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Deutschland schießt auch Island ab: Dritter Sieg unter Hansi Flick in der WM-Qualifikation
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Publiziert 08/09/2021 um 22:40 GMT+2 Uhr
Die deutsche Nationalmannschaft hat auch das dritte Spiel unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick gewonnen und damit die Tabellenführung in der WM-Qualifikationsgruppe J behauptet. In Island gewann die DFB-Elf ungefährdet 4:0 (2:0). Die Treffer erzielten Serge Gnabry (4.), Antonio Rüdiger (24.) und Leroy Sané (56.). Timo Werner besorgte kurz vor Abpfiff den Endstand (89.).
Serge Gnabry (r.) trifft für Deutschland
Fotocredit: Getty Images
Drei Tage nach dem überzeugenden 6:0 gegen Armenien verzichtete Bundestrainer Hansi Flick auf Experimente und veränderte seine Startelf auf nur einer Position. Für den angeschlagenen Marco Reus rückte Ilkay Gündogan beim DFB-Team in die Anfangsformation.
Die deutsche Mannschaft benötigte in Reykjavík keine lange Anlaufzeit und stellte die Weichen schon früh in der Partie auf Sieg. Über Joshua Kimmich und Leroy Sané gelangte der Ball am langen Pfosten zu Serge Gnabry, der aus kurzer Distanz keine Mühe hatte. Die Fahne des Assistenten ging wegen einer vermeintlichen Abseitsposition Gnabrys zwar direkt nach dem Treffer hoch, mit kurzer Verzögerung gab der VAR den Treffer aber gut (6.).
Mit dem frühen 1:0 im Rücken spielte es sich für Deutschland gegen überwiegend tief stehende Gastgeber leichter, Mitte der ersten Hälfte erhöhte die dominante DFB-Auswahl schließlich mit einer einstudierten Freistoßvariante auf 2:0. Kimmich chippte mit Gefühl aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo Antonio Rüdiger ebenso unbedrängt wie platziert in die lange Ecke einköpfte (24.).
Island fand gegen die ballsichere DFB-Elf nur selten den Weg aus der eigenen Hälfte, kam kurz vor der Pause aber immerhin zu einer guten Konterchance. Johann Gudmundsson konnte den fast beschäftigungslosen Manuel Neuer mit einem harmlosen Abschluss aus neun Metern schlussendlich aber nicht in Bedrängnis bringen (43.).
Deutschland blieb auch nach der Pause am Drücker und besorgte in Person Leroy Sané die endgültige Vorentscheidung. Leon Goretzkas Pass schloss der Bayern-Profi aus kurzer Distanz kompromisslos unter die Latte zum 3:0 ab (56.). Wenige Minuten später bekam Timo Werner das 4:0 auf dem Silbertablett serviert, beförderte den Ball nach Lukas Klostermanns Zuspiel aber aus fünf Metern über das leere Tor (62.).
Kurz vor Schluss trug sich der Chelsea-Angreifer dann doch noch in die Torschützenliste ein. Die Ablage von Blues-Teamkollege Kai Havertz vollendete Werner aus elf Metern über den Innenpfosten zum 4:0-Endstand (89.).
Die Stimmen:
Hansi Flick (Trainer Deutschland): "Neun Punkte aus den drei Spielen waren unser Ziel. Trotzdem bin ich nicht rundum zufrieden, ein paar Dinge können wir beim nächsten Mal noch besser machen. Wir wollten heute das Spiel gewinnen und auch schöne Tore erzielen - das haben wir geschafft."
Manuel Neuer (Deutschland): "Es war wichtig, dass wir wieder ein Zeichen setzen. Wir haben nichts anbrennen lassen und waren sehr dominant. Dementsprechend sind wir sehr zufrieden."
Antonio Rüdiger (Deutschland): "Es war wichtig, dass wir jetzt neun Punkte geholt haben. Heute hätten es aber mehr Tore sein müssen."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Ein kleines Manko bleibt
Auch wenn die drei Gegner im September keine wirkliche Herausforderung darstellten, war beim Team von Hansi Flick im Vergleich zur Löw-Ära bereits ein großer Unterschied zu erkennen: Nach Toren wird weiter nach vorne auf den nächsten Treffer gespielt. Auch gegen Island hielt die DFB-Elf bis zum Schluss den Druck aufrecht und ließ die Hausherren kaum einmal aus der eigenen Hälfe kommen. Einziges, altbekanntes Manko an diesem Abend stellte wieder mal der Torabschluss dar. Von fünf Großchancen vergab die deutsche Mannschaft gleich drei – bei konsequenter Chancenverwertung hätte der Sieg gegen Island noch deutlich höher ausfallen können.
Die Statistik: 3
Hansi Flick ist erst der zweite Bundestrainer, der seine ersten drei Länderspiele mit Deutschland allesamt ohne Gegentor gewinnt – zuvor gelang dies nur seinem ehemaligen Chef Joachim Löw.
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Quelle: Perform
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