UEFA Nations League: Serge Gnabry wieder wichtig - was das DFB-Team sich vom Comeback des Bayern-Stars erhofft

Beim FC Bayern München läuft es wieder prächtig für Serge Gnabry, nun greift der 29-Jährige auch im deutschen Nationalteam an. Die positive Entwicklung der vergangenen Monate war nicht unbedingt abzusehen, schließlich galt Gnabry beim Rekordmeister als Verkaufskandidat, die Heim-EM im Sommer hat er verpasst. Trotzdem überschütten ihn Trainer und Kollegen vor dem DFB-Comeback mit Lob und Hoffnung.

Gnabry zurück beim DFB: "Bin jemand, der vorangeht"

Quelle: Perform

Serge Gnabry musste in der vergangenen Saison vielem hinterherlaufen: der Gesundheit, der Form, der Anerkennung. Besonders bitter für einen, der sich "als Spieler sieht, der vorangeht", wie er im Vorfeld der Nations-League-Partie in Bosnien-Herzegowina (Freitag ab 20:45 Uhr im Liveticker) betont.
Ist die Tatsache, dass ein Profi vor seinem Comeback im DFB-Trikot derart offensive Töne anschlägt, nicht zu forsch? Klares nein! Denn: Von der Rückkehr des Bayern-Stars wird nichts weniger als ein massiver Push für die Offensive und das deutsche Spiel erwartet.
"Ich bin überzeugt, dass Serge wieder wichtig ist", betonte Joshua Kimmich und schob mit einem Augenzwinkern hinterher, dass Gnabry schon "zwei, drei Dinger" machen werde, die der Mannschaft zum Sieg verhelfen. Tatsächlich ist der Comebacker mit seinen 22 Toren in 45 Länderspielen der mit Abstand erfolgreichste Torjäger im aktuellen Nagelsmann-Kader.
"Serge hat es nach einem sehr schweren Jahr mit unglaublich vielen Verletzungen wieder geschafft, sich zu stabilisieren - was seine körperliche Verfassung angeht, aber auch seine Leistungsfähigkeit", lobte Nagelsmann und spielte damit auf den Muskelbündelriss, den Unterarmbruch und eine Erkrankung an, die Gnabry in der vergangenen Saison ausbremsten. Ganze zehn Ligaspiele absolvierte der 29-Jährige - in die Nationalelf wurde er letztmals am 21. November 2023 bei der 0:2-Pleite gegen Österreich berücksichtigt.

Gnabry profitiert von drei Ausfällen

Beim Comeback gegen Bosnien-Herzegowina dürfte Gnabry aller Voraussicht auf dem linken Flügel auflaufen. Was bei aller Euphorie nicht vergessen werden darf: Er profitiert derzeit auch davon, dass im deutschen Angriff viele Ausfälle zu beklagen sind. Jamal Musiala (Hüftgelenksbeschwerden), Kai Havertz (Probleme am linken Kniegelenk) und Niclas Füllkrug (Achillessehnenreizung) stehen nicht zur Verfügung.
Das Trio bildete in den bisherigen beiden Nationals-League-Spielen gegen Ungarn (5:0) und die Niederlande (2:2) zusammen mit Florian Wirtz und Deniz Undav die Offensivabteilung. Gnabry muss nun gegen Bosnien-Herzegowina und am Montag zu Hause in München gegen die Niederlande (20:45 Uhr im Liveticker) zeigen, dass er sich einfügen kann, dass er bereit ist für die Rolle, die ihm in der DFB-Auswahl zugedacht ist. Er sei in "guter Form, ich habe ein gesundes Selbstbewusstsein und hoffe, zu spielen", versicherte der Nationalspieler.

Gnabry "Ein Titel das Ziel, das über allem steht"

Gnabry machte keinen Hehl daraus, dass die Nationalmannschaft für ihn ein Langzeitprojekt ist, das die WM 2026 und die EM 2028 einschließen soll. "Ein Titel ist das Ziel, das über allem steht", unterstrich der Flügelflitzer. Der fehle ihm noch als Nationalspieler.
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Serge Gnabry in seinem bis dato letzten Länderspiel im November 2023 gegen Österreich

Fotocredit: Getty Images

Nagelsmann freut sich indes, wieder auf Gnabrys "Qualitäten zurückgreifen" zu können. Beim FC Bayern hat er die in den ersten Wochen der Saison gut ausgespielt. Zwei Tore und zwei Assist stehen in der Liga zu Buche, der neue Coach Vincent Kompany hat ihn in allen bisherigen neun Pflichtspielen eingesetzt - sowohl als Linksaußen wie auch als Rechtsaußen.
Keine Frage: Gnabry hat sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen, startet durch. Das soll nun auch in der Nationalmannschaft klappen.
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Quelle: Perform


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