Wer macht Löw den "Capitano"?

Mats Hummels, Manuel Neuer oder Bastian Schweinsteiger - nach dem Rücktritt von Philipp Lahm aus der Nationalmannschaft stellt sich die Kapitänsfrage.

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Die Meldung des Tages aus der Welt des Sports kam völlig überraschend: Philipp Lahm tritt mit sofortiger Wirkung aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurück. Diese Entscheidung hat der 30-Jährige Bundestrainer Joachim Löw bereits am vergangenen Montag mitgeteilt.
Welcher Spieler wird die Nationalmannschaft künftig als Kapitän auf das Spielfeld führen?
eurosport.yahoo.de stellt die Top-Kandidaten auf die Nachfolge von Lahm vor:
Mats Hummels (Borussia Dortmund / 36 Länderspiele / 4 Tore)
Der Innenverteidiger stand unter Löw lange auf der Kippe und schaffte seinen Durchbruch bei der WM in Brasilien mit Treffern gegen Portugal und Frankreich. Hummels zählt wegen seiner Zweikampfstärke und seiner exzellenten Spieleröffnung zu den besten Abwehrspielern der Welt. Auch im Ausland genießt BVB-Profi höchstes Ansehen. Der 25-Jährige ist ein Typ mit Ecken und Kanten - einer, der auch öffentlich für seine Meinung einsteht.
Manuel Neuer (Bayern München / 52 Länderspiele):
Der Welttorhüter und beste Keeper der WM-Endrunde hat in Brasilien noch einmal eine Schippe draufgelegt. "Manu, der Libero" hat die Fußball-Welt mit spektakulären Ausflügen aus dem Strafraum und Glanzparaden begeistert. Zudem spielte Neuer bei der WM insgesamt 244 Pässe, die beim eigenen Mitspieler ankamen. Der beste Spieler der WM, Lionel Messi, kam nur auf 242. Neuer besticht durch seine ruhige Art, seine enorme Konzentrationsfähigkeit und sein außergewöhnliches Können. Auch außerhalb des Platzes kommt er seiner Vorbildfunktion als Nationalspieler mit Bravour nach.
Bastian Schweinsteiger (Bayern München / 108 Länderspiele / 23 Tore):
Der 29-Jährige ist der erfahrenste aus dem Kreis der Nationalspieler, die für den Posten als DFB-Kapitän in Frage kommen. Bislang zweiter Spielführer, präsentierte sich Schweinsteiger in der Vergangenheit zumindest in der Öffentlichkeit sehr zurückhaltend in Bezug auf die Verantwortung, die er als Führungsspieler für die Mannschaft tragen sollte. Teamintern soll dies stets anders gewesen sein. Bei der WM wurden die von Löw oft zitierten Führungsqualitäten des "Agressive Leaders" erstmals für jedermann sichtbar. Schweinsteiger spielte nicht den Beleidigten, als er anfangs nicht zum Einsatz kam. Er steigerte sich im Verlauf des Turniers und opferte sich im WM-Finale gegen Argentinien in einer Art und Weise auf, die man in der Geschichte des Fußballs noch nicht oft zu sehen bekam.
Es war Schweinsteiger, der bei der Siegerehrung im Maracana-Stadion mit letzter Kraft voran ging. Wenige Minuten später posierte Schweinsteiger als Erster mit dem WM-Pokal vor den deutschen Fans. Auch menschlich hat der bodenständige Profi, der vom "Schweini" zu "Herrn Schweinsteiger" gereift ist, die Qualität, die Nationalmannschaft als Kapitän zu führen.
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Video: Lahm erklärt Rücktritt aus der DFB-Elf
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