WM 2022 in Katar: Dänemark denkt über FIFA-Austritt nach - Klartext von Präsident Jesper Möller

Der dänische Fußballverband DBU (Dansk Boldspil-Union) trägt sich mit dem Gedanken, aus der FIFA auszutreten. "Ich habe darüber wieder nachgedacht", erklärte Verbandspräsident Jesper Möller auf einer Pressekonferenz im Rahmen der WM in Katar. Die Idee gebe es seit Längerem, wurde durch das FIFA-Verbot der "One-Love"-Binde aber neu befeuert. Dänemark hofft bei seinen Überlegungen auf Nachahmer.

Die dänische Nationalmannschaft bei der WM 2022 in Katar

Fotocredit: Imago

Jesper Möller ist natürlich klar, dass ein Austritt aus dem Fußballweltverband FIFA ein immenser Schritt wäre. Sein Land könnte dann unter anderem nicht mehr bei einer WM teilnehmen. "Ich kann mir vorstellen, dass es Herausforderungen geben könnte, wenn Dänemark allein aussteigt", so der DBU-Präsident.
Eine Entscheidung ist freilich noch nicht gefallen.
Klar ist hingegen, wie Möller betonte, dass man FIFA-Präsident Gianni Infantino nicht unterstützen werde bei der nächsten Wahl im kommenden Jahr.
"Es gibt nur einen Kandidaten und wir müssen abwarten, ob es einen anderen Kandidaten gibt. Es ist noch Zeit, aber Dänemark wird den derzeitigen Präsidenten nicht unterstützen", bekräftigte der 59-Jährige.

Möller poltert: "Ich bin wütend"

Infantino und die derzeitige Führungsriege der FIFA hätten mit ihrem Gebaren eine unerträgliche Situation geschaffen. "Ich bin nicht nur enttäuscht, ich bin wütend. Das ist meine siebte Endrunde. Es ist völlig inakzeptabel, dass die Spieler dem ausgesetzt werden müssen. Wir müssen darauf reagieren", kündigte Möller an.
Ob das bedeutet, dass Dänemark tatsächlich die FIFA verlässt, steht allerdings auf einem anderen Blatt.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren:Deutschland protestiert mit Hand-vor-Mund-Geste
picture

Glanz und Glamour in der Wüste: Das sind Katars WM-Stadien

Quelle: Perform

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung