Brasilien: Staatspräsident Lula wünscht nur Spieler von brasilianischen Vereinen in Seleção - bald ohne Vini Jr.? -

Brasiliens Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva hat einen Ausschluss von Spielern in der Nationalmannschaft gefordert, die nicht in der brasilianischen Liga spielen. Diese seien "keine guten Spieler", sagte der 78-Jährige in einem Interview mit dem heimischen Medium "O Povo CBN". Bei Brasiliens 2:1-Sieg in der WM-Qualifikation gegen Chile hatten zuletzt zwei heimische Profis getroffen.

Vinicius Junior traf in 35 Partien für Brasilien nur fünfmal.

Fotocredit: Getty Images

Igor Jesus und Luiz Henrique spielen jeweils bei Botafogo Rio de Janeiro im Campeonato Brasileiro Série A.
"Ich habe dem Präsidenten des brasilianischen Fußballverbands CBF (Ednaldo Rodrigues) in den vergangenen Tagen gesagt: 'Warum berufst du nicht nur Spieler aus der brasilianischen Liga?'", fragte Lula. Durch die beiden Tore gegen Chile sehe sich der 78-Jährige bestätigt.
"In Brasilien gibt es gute Spieler von gleicher Qualität. Diejenigen, die im Ausland spielen, sind nicht besser als die, die hier spielen. Also gebt denjenigen, die hier sind, eine Chance", forderte der Fan der Corinthians aus São Paulo.
In Europa gebe es "eine Menge junger Spieler, die noch keine Stars sind", also "keinen Garrincha oder Romário", sagte der Politiker der Arbeiterpartei Partido dos Trabalhadores. Dies darf als indirekte Kritik unter anderem an Vinicius Jr. gewertet werden. Der Star von Real Madrid und Anwärter auf den Ballon d'Or traf in 35 Spielen für die Seleção nur fünfmal.

Brasiliens Seleção kriselt

Die brasilianische Nationalmannschaft befindet sich in einer sportlichen Krise. In der WM-Quali Südamerikas für das Turnier 2026 in den USA liegt der fünfmalige Weltmeister nach neun Spielen und 13 Punkten nur auf dem vierten Rang (zur Tabelle). 
Ein Ausschluss von im Ausland spielenden Brasilianern würde beispielsweise Vini Jr., Rodrygo, Endrick (Real Madrid), Marquinhos (Paris Saint-Germain), Ederson (Manchester City), Alisson Becker (FC Liverpool) und Neymar (Al-Hilal) betreffen. Trainer Dorival Júnior hat bisher keine Anzeichen gegeben, dem Wunsch des Staatspräsidenten nachzukommen.
In der Oktober-Länderspielpause berief Dorival Júnior vier Spieler aus der heimischen Liga in den 23-köpfigen Kader. Am Mittwoch empfängt Brasilien Peru in Brasilia.
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Quelle: Perform


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