Wirbel um Barca-Superstar Neymar vor Clásico-Showdown mit Real Madrid

Ausgerechnet vor dem Duell bei Real Madrid hat der Vater von Neymar Zweifel an der Zukunft seines Sohnes beim FC Barcelona gestreut. Im Gespräch mit dem spanischen Radio-Sender "Cadena Ser" unterstrich Neymar Senior, dass die Probleme mit dem spanischen Fiskus zu einem Abschied von Barca führen könnten.

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"Wir sind dabei, über eine Vertragsverlängerung zu sprechen. Aber zuvor müssen einige Probleme gelöst werden, die uns stören", so der Vater des 23-Jährigen, während Neymar selbst mit der Nationalmannschaft im Einsatz war.
Probleme mit den Justiz- und Steuerbehörden plagen die Familie Neymar aber nicht nur in Spanien, sondern auch in der brasilianischen Heimat. Für Steuervergehen während seiner Zeit beim FC Santos (2011-2013) soll Neymar in Brasilien umgerechnet 47,3 Millionen Euro Strafe zahlen, seine Konten wurden Ende September eingefroren.
In Spanien untersuchen die Behörden die rund um den Transfer des Superstars nach Katalonien geflossenen Summen. Barca-Präsident Josep Maria Bartomeu und sein Vorgänger Sandro Rosell müssen sich in diesem Zusammenhang vor der Justiz verantworten und Neymar droht Ungemach, weil er den spanischen Steuerkassen eine Summe von rund zehn Millionen Euro vorenthalten haben soll.
So groß der Ärger für die Neymar-Familie an der fiskalischen Front ist, so gut läuft es sportlich beim Angreifer. Seit Lionel Messi bei Barca verletzt fehlt, trumpft er noch mehr auf. In der Nationalmannschaft blieb er zwar in den letzten beiden Spielen zur WM-Qualifikation ohne Torerfolg, trug aber dazu bei, dass die Seleção mit einem Sieg über Peru und einem Remis in Argentinien wieder Kurs Richtung WM 2018 genommen hat.

Eine gezielte Provokation?

Dass der Neymar-Clan ausgerechnet in der Woche vor dem Clásico (ab 18:15 Uhr im Liveticker) für massive Unruhe im Barca-Lager sorgt, kann durchaus als gezielte Provokation verstanden werden. Denn klar ist: Das Signal, dass Neymar trotz seines bis Sommer 2018 laufenden Vertrages zu haben sein könnte, wird bei den Top-Klubs europaweit für helle Aufregung sorgen. Einen anderen Weltstar seines Kalibers und Alters, der noch fast ein Jahrzehnt auf allerhöchstem Niveau spielen kann, gibt es derzeit im Weltfußball weit und breit nicht.
Barcelona sollte also gewarnt sein - und genau das dürfte die Absicht von Neymar sr. sein - doch rechtstaatliche Verfahren kann der Fußball dennoch nicht außer Kraft setzten, selbst in Spanien nicht (mehr). Und das ist auch gut so.
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