Argentinien geschlagen

Nächster Rückschlag in der WM-Qualifikation für Argentinien. Nachdem die Auswahl von Trainer Diego Armando Maradona die 1:6-Klatsche von Bolivien mit einem knappen 1:0 gegen Kolumbien einigermaßen verdaut hatte, folgte nun eine weitere 0:2 (0:0)-Niederlage in Ecuador.

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"Ich bin stolz, der Trainer dieser Mannschaft zu sein. Sie hat alles getan, was ich eingefordert habe", erklärte Maradona trotz der Niederlage und stellte sich damit demonstrativ hinter seine Spieler. Carlos Tevez hatte im Estadio Olimpico Atahualpa von Quito in der 11. Minute die große Chance zur Führung für die "Albiceleste", doch der Angreifer verschoss den Elfmeter.
Messi ohne Glanz
So nutzten die Gastgeber in der heimischen Höhe von rund 2.800 Metern über dem Meeresspiegel in der zweiten Halbzeit ihre Möglichkeiten. Walter Ayovi markierte in der 72. Minute das 1:0, Pablo David Palacios Herreria traf zwölf Minuten später zum 2:0-Endstand. Argentiniens Superstar Lionel Messi fiel überhaupt nicht auf, Bayern-Profi Martin Demichelis brachte keine Ruhe in die Abwehr, und auch der eingewechselte Routinier Juan Verón konnte keine Akzente setzen.
"In den ersten 45 Minuten haben sie nichts getan und in der zweiten Halbzeit haben sie von zwei Toren profitiert, die der Fußball ihnen geschenkt hat", urteilte Maradona über den Erfolg der Gastgeber. Ecuador schob sich durch den Heimsieg als Tabellenfünfter der Südamerika-Qualifikation mit 20 Punkten bis auf zwei Zähler an den Vierten Argentinien heran. Da nur die ersten vier Mannschaften direkt für die WM 2010 qualifiziert sind, muss das Maradona-Team weiter zittern.
Robinho trifft für die "Seleçao"
Rekordweltmeister Brasilien fehlen hingegen nur noch drei Punkte zur Qualifikation für Südafrika. Die Mannschaft von Trainer Carlos Dunga gewann in Recife mit 2:1 (1:1) gegen Paraguay. "Wir brauchen nur drei Punkte. Der Confederations Cup ist schön, aber die Quali hat Priorität", stellte Dunga klar, dessen Team mit 27 Punkten die alleinige Führung vor Chile (26) übernahm, das Bolivien 4:0 (1:0) schlug.
Nach dem 4:0 in Uruguay war es der erste Doppeltriumph Brasiliens in einer Qualifikations-Woche seit sechs Jahren. Dabei hatte der Abend im Arruda-Stadion in Recife für die Hausherren nicht gut begonnen, denn Roberto Cabanas brachte die Gäste in der 25. Minute per abgefälschtem Freistoß in Führung. Vor 56.000 Zuschauern drehte der Rekordweltmeister aber durch Treffer von Robinho (40.) und Nilmar (49.) den Spieß um. Toll war die Leistung der wieder ohne die Veteranen Ronaldo und Ronaldinho angetretenen Brasilianer, die den siebten Sieg im 14. Quali-Spiel feierten, aber nicht. "Das war nicht begeisternd", stellte das Sportportal "Globoesporte" fest.
Riesenparty in Chile, Bielsa aber warnt
Die "Mannschaft der Stunde" ist Chile. Die Andenkicker bezwangen Bolivien in Santiago 4:0, liegen mit 26 Punkten auf Platz zwei vor Paraguay (24) und sind ihrer ersten WM-Teilnahme seit 1998 sehr nahe. Jean Beausejour (43.), Marco Estrada (73.) und Alexis Sánchez (77./89.) erzielten die Tore. Zehntausende feierten auf den Straßen von Santiago, aber der frühere argentinische Nationalcoach Marcelo Bielsa warnte: "Geben wir nicht das Geld aus, das wir noch nicht haben."
Der nächste Doppelspieltag in Südamerika geht erst im September über die Bühne. Bis dahin wird Maradona wohl viele schlaflose Nächte verbringen, zumal gleich das Giganten-Duell gegen Brasilien in Buenos Aires ansteht. "Wir haben uns innerhalb der Gruppe dazu verpflichtet, Brasilien zu schlagen", sagte "Dieguito". Aber Gegner Robinho konterte: "Mit einem Sieg machen wir den Quali-Sack zu".
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