Nationalmannschaft: Das sind Nagelsmanns Neulinge für die Nations League - Oliver Baumann vor Debüt mit 34 Jahren

Für die anstehenden Spiele in der Nations League gegen Bosnien-Herzegowina (Fr.) und die Niederlande (Mo.) hat Bundestrainer Julian Nagelsmann aufgrund diverser Ausfälle unter anderem sechs Spieler nominiert, die bisher noch keine Partie für deutsche Nationalmannschaft bestritten haben. Neben Jonathan Burkardt könnte auch Routinier Oliver Baumann zu seinem Debüt kommen.

Julian Nagelsmann beim ersten Spiel gegen die Niederlande in der Nations League 2024/25

Fotocredit: Getty Images

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat für den Doppelpack in der Nations League in Bosnien und gegen die Niederlande sechs Profis in seinem Kader, die noch kein Länderspiel bestritten haben.
Darunter sind gleich drei Torhüter - unter anderem Routinier Oliver Baumann, dem Nagelsmann bereits seinen ersten Einsatz zugesagt hat.
Gegen Bosnien-Herzegowina in Zenica am Freitag (20:45 Uhr im Liveticker) wird der Keeper der TSG 1899 Hoffenheim spielen. Wer drei Tage später gegen die Niederlande in München zwischen den Pfosten steht, ist allerdings noch offen.
Wir stellen alle sechs möglichen Debütanten vor.

Oliver Baumann (34)

Oliver Baumann war glücklich. "Viele Jahre hingearbeitet" habe er auf diese Chance, sagte er, jetzt war sie endlich gekommen: Bundestrainer Joachim Löw hatte ihn zur Nationalmannschaft geholt.
Das war im September 2020, gespielt hat Baumann für die DFB-Elf aber immer noch nicht.
Das ändert sich jetzt: Baumann, der stolze 467 Bundesliga-Spiele für Freiburg und die TSG absolviert hat, habe sich seinen Einsatz "verdient", sagte Nagelsmann. Für den Routinier geht ein "Riesentraum" in Erfüllung. Ob er beide Spiele bekommen wird, ist offen.

Janis Blaswich (33)

Der Ausfall des neuen Stammtorwarts Marc-André ter Stegen (Riss der Patellasehne) ist nicht nur Baumanns Chance.
Blaswich, der übrigens von derselben Agentur beraten wird wie ein gewisser Manuel Neuer, kehrt zurück - auch, weil Bernd Leno mangels Einsatzchancen lieber beim FC Fulham trainiert.
Blaswich war bereits im vergangenen November dabei, damals noch als Leipziger. Das Torwart-Gen liegt in der Familie.
Sein Vater Ludger stand einst selbst bei der zweiten Mannschaft von Gladbach zwischen den Pfosten und trainiert dort Talente. Früher übrigens auch seinen Sohn.
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Janis Blaswich (RB Salzburg) musste gegen Sturm Graz zuletzt fünfmal hinter sich greifen

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Jonathan Burkardt (24)

Bo Henriksen war verwundert. Deutschland, meinte der dänische Trainer des FSV Mainz 05, müsse schon unfassbar starke Angreifer haben, wenn es freiwillig auf seinen "Johnny" verzichte: "Er ist eine Maschine, im Eins-gegen-eins und im Strafraum sehr, sehr gut, ein unglaublicher Stürmer."
Das hat auch Nagelsmann erkannt. Nach unglaublichen 45 Junioren-Länderspielen darf der Mainzer Kapitän nun endlich auch im A-Team vorspielen.

Tim Kleindienst (29)

Die Reaktion des Mittelstürmers auf seinen Anruf, sagte Nagelsmann schmunzelnd, sei "vielversprechend" gewesen. Soll heißen: Die Freude war grenzenlos.
Im reifen Fußballer-Alter von 29 Jahren und nach Profistationen in Cottbus, Freiburg, Gent, Heidenheim sowie nun Gladbach sei die Berufung "etwas unfassbar Schönes", sagte Kleindienst.
Er bescheinigt sich eine gewisse "Drecksack-Mentalität" - und verkörpert damit genau das, was Niclas Füllkrug ausmacht, den er ersetzen soll.
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Tim Kleindienst ist in der laufenden Saison der beste Torschütze von Borussia Mönchengladbach

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Jamie Leweling (23)

Vor vier Jahren schien der Sohn eines Ghanaers für den DFB schon verloren zu sein. Der damalige Fürther, geboren in Nürnberg, wurde für die Afrika-Cup-Quali gegen Sudan nominiert, Ghanas Trainer schwärmte von einem "jungen Mann, dessen Name in aller Munde" sei.
Doch Leweling sagte ab, knapp ein Jahr später debütierte er für die deutsche U21.
Seither hat sich der Rechtsaußen "kontinuierlich entwickelt", wie sein Trainer Sebastian Hoeneß betont. Seine Stärken? "Torgefährlichkeit, Schnelligkeit, Körperlichkeit" - kurz: Er ist "sehr schwer zu verteidigen".

Alexander Nübel (28)

Kaum ein anderer Torhüter kann sich so gut in ter Stegen hineinversetzen wie Nübel. 2020 wechselte er mit großen Ambitionen von Schalke nach München, doch an Manuel Neuer kam er ebenso wenig vorbei wie ter Stegen beim DFB.
Jetzt ist Neuer weg, der "ewige" Kronprinz verletzt - und Nübel, verlässliche Kraft beim VfB, könnte spielen. Obwohl er an Neuer noch immer nicht vorbeigekommen ist.
Bis 2025 ist er von den Bayern nach Stuttgart ausgeliehen - und dann? Dass Neuer seinen Platz dann auch in München räumen wird, ist längst nicht sicher.
(SID)
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Lewandowski on Fire - Stürmer blüht unter Flick auf

Quelle: Perform


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