WM 2022: Botschafter bezeichnet Homosexualität als "geistigen Schaden" - Ex-Nationalspieler Katars sorgt für Eklat

Ein offizieller Botschafter der Fußball-WM in Katar hat Homosexualität als "geistigen Schaden" bezeichnet. Ex-Nationalspieler Khalid Salman sagte in einem Interview für die "ZDF"-Dokumentation "Geheimsache Katar", dass während der WM "viele Dinge ins Land" kommen würden. Homosexuelle Handlungen sind im Gastgeberland der Weltmeisterschaft verboten und können zu jahrelangen Haftstrafen führen.

Die WM 2022 findet in Katar statt

Fotocredit: SID

"Lass uns über Schwule reden. Das wichtigste ist doch: Jeder wird akzeptieren, dass sie hier herkommen. Aber sie werden unsere Regeln akzeptieren müssen", sagte der 60-Jährige.
Er habe vor allem Probleme damit, wenn Kinder Schwule sähen, sagte Salman.
Denn diese würden dann etwas lernen, was nicht gut sei. In seinen Augen sei Schwulsein "haram", also verboten.
Damit nicht genug: "Es ist ein geistiger Schaden", fügte er hinzu.

Gastgeber Katar erwartet sich "Respekt"

Der Pressesprecher des WM-Organisationskomitees, der das "ZDF"-Team bei den Dreharbeiten begleitete und kontrollierte, brach nach "ZDF"-Angaben an dieser Stelle das Interview ab.
Homosexuelle Handlungen sind in Katar verboten und können mit bis zu sieben Jahren Haft bestraft werden.
Die Turnierorganisatoren und die FIFA hatten mehrmals betont, dass alle Fans bei der WM in Katar "willkommen" seien. Der Emir des Golfstaates, Tamim bin Hamad al Thani, sagte zuletzt jedoch ebenfalls, man erwarte Respekt für "unsere Kultur".
Die Dokumentation "Geheimsache Katar" ist am Dienstag ab 20:15 Uhr im ZDF zu sehen.
(SID)
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Quelle: SNTV

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