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Deutschland qualifiziert sich für WM: Traumtor von Sebastian Rudy
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Publiziert 05/10/2017 um 22:36 GMT+2 Uhr
Die deutsche Nationalmannschaft ham am vorletzten Spieltag der WM-Qualifikation das Ticket für die Endrunde 2018 in Russland gelöst. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw gewann in Belfast gegen Gastgeber Nordirland mit 3:1 (2:0). Sebastian Rudy stellte die Weichen mit einem Traumtor früh auf Sieg (2.), Sandro Wagner und Joshua Kimmich legten nach. Josh Magennis gelang lediglich der Anschluss.
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So lief das Spiel:
Acht Spiele, acht Siege - klarer Tabellenführer. Die deutsche Nationalmannschaft wollte auch gegen Nordirland bestehen und die makellose Bilanz weiter ausbauen. Gegen den Außenseiter setzte Jogi Löw auf einen Bayern-Block in der Abwehr. Joshua Kimmich, Jérôme Boateng und Mats Hummels verteidigten neben Berlins Marvin Plattenhardt und vor Marc-André ter Stegen. In der Offensive überraschte der Bundestrainer mit Hoffenheim-Akteur Sandro Wagner.
Wenig überraschend war hingegen die taktische Aufstellung der Gastgeber. Von Beginn an stellten sich die Nordiren tief in die eigene Hälfte - wollten mit einer Mauer-Taktik gegen den Favoriten bestehen. Doch bereits in der 2. Minute ging dieser Plan nach hinten los. Kimmich legte den Ball in den Rückraum auf Sebastian Rudy, der aus 25 Metern abzog. Die Kugel landete unhaltbar im rechten Torwinkel. Ein absolutes Traumtor des Bayern-Spielers und die frühe deutsche Führung.
Die Löw-Elf blieb nach dem Treffer am Drücker und vor allem in Person von Wagner sehr torgefährlich. In der 6. Minute scheiterte der Angreifer nach einer Kimmich-Flanke aus fünf Metern am stark reagierenden Michael McGovern, elf Minuten später köpfte er den Ball erneut nach einer Hereingabe von Kimmich an den linken Torpfosten.
In der 21. Minute macht Wagner es dann besser. Aus 18 Metern zentraler Position zirkelte er die Kugel stark ins linke Toreck. Das Kräfteverhältnis war schnell geklärt und auch in der Folge blieb die deutsche Mannschaft das überlegene und tonangebende Team. Vor allem über die rechte Seite lief der Ball gut - Kimmich machte einen starken Job, lieferte beim Wagner-Treffer im Übrigen seine achte Torvorlage in dieser WM-Qualifikation und ist damit aktueller Top-Vorbereiter.
Auch im zweiten Durchgang blieb die deutsche Mannschaft das bessere Team, agierte sehr durchdacht und mit viel Ruhe im Aufbauspiel. Im letzten Drittel war es nach wie vor enorm eng - doch vor allem über die Flügel näherten sich die Gäste dem gegnerischen Tor immer wieder an.
Mitte des zweiten Durchgangs öffneten die Nordiren dann aber ihr Defensivbollwerk, versuchten selbst die Initiative zu ergreifen und auf das Anschlusstor zu gehen. Die Hausherren setzten dementsprechend zwar höher an, konnten die deutsche Defensive allerdings nur selten in Bedrängnis bringen. Die beste Gelegenheit gehörte dem eingewechselten Conor Washington. Der Angreifer knallte die Kugel in der 77. Minute freistehend aus zehn Metern an die Latte.
In der Drangphase der Nordiren brachte Plattenhardt den Ball in der 86. Minute von der linken Seite ins Zentrum. Jonny Evans klärte unzureichend vor die Füße von Kimmich, der die Kugel aus spitzem Winkel in die Maschen jagte.
Den Schlusspunkt setzten allerdings die Gastgeber. In der Nachspielzeit brachte Gareth McAuley den Ball aus der rechten Strafraumhälfte per Kopf an den Fünfmeterraum - Josh Magennis verlängerte die Kugel von dort freistehend in die Maschen.
Die Stimmen:
Sebastian Rudy (Deutschland): "Es freut mich natürlich auch für die Mannschaft. Es war über die gesamte Zeit schwer und wichtig, dass wir ein frühes Tor geschossen haben, dass wir ein bisschen Ruhe ins Spiel bringen konnten. Wir haben das Spiel die ganze Zeit dominiert. Der Gegner hat das Spiel ein bisschen langsam gemacht, uns spielen lassen."
Joshua Kimmich (Deutschland): "Entscheidend war, dass wir früh in Führung gegangen sind, dass wir direkt hellwach und da waren. Wir wussten natürlich, dass die Nordiren noch kein Gegentor bekommen haben - außer die ersten beiden gegen uns im Hinspiel. Von daher wussten wir, dass es sehr schwer werden wir, hier ein Tor zu erzielen. Dass wir so früh in Führung gegangen sind und direkt nachgelegt haben, war der Grundstein."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Furiose Offensive
Die deutsche Elf beherrscht die Gruppe C wie keine andere Mannschaft. Alle neun Spiele konnte die Löw-Elf für sich entscheiden. Auffällig dabei ist die furiose Offensive der Mannschaft.
38 Tore erzielte Deutschland - über vier Tore im Schnitt. Insgesamt 19 unterschiedliche Spieler sorgten dabei für die deutschen Treffer. Kein anderes Team stellt so viele verschiedene Torschützen. Eine mehr als ordentliche Variabilität.
Die Statistik: 1
Lang, lang ist's her, dass Boateng zuletzt das Trikot der deutschen Nationalmannschaft tragen durfte und konnte. Verletzungen warfen den Abwehrchef immer wieder zurück - nun ist der Innenverteidiger back in Business.
Ein Jahr nach seinem letzten Einsatz für die deutsche Elf. Damaliger Gegner war übrigens Nordirland. Zufälle gibt's.
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