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WM-Qualifikation: Italien holt nach Patzer von Buffon noch einen Punkt gegen Spanien
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Publiziert 06/10/2016 um 22:37 GMT+2 Uhr
Italien hat am zweiten Spieltag der WM-Qualifkation durch einen zweifelhaften Elfmeter einen Punkt gegen Spanien ergattert. Im Topspiel der Gruppe G trennten sich die beiden Favoriten auf den Gruppensieg mit 1:1 (0:0). Vitolo hatte die Gäste nach einem bösen Patzer von Italiens Keeper Gianluigi Buffon in Führung gebracht (55.). Daniel De Rossi glich nach 82 Minuten per zweifelhaftem Elfmeter aus.
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Italien gegen Spanien - die Neuauflage des EM-Achtelfinalspiels 2016 (2:0) und des EM-Finals von 2012 (0:4). Von Spaniens neuem Nationaltrainer Julen Lopetegui wird ein Spielstil hin zum "Tiki-taka 2.0" erwartet, doch gegen Italien war dies schlichtweg nicht möglich. Die Spanier ließen den Ball zwar gewohnt durch die eigenen Reihen laufen, konnten allerdings keine vertikalen Pässe in die Tiefe einstreuen. Italien stand defensiv mit einer Fünferkette am oder im eigenen Strafraum und tat nichts für das Spiel.
Typisch für die erste Hälfte: Spanien suchte die Lücke, ging irgendwann kurz ins Risiko, doch irgendwo war immer ein Kopf oder Fuß eines Italieners dazwischen, der zur Ecke klärte. Ansonsten "streichelte" Spaniens Stürmer Diego Costa Bonucci zweimal völlig unnötig durch's Gesicht, einmal gab es sogar einen Kopfstoß. Der Heißsporn vom FC Chelsea sah allerdings erst kurz vor der Pause die längst fällige Gelbe Karte.
Die zweite Halbzeit begann zunächst sehr zäh, dann unterlief Italiens Nationaltorhüter Gianluigi Buffon in seinem 165. Länderspiel ein grober Schnitzer: Der 38-Jährige wollte einen Steilpass auf Vitolo außerhalb des Strafraums wegschlagen, trat jedoch neben den Ball und lud den Spanier zum Führungstreffer ein. Nach dem Rückschlag beteiligte sich Italien allerdings endlich am Spiel. Auch die Einwechslung des ehemaligen Dortmund-Stürmers Ciro Immobile trug dazu bei.
Mit dem tollen Publikum im Rücken kam Italien zu guten Chancen und letztlich zum Foulelfmeter, den De Rossi sicher verwandelte. Die hitzige Schlussphase mit einigen Fouls verhinderte wohl einen noch spannenderen Schlagabtausch. Die Italiener unterstrichen jedoch einmal mehr, weshalb sie so unangenehm zu bespielen sind.
Stimmen zum Spiel:
Daniele De Rossi (Italien): "Ich müsste den Elfmeter nochmal sehen. Ich glaube aber, er war gerechtfertigt. Wir haben gekämpft und alles gegeben, das Ergebnis geht in Ordnung."
Giampero Ventura (Nationaltrainer Italien): "Wir wussten, dass Spanien mehr Ballbesitz haben wird, ansonsten haben wir aber kaum Probleme bekommen. Später haben wir uns gute Möglichkeiten erspielt. Es ist ein gutes Ergebnis."
Vitolo (Spanien): "Ich hatte die Chance, auf 2:0 zu erhöhen, habe sie aber nicht genutzt. Dennoch haben wir einen wichtigen Punkt geholt und fahren zufrieden nach Hause."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Brych behält die Ruhe
Erst die Hand im Gesicht von Bonucci, dann der Ellbogen, dann wieder die Hand, zwischendurch ein Kopfstoß. Spaniens Diego Costa bettelte mit allen Mitteln um eine Verwarnung, doch Schiedsrichter Felix Brych wartete bis zur 45. Minute, ehe er dem Chelsea-Stümer die Gelbe Karte zeigte. Nach der Pause schlug Costa einen Ball unnötigerweise weg, doch Brych beließ es bei einer Ermahnung, statt den längst fälligen Platzverweis auszusprechen.
Ansonsten leitete der 41 Jahre alte Münchner die teils hitzige Partie sehr souverän, auch beim zweifelhaften Elfmeterpfiff urteilte er nach Absprache mit seinem Assistenten letzten Endes wohl richtig. Eder fiel im Zweikampf gegen Sergio Ramos zwar spektakulär, doch am Sprunggelenk gab es einen Kontakt.
Die Statistik des Abends: 45 Jahre plus X
Der letzte Sieg von Spanien in Italien datiert aus dem Jahr 1971, dort gewann La Roja in Cagliari 2:1. Lange sah es so aus, als sollte diese Serie nach 45 Jahren enden, Spanien war weit über eine Stunde lang die deutlich spielbestimmende Mannschaft und führte auch. Doch die Italiener spielten italienisch und sicherten sich den wichtigen Punkt.
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