3 Dinge, die auffielen: Torgarant Müller, Zauberfuß Özil und Löws Meilenstein

Deutschland besiegt Tschechien in der WM-Qualifikation klar. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw sprühte beim 3:0 (1:0)-Erfolg gegen den vermeintlich stärksten Gegner in der Gruppe C vor Spielfreude. Vor allem Thomas Müller und Mesut Özil gehörten zu den besten Akteuren auf dem Platz. Außerdem hatte Löw neben dem Dreier noch einen weiteren Grund zum Feiern. Diese 3 Dinge fielen besonders auf:

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Torgarant Müller:

In der Nationalmannschaft ist auf Thomas Müller wieder Verlass. Während es beim FC Bayern in dieser Saison für den Angreifer (5 Bundesliga-Spiele, 0 Tore) nicht rund läuft, trifft er im DFB-Trikot.
In der laufenden WM-Qualifikation bereits zum vierten Mal. Nach seinen beiden Toren beim 3:0 in Norwegen "müllerte" es auch gegen Tschechien. Die EM-Flaute (0 Tore) ist endgültig abgehakt.
Müller ist wieder ein echter Torgarant. Nach toller Vorarbeit von Mario Götze und Mesut Özil musste Müller den Ball mit dem rechten Fuß nur noch diagonal zum 1:0 (13.) ins Tor schieben.
Beim 3:0 (65.) gegen Tschechien bediente ihn Jonas Hector von der linken Seite vorbildlich. "Raumdeuter" Müller stand wieder perfekt. Kein anderer im Team besitzt ein besseres Positionsspiel.
In seinem 80. Länderspiel erzielte er die Treffer 35 und 36. Davon schoss er 30 Tore (83,3 Prozent) in DFB-Pflichtspielen. Ein absoluter Topwert.
Müller machte vier Wochen nach dem Norwegen-Spiel zum ersten Mal in seiner DFB-Karriere das zweite Doppelpack hintereinander perfekt.
Ein weiterer Fakt: Immer wenn Müller traf, hat die deutsche Mannschaft nie verloren.

Zauberfuß Özil:

Die neue Rückennummer 10 scheint den Mittelfeld-Regisseur regelrecht zu beflügeln. Gegen Tschechien wirbelte Mesut Özil zwischen den Reihen, spielte blitzgescheite Pässe und bereitete das 1:0 vor.
Nach dem Nationalmannschafts-Rücktritt von Lukas Podolski übernahm er Anfang September vorm Norwegen-Spiel die Nummer 10 - und seither spielt Özil auch wie ein echter Zehner.
Zwischen den Linien bewegte sich Özil perfekt. Mit dem Ball am Fuß ging es schnurstracks nach vorne. Gegen Tschechien zählte Özil neben Mats Hummels und Müller zu den besten Spielern.
Vor dem 3:0 von Müller (65.) bugsierte Özil (Passquote: 94 Prozent) die Kugel millimetergenau in den Zwischenraum für Jonas Hector, der Müller von der linken Seite bediente.
In seinen 82 Länderspielen - damit zog Özil mit Ex-Nationalspieler Arne Friedrich gleich - bereitete er seit seinem DFB-Debüt im Frühjahr 2009 insgesamt 35 Tore vor.
Kein anderer Spieler ist aktuell besser, was die Anzahl der Torvorlagen betrifft. In dieser Form ist Özil der offensive "Leader" auf dem Platz, den man in ihm solange vergeblich suchte.

Löws Meilenstein:

Bundestrainer Joachim Löw forderte gegen Tschechien einen Sieg - der ihm auf dem Silbertablett geliefert wurde. Der 56-Jährige vertraute im zweiten WM-Qualifikationsspiel seinen altbewährten Kräften.
Nur Jérôme Boateng kehrte nach langer Verletzungspause (Muskelbündelriss) in die DFB-Startelf zurück und Benedikt Höwedes ersetzte im Abwehrzentrum.
Löw stellte seine Mannschaft perfekt auf den Gegner ein. Deutschland begann in seinem 140. Länderspiel als Bundestrainer schwungvoll und torgefährlich, ließ Tschechien keine Chance.
Aber Löw konnte sich nicht nur über den Sieg freuen, denn mit dem Meilenstein von 140 Spielen zog der DFB-Coach an Helmut Schön vorbei. Jetzt hat Löw nur noch Sepp Herberger vor sich.
Der legendäre "Chef", der die Nationalmannschaft 1954 zum ersten WM-Triumph geführt hatte, betreute die deutschen Kicker 168 Mal.
Löw hatte den Posten des Bundestrainers im August 2006 von Jürgen Klinsmann übernommen und Deutschland 2014 in Brasilien zum WM-Triumph geführt.
Von seinen 140 Länderspielen gewann er 94 Begegnungen (23 Unentschieden, 23 Niederlagen). Eine beeindruckende Statistik.
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