WM 2022: Cristiano Ronaldo bekommt "Elfmeter-Geschenk" - Ghana-Trainer Otto Addo tobt

Ghanas Nationaltrainer Otto Addo hat nach dem verlorenen WM-Auftakt gegen Portugal das Schiedsrichterteam scharf kritisiert. "Keine Ahnung, ich weiß nicht, ob die geschlafen haben. Dass man sich die Szene nicht einmal anschaut, ist Wahnsinn", motzte Addo nach dem 2:3 (0:0) am Donnerstagabend in Doha über das US-amerikanische Gespann um Ismail Elfath mit Video-Assistent Armando Villarreal.

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Quelle: Eurosport

Eine Szene in der 62. Minute erregte Addos Zorn. Ghanas Mohammed Salisu hatte Superstar Cristiano Ronaldo im Strafraum leicht touchiert, allerdings auch den Ball getroffen.
Der Video-Assistent (VAR) griff zum Unverständnis Addos nicht ein, Ronaldo trat selbst an und verwandelte zur Führung des Europameisters von 2016. Der fünfmalige Weltfußballer ist nun der erste Spieler, der bei fünf Weltmeisterschaften mindestens ein Tor erzielt hat.
"Herzlichen Glückwunsch, das war aber natürlich ein schönes Geschenk der Schiedsrichter", sagte Addo sarkastisch und vermutete einen Superstar-Bonus bei der Entscheidungsfindung der Unparteiischen: "Vielleicht, weil es gegen Ronaldo ging. Das ist eine Sauerei."
Der frühere Bundesliga-Spieler, der bei Borussia Dortmund als Toptalente-Trainer angestellt ist, habe nach der Partie versucht, mit Elfath zu sprechen. "Mir wurde aber gesagt, das sei nicht möglich", berichtete der 47-Jährige und ergänzte: "Manchmal könnte man sich ein paar Minuten Zeit für den Trainer nehmen."

Cristiano Ronaldo wird Tor aberkannt - Konzessionsentscheidung?

Portugals Trainer Fernando Santos bewertete die strittige Szene freilich anders. "Natürlich hätte man beim Elfmeter den VAR fragen können, aber das hätte keinen Unterschied gemacht. Ich denke, hätte der Videoschiedsrichter Zweifel gehabt, wäre da was gekommen", sagte der 68-Jährige.
Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe wies in der Diskussion auf eine Entscheidung in der ersten Halbzeit hin, als Ronaldo ein Tor wegen eines (angeblichen) Stürmerfouls aberkannt worden war.
"In der ersten Halbzeit hat der Schiedsrichter diesen minimalen Kontakt von Ronaldo abgepfiffen. Das war eigentlich kein Foul, das war ein normaler Zweikampf im Strafraum - den hat er gepfiffen. Das wäre eigentlich ein regulärer Treffer von Ronaldo gewesen. Genauso ist es hier eigentlich auch kein Foul", meinte Gräfe im "ZDF".
Zu einer möglichen Konzessionsentscheidung hatte Schiedsrichter Patrick Ittrich bei "Magenta TV" eine klare Meinung: "Dann macht der Schiedsrichter eigentlich zwei Fehler."
(mit SID)
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Quelle: Perform

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