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WM-Qualifikation: Bolivien erreicht Playoffs nach Sieg gegen Brasilien - historischer Tiefpunkt für Seleção
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Update 10/09/2025 um 15:12 GMT+2 Uhr
Bolivien kann nach einem Sieg gegen Fußball-Rekordweltmeister Brasilien weiter von der ersten WM-Teilnahme seit 32 Jahren träumen. Auf rund 4100 Meter Höhe sicherte sich der Underdog in El Alto mit einem 1:0 (1:0) gegen das Team von Startrainer Carlo Ancelotti am letzten Spieltag der südamerikanischen Eliminatorias noch Platz sieben und damit das Ticket für die interkontinentalen Playoffs.
Boliviens Miguel Terceros jubelt beim entscheidenden Siegtor gegen Brasilien
Fotocredit: Getty Images
Bei diesem Ausscheidungsturnier werden im kommenden März die letzten beiden Teilnehmer für die WM ausgespielt, die 2026 in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet.
Neben Bolivien, das zuletzt bei der Endrunde 1994 in den USA dabei war, hat auch Neukaledonien (Ozeanien) dort schon seinen Startplatz sicher, während Afrika und Asien je einen Repräsentanten sowie die Region Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) zwei Starter schicken.
Die beiden im FIFA-Ranking bestplatzierten Nationen sind für die Endspiele gesetzt und treffen auf die Sieger der Halbfinals.
Für den Erfolg Boliviens sorgte Miguel Terceros, der beim brasilianischen Zweitligisten America Belo Horizon unter Vertrag steht, per Foulelfmeter (45.+4). Für Brasilien war es im vierten Spiel unter Ancelotti die erste Niederlage. Der Italiener machte dafür in erster Linie die dünne Luft auf rund 4100 m Höhe verantwortlich und sprach von einer "physischen Komponente".
Historischer Tiefpunkt für Brasilien
In seiner neuen Heimstätte holte Bolivien in sieben Spielen 17 seiner insgesamt 20 Punkte und zog damit noch an Venezuela (18 Punkte) vorbei, das 3:6 (2:2) gegen Kolumbien verlor.
"Wir haben hier gegen Schiedsrichter, Polizei und Balljungen gespielt", sagte ein aufgebrachter Verbandspräsident Samir Xaud nach dem 0:1 (0:1) in El Alto. Teammanager Rodrigo Caetano nahm die Spieler ebenfalls in Schutz. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass hier fast eine andere Sportart gespielt wird", sagte Caetano.
Brasilien, das 1993 seine erste Eliminatorias-Niederlage ebenfalls in bolivianischer Höhe erlitt, beendete die WM-Qualifikation nach drei Trainerwechseln und sechs Niederlagen in 18 Spielen mit seiner historisch schlechtesten Platzierung auf Rang fünf der Tabelle.
Zehn Punkte fehlten am Ende auf den enteilten Spitzenreiter Argentinien, der zum Abschluss ebenfalls durch einen Foulelfmeter von Enner Valencia (45.+13) beim Tabellenzweiten Ecuador 0:1 (0:1) verlor. Ancelotti träumt dennoch vom "Hexa", dem sechsten WM-Titel. "Das ist unser Ziel", sagte der langjährige Erfolgscoach von Real Madrid.
Ecuador mit kuriosem Torverhältnis
Kurios: Ecuador, das sogar noch drei Punkte Abzug hinnehmen musste, beendete die 18 Spiele umfassenden Eliminatorias mit einem Torverhältnis von 14:5. So spielte das Team des spanischen Trainers Félix Sánchez insgesamt achtmal 0:0 und verlor lediglich die Auswärtsspiele in Argentinien und Brasilien je 0:1.
Den Punktabzug bekam La Tri, weil man in der Qualifikation zur WM 2022 in Katar bei Außenverteidiger Byron Castillo durch die Verwendung eines Dokumentes mit falschen Angaben gegen Artikel 21 des FIFA-Regelwerks verstoßen hatte. Castillos Geburtsdatum und -ort war darauf falsch angegeben worden.
Neben dem Punktabzug musste Ecuador eine Strafe von 100.000 Schweizer Franken zahlen. Chile und Peru waren sogar für einen WM-Ausschluss Ecuadors vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS gezogen, weil sie die Spielberechtigung Castillos anzweifeln. Letztlich durfte Ecuador in Katar teilnehmen, schied dort aber bereits in der Vorrunde aus.
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(SID)
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Quelle: Perform
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