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WM-Qualifikation: Spiel zwischen Frankreich und Schweden im Schatten des Terror-Jahrestages
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Publiziert 11/11/2016 um 10:45 GMT+1 Uhr
Stilles Gedenken an die Opfer, aber auch die Angst vor neuem Terror: Wenn Frankreichs Nationalmannschaft am Freitag (20:45 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) in Saint-Denis auf Schweden trifft, sind die schrecklichen Geschehnisse von vor einem Jahr vielleicht verarbeitet, aber keinesfalls vergessen.
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"Das wird Teil unserer Geschichte bleiben, es waren Tage voller Emotionen", sagte Trainer Didier Deschamps vor der Partie der beiden punkt- und torgleichen Teams in der Qualifikations-Gruppe A zur Fußball-WM 2018 in Russland.
Im Vorlauf des Spiels zwischen Frankreich und Deutschland am 13. November 2015 starben in Stadionnähe vier Menschen, darunter zwei Selbstmordattentäter.
Unvergessene Nacht
Seinerzeit verbrachten die beiden Mannschaften aus Sicherheitsgründen die Nacht im Stade de France. Verständlicherweise nicht vorbereitet auf eine solches seinerzeit schwer vorstellbares Szenario. Das soll den schwedischen Gästen nicht passieren. Sie erhielten genaueste Anweisungen, wie sie sich im Falle einer erneuten Bedrohung zu verhalten haben.
"Die Spieler sollen genau wissen, was zu tun ist, wenn wir plötzlich den Rasen verlassen müssen. Genauso, wie man in einem Hotel immer wissen sollte, wo sich der Notausgang befindet", sagte Janne Gustavsson, Sicherheitschef des nationalen Fußballverbandes, der Zeitung "Aftonbladet".
Ausnahme-Regelung nimmt die Brisanz
Um der Partie ein wenig die Brisanz zu nehmen, findet sie nicht, wie ursprünglich vorgesehen, exakt am Jahrestag der tragischen Geschehnisse am Sonntag, sondern bereits 48 Stunden vorher statt. Dafür hat der Fußball-Weltverband FIFA eine Ausnahmegenehmigung erteilt, grundsätzlich müssen eigentlich alle Partien einer Gruppe zur gleichen Zeit stattfinden.
Doch schließlich, so begründeten die Franzosen ihren Antrag bei der FIFA, sind zahlreiche Gedenkveranstaltungen in der Hauptstadt geplant. Denn parallel zu den tödlichen Attacken am Stadion waren bei weiteren Anschlägen im Konzertklub Bataclan sowie auf Bars und Restaurants insgesamt 130 Menschen zu Tode gekommen.
Sowohl im Stadion als auch im Bataclan - die Location wird am Samstag mit einem Konzert des englischen Rockstars Sting wiedereröffnet - wurden die Sicherheitsmaßnahmen im Vergleich zum Vorjahr verschärft. Auch ganz im Sinne von Deschamps, für den die Partie angesichts der verhängnisvollen Vorgeschichte sportlich ohnehin nicht die allerhöchste Priorität hat: "An diesem Spiel hängt nicht alles."
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