WM 2022: Argentinien schlägt Mexiko und wendet vorzeitiges Aus in Katar ab - Lionel Messi leitet Sieg ein

Argentinien hat das vorzeitige Aus bei der WM in Katar abgewendet. Der zweimalige Weltmeister, der das Auftaktspiel in Gruppe C gegen Saudi-Arabien verloren hatte (1:2), bezwang am Samstag Mexiko 2:0 (0:0) und hat damit als Gruppenzweiter im abschließenden Gruppenspiel gegen Tabellenführer Polen das Weiterkommen in der eigenen Hand. Lionel Messi (64.) und Enzo Fernández (87.) erzielten die Tore.

Messi: "Das soll keine Entschuldigung sein, aber ..."

Quelle: MagentaTV

Argentinien-Trainer Lionel Scaloni zog aus dem 1:2-Debakel gegen Saudi-Arabien die nötigen Konsequenzen und trat das Spiel gegen Mexiko mit fünf neuen Spielern in der Startelf an. Argentinien lief nicht nur mit einer fast komplett anderen Abwehrreihe auf, sondern auch im Mittelfeld nahm Scaloni zwei Änderungen vor. Statt Nicolás Tagliafico, Cristian Romero, Nahuel Molina, Leandro Paredes und Papu Gómez ließ der Coach gegen Mexiko das Quintett um Gonzalo Montiel, Marcos Acuña, Alexis Mac Allister, Lisandro Martínez und Guido Rodríguez starten.
Die Gegner aus Mexiko, die mit einem torlosen Unentschieden ins Turnier gestartet haben, nahmen drei personelle Änderungen vor. Néstor Araújo, Andrés Guardado sowie Kevin Álvarez durften beginnen, während Jorge Sánchez, Edson Álvarez und Henry Martín vorerst auf der Bank Platz nehmen mussten.
Mit einer Fünferkette machten die Mexikaner der Albiceleste das Leben schwer. Hinzu kam, dass Argentinien lange Zeit selbst zu wenig einfiel. Daraus folgte ein chancenarmer erster Durchgang, der dafür einige Fouls zu bieten hatte. „El Tri“-Kapitän Andres Guadrado musste schließlich verletzungsbedingt von Érick Gutiérrez ersetzt werden (43.). Bis auf eine sehenswerte Parade von Emiliano Martínez nach einem direkten Freistoß durch Alexis Vega blieben beide Torhüter weitestgehend arbeitslos (45.).
Nach Wiederbeginn drehte die Scaloni-Elf auf und kreierte erste Torchancen. So war es in der 55. Minute Ángel di María, der von rechts in den Strafraum dribbelte und einen ersten Abschluss auf den Kasten von Mexico-Schlussmann Guillermo Ochoa abgab. Der Knoten sollte dann wenig später platzen: Der Juventus-Akteur bediente Lionel Messi, welcher aus rund 20 Metern höchstplatziert ins rechte untere Eck traf (64.).
Das Tor ließ Argentinien spürbar Selbstbewusstsein tanken, während Mexiko nervös wurde. Es dauerte ein bisschen, bis sich die Auswahl von Gerardo Martino wieder sortierte und die Lücken schloss. Eigene Chancen folgten jedoch nicht mehr, sodass Enzo Fernández auf der anderen Seite wenige Minuten vor Abpfiff zum verdienten 2:0-Endstand traf. Der 21-Jährige zirkelte den Ball nach Messi-Vorlage mit der Innenseite ins lange Eck (87).

Die Stimmen zum Spiel:

Lionel Scaloni (Trainer Argentinien): "Wir wussten, dass es ein schweres Spiel würde, weil Mexiko einen defensiven Stil spielt. Die erste Hälfte war nicht gut. Wir haben einige Anpassungen in der Pause vorgenommen und dann angefangen, besser zu spielen. Wir haben Zweikämpfe gewonnen. Ihr wisst, was passiert ist: Nummer zehn schießt das Tor, er macht das, was er am besten kann. Er hat Unterstützung von der ganzen Mannschaft. Es war mitreißend."
Lionel Messi (Argentinien): "Das war kein einfaches Spiel. Wir mussten nach dem letzten Spiel wieder zurückkommen… Eigentlich haben wir in der 1. Halbzeit so gespielt, wie wir uns das vorgenommen hatten. In der 2. Halbzeit lief es dann einfach ein bisschen besser. Jetzt sind wir wieder die, die wir eigentlich sein wollten… Heute war es ein Finale für uns. Wir mussten gewinnen und das haben wir geschafft."
Gerardo Martino (Trainer Mexiko): "Wir haben 60 Minuten den Kopf hoch gehalten gegen einen sehr starken Gegner. Aber wir haben einen kleinen Fehler im Mittelfeld gemacht - das war, als Messi den Ball bekam. Wie ich gestern gesagt habe: Dann kann er uns sehr wehtun. Wir müssen jetzt gegen Saudi-Arabien Tore schießen. Wir haben immer noch Chancen, aber es ist schwierig, wir brauchen auch einen Sieger im anderen Spiel."

Der Tweet zum Spiel:

Besonders im ersten Durchgang blieb ein Chancenfeuerwerk aus. Dafür sahen die Fans ein körperbetontes Spiel mit insgesamt 34 Fouls.

Das fiel auf: Die Erfahrung macht den Unterschied

In einem phasenweise zähen Spiel erwiesen sich die älteren Akteure als Matchwinner. Allen voran zählt zu ihnen Doppel-Scorer Messi mit 35 Jahren, aber auch der 34-Jährige Ángel di María, der wiederum zum 1:0 assistierte. Außerdem Acuña (31) ordentlich Dampf auf der linken Seite. Mit dem eingewechselten Torschützen Enzo Fernández (21) stach lediglich ein Youngster hervor. Es dürfte also an der Zeit sein, nach dem langersehnten Titel zu greifen. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg.

Die Statistik: 21

Lionel Messi gilt ohnehin schon als Legende und zählt zweifelsohne zu den besten Fußballern aller Zeiten. Mit seinem 21. WM-Spiel zog der PSG-Star nun mit einer anderen Ikone in seinem Heimatland gleich: Diego Maradona. Ab heute teilen sich die beiden nicht nur diesen Rekord, sondern haben mit jeweils acht Stück nun auch gleichviele Tore bei Weltmeisterschaften auf dem Konto. Nur Gabriel Batistuta erzielte mit zehn Treffern noch mehr.
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Quelle: Perform

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