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Miroslav Klose soll die Offensivabteilung der Nationalmannschaft wieder auf Kurs bringen
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Publiziert 10/11/2016 um 16:37 GMT+1 Uhr
Die Rückkehr von Miroslav Klose ins DFB-Team kam für viele einigermaßen überraschend. Dabei steckt hinter dem Comeback des inzwischen 38-Jährigen als Trainer-Azubi ein klarer Plan von Bundetrainer Joachim Löw: Klose ist die Lösung für ein zuletzt immer stärker ans Licht getretenes Problem der Nationalmannschaft und könnte damit ein entscheidender Faktor auf dem Weg zur WM-Titelverteidigung sein.
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Es war natürlich ein freudiges Wiedersehen, als Miroslav Klose vor dem WM-Qualifikationsspiel in San Marino (Freitag, 20:45 Uhr im Liveticker) am Mittwochabend in Misano wieder mit der deutschen Nationalmannschaft auf dem Trainingsplatz stand.
"Ich bin sehr froh, wieder Teil dieser großen Familie zu sein und die Möglichkeit bekommen zu haben, hier reinzuschnuppern", sagte der Trainer-Novize auf der Pressekonferenz am Donnerstag und ergänzte gewohnt sachlich:
Klose ist längst eine Legende im deutschen Fußball und als WM- sowie DFB-Rekordtorschütze auf einer Stufe mit Franz Beckenbauer, Uwe Seeler, Günter Netzer. Doch nicht nur aufgrund seiner sportlichen Leistungen überzeugte Klose, besondere Wertschätzung erfuhr er auch wegen seiner ruhigen und besonnenen Art, die ihn über die Jahre zu einem "Vorbild an Professionalität und Menschlichkeit" (Oliver Bierhoff) werden ließ.
Klose: "Ich kann auch laut!"
Sein außergewöhnlicher Charakter brachte ihm mit Blick auf die von ihm angestrebte Trainertätigkeit jedoch auch einige kritische Stimmen ein. Nach außen wirkt Klose zurückhaltend - eine Eigenschaft, die in der Regel guten Trainern nicht zugeschrieben wird.
Das Image, das Klose in der Öffentlichkeit anhaftet, hat mit seinem Auftreten innerhalb der Mannschaft aber relativ wenig zu tun. Löw sah den Stürmer schon immer als Führungspersönlichkeit und hat bezüglich dessen Eignung als Coach keinerlei Zweifel. "Auf Miro war und ist immer Verlass, daher freue ich mich sehr, dass er jetzt zu unserem Team gehört. Ich bin sicher, dass wir Trainer genauso wie die Spieler sehr von seiner Anwesenheit und Mitwirkung profitieren werden", sagte der Bundestrainer. Und auch Klose erklärte:
Welche Rolle Klose, der laut eigenen Angaben bei seiner Rückkehr vor der Mannschaft weder "singen" noch "strippen" musste, in der Nationalmannschaft nun genau zukommt, erklärte Löw ausführlich. "Miro hat viel Erfahrung, wir werden ihn in den nächsten Monaten einarbeiten, dann wird er sich ganz speziell bei uns um Offensivarbeit kümmern", sagte der 56-Jährige:
Khedira: "Klose ist ein absoluter Gewinn"
Damit ist klar: Klose soll in Zukunft den Mannschaftsteil wieder auf Vordermann bringen, der zuletzt etwas geschwächelt hat. Auch Löw übte jüngst Kritik an der Offensivabteilung, der es seiner Meinung nach zuletzt vor allem an der nötigen Kaltschnäuzigkeit mangelte. Bei seiner rückblickenden EM-Analyse erklärte er: "Wir benötigen zu viele Schüsse für ein Tor. Schon in der Qualifikation für die EM konnten wir sehen, dass das eine Schwachstelle von uns war. Wir benötigen zu viele Chancen. Das war auch in Frankreich beim Turnier so."
Das soll sich mit Klose nun aber ändern, wie auch Sami Khedira - nach der krankheitsbedingten Absage von Manuel Neuer gegen San Marino höchstwahrscheinlich Kapitän - anmerkte: "Er ist eine Respektsperson, gerade für die jüngeren Offensivspieler kann er daher ein absoluter Gewinn sein. Auch ich habe das als jüngerer Spieler erleben dürfen. Er kann sicherlich ein belebendes Element sein und eine andere Sicht auf die Dinge einbringen."
Beim WM-Qualifikationsspiel in San Marino werden Kloses Tipps wohl noch nicht nötig sein. Gegen den 201. der Weltrangliste sollte der deutsche Sturm, in dem Mario Gomez als zentrale Figur agieren wird, auch ohne die Expertise des neuen Offensiv-Trainers das eine oder andere Tor zustande bringen. Wenn nicht, dann hätte Trainer Löw jedoch noch ein Ass im Ärmel, wie er bei der Pressekonferenz mit einem Augenzwinkern bekanntgab:
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