DFB-Team mit Pflichtsieg

Michael Ballack (4.) und Marcell Jansen (9.) im ersten sowie Bastian Schweinsteiger (47.) und Lukas Podolski (50.) im zweiten Durchgang sorgten jeweils für einen Doppelschlag kurz nach Anpfiff. Doch das DFB-Team trat gegen Fußballzwerg Liechtenstein bei weitem nicht riesig auf und siegte "nur" 4:0.

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Mit diesem Pflichtsieg verteidigte die deutsche Mannschaft in der WM-Qualifikationsgruppe vier den Platz an der Tabellenspitze und hat weiterhin vier Punkte Vorsprung auf das zweitplatzierte Team aus Russland, das Aserbaidschan zuvor mit 2:0 bezwang.
Bundestrainer Joachim Löw war nach dem Spiel insgesamt zufrieden: "Wir haben unsere Pflicht erfüllt. Sicher hätten wir ein paar Tore mehr schießen können, aber es war eine engagierte Leistung der Mannschaft. Nach den frühen Toren zu Beginn beider Halbzeiten haben wir aber auch Phasen gehabt, wo weniger nach vorne lief. Ganz wichtig ist jetzt das Spiel gegen Wales. Da erwartet uns wieder ein defensiv eingestellter Gegner."
1. Halbzeit:
Das DFB-Team begann, wie man es sich vor dem Spiel erhofft hatte: offensiv und mit viel Drang zum Tor. Gleich in der vierten Minute ging Deutschland durch Michael Ballack in Führung. Der Kapitän nahm einen Pass von Bastian Schweinsteiger auf und verwandelte sehenswert per Volley zur Führung in die Maschen. Die nächste Möglichkeit bedeutete auch gleich das 2:0. Marcel Jansen traf nach einem Abpraller von Keeper Peter Jehle, der einen Schuss von Lukas Podolski nicht festhalten konnte, in die linke obere Ecke (9.).
In der Folge ließ es die Mannschaft von Löw etwas ruhiger angehen und der Fußballzwerg aus Liechtenstein stellte sich besser auf die Heimelf ein. Allerdings schafften es die Liechtensteiner auch nicht, eigene Chancen zu kreieren. Meist verloren sie bereits an der Mittellinie den Ball.
Das Spiel verflachte mehr und mehr, weil sich das Team von Trainer Hans-Peter Zaugg immer besser auf die deutsche Elf einstellte und viele Pässe in die Spitze abfing.
Als die Zuschauer begannen, Unmutsäußerungen zu bekunden, drehten die "Adler" wieder mehr auf. Der gut aufgelegte Podolski verfehlte das Gehäuse zunächst nur knapp am rechten Pfosten (38.), fünf Minuten später traf er mit einem weiteren satten Schuss das linke Außennetz. Marcell Jansen hätte kurz zuvor für eine höhere Halbzeitführung sorgen können, als er einen Kopfball gegen die Latte setzte (40.).
2. Halbzeit:
Wie im ersten Durchgang legte das DFB-Team los wie die Feuerwehr. Mit einem Doppelpack bauten die Hausherren schnell die Führung zum 4:0 aus. Zunächst musste Schweinsteiger nach Vorarbeit von Podolski nur noch einschieben (48.). Allerdings stand Podolski zuvor im Abseits, das Tor hätte nicht zählen dürfen. Dann war es Podolski selbst, der den vierten Treffer besorgte. Dem Bayern-Stürmer fiel eine abgefälschte Flanke von Mario Gomez aus acht Metern vor die Füße und der 23-Jährige vollendete sicher in die rechte Ecke (50.).
In der 54. Minute gab es den ersten Torschuss der Liechtensteiner zu sehen. Der beim AC Siena in der italienischen Serie A kickende Mario Frick prüfte den beschäftigungslosen DFB-Schlussmann Robert Enke mit einem Schuss aus 20 Metern. Enke hatte damit aber keine Probleme.
Danach ging es wieder nur in eine Richtung, ohne dass es jedoch die großen Chancen gab. Der eingewechselte Patrick Helmes hatte noch eine der dicksten Gelegenheiten, als er aus fünf Metern eine Direktabnahme artistisch über das Tor bugsierte (69.). Zehn Minuten später war es erneut der Bayer-Stürmer, der aus spitzem Winkel am Liechtensteiner Schlussmann scheiterte.
Der glücklose Gomez, der zwar über 90 Minuten bemüht war, aber seine Genauigkeit im Abschluss vermissen ließ, traf in der 85. Minute nach feinem Pass des eingewechselten Marko Marin nur den Pfosten.
Spieler des Spiels: Bastian Schweinsteiger
Der 24-Jährige überzeugte in seinem 64. Länderspiel und sprühte vor Spielfreude. Das 1:0 durch Ballack bereitete der Mittelfeldspieler mit feinem Pass vor, das 3:0 erzielte er selbst. Bei seiner Auswechslung in der 88. Minute wurde "Schweini" von den Zuschauern gefeiert.
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