichischen Nationalmannschaft um Trainer Ralf Rangnick große Unruhe. Der deutsche Coach soll sich mit Verbandspräsident Klaus Mitterdorfer verkracht haben, auch die Spieler schalteten sich mit einem offenen Brief ein. Angeblich ist sogar ein vorzeitiger Abschied von Rangnick nicht ausgeschlossen.
Ralf Rangnick erlebt beim ÖFB hinter den Kulissen offenbar einen Machtkampf
Fotocredit: Getty Images
Ralf Rangnick begrüßte jeden einzelnen seiner Schützlinge überaus herzlich beim Wiedersehen im Hotel in der Wiener Ringstraße. Doch der Schein trügt. Vor dem östlichsten Länderspiel in der 122-jährigen Geschichte des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) am Donnerstag in Kasachstan gibt es gewaltigen Zoff hinter den Kulissen.
Machtkämpfe, offene Briefe, Krisengipfel - sogar Lothar Matthäus hat sich eingemischt. Es geht mittlerweile so narrisch zu, dass hinter der Zukunft des deutschen Trainers ein Fragezeichen steht.
Genau deshalb hat Matthäus den ÖFB-Bossen ans Herz gelegt, den Coach nicht zu vergraulen. "Rangnick hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass Österreichs Fußball-Nationalmannschaft in Europa wieder große Anerkennung erhält", sagte der deutsche Rekordnationalspieler bei "ServusTV".
"Die Erfolge sind durch Rangnick eingekehrt. Ich hoffe, dass man auch Rangnick versteht. Wenn man so einen Fachmann hat, sollte man versuchen, ihn zu halten."
Streit zwischen Rangnick und Verbandschef Mitterdorfer
Mittlerweile bestehen allerdings große Zweifel daran, dass sich der 66-Jährige noch wohl beim ÖFB fühlt. Laut diversen österreichischen Medien soll sich Rangnick mit Verbandspräsident Klaus Mitterdorfer zerstritten haben, eine Verlängerung seines bis zur WM 2026 laufenden Vertrags sei für den gebürtigen Schwaben unter den gegebenen Umständen kein Thema.
Die Spekulationen gehen sogar noch weiter: Es könnte sein, dass entweder Mitterdorfer oder Rangnick vorzeitig geht.
Die Aussagen des ÖFB-Chefs nach seinem jüngsten Gespräch mit dem Trainer ("Es hat ein konstruktiver persönlicher Austausch mit dem Teamchef zu verschiedenen Themen stattgefunden, bei dem ich auch zum Ausdruck gebracht habe, dass ich sehr an einer Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit über den WM-Zyklus 2026 hinaus interessiert bin") sehen die Medien als Augenwischerei.
Alaba und Co. schreiben offenen Brief an Verband
Es gibt offenbar zwei Gründe für die Dissonanzen. Zum einen habe Mitterdorfer seinem Coach mehr Kompetenzen zugesichert, nachdem der im Mai das Angebot von Bayern München abgelehnt hatte. Dazu sei es aber nicht gekommen.
Zum anderen ist Rangnick sauer über die Abberufung des ÖFB-Geschäftsführers Bernhard Neuhold am Ende des Jahres. Neuhold muss nach einem internen Machtkampf gehen, gilt aber als enger Vertrauter Rangnicks - und der Spieler.
Deshalb haben auch die Profis ihren Unmut artikuliert. In einem offenen Brief stellten sich die Spieler hinter Reinhold. Für ihre Einmischung wurden David Alaba und Kollegen von Präsidiumsmitgliedern gerüffelt - inklusive des Hinweises, sie mögen sich auf den Fußball konzentrieren.
"Nicht nur die Fußballer, die deppert den Ball rumkicken"
Da sich die Mannschaft ignoriert fühlte, wollte der Spielerrat um Alaba, Marko Arnautovic, Marcel Sabitzer und Konrad Laimer bei einem Krisengipfel mit Mitterdorfer Antworten. Verteidiger Maximilan Wöber machte aus seinem Frust keinen Hehl und zählte die ÖFB-Führung an.
"Wir sind nicht nur die Fußballer, die deppert den Ball rumkicken. Wir haben eine Meinung - die kann man respektieren", sagte der frühere Gladbacher: "Wichtig ist, dass wir Spieler etwas aufgebaut haben. Wir stehen für Professionalität - und das sollte man im ganzen ÖFB durchziehen."
Wie professionell die Mannschaft und Rangnick mit den Nebengeräuschen umgehen, zeigt sich am Donnerstag in der Nations League - im fernen Kasachstan.
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(SID)
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Quelle: Perform
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