WM 2022: Fit für den WM-Start? Bundestrainer Flick nutzt Testspiel gegen den Oman für weitere Experimente

Bundestrainer Hans-Dieter Flick wird beim Test im Oman noch nicht seine Startelf für die WM 2022 präsentieren. Thomas Müller und Antonio Rüdiger fallen aus, dazu gibt es weitere Baustellen im Kader. Für Oman gilt das Motto "Experimente und Erkenntnisse"; danach heißt es "durchrocken", sagt Flick. Zwei DFB-Neulinge dürfen sich derweil berechtigte Hoffnung auf Einsatzminuten machen.

Flick: Diese Position passt am besten zu Götze

Quelle: SID

Vor der WM-Generalprobe gegen den Oman am Mittwoch (18:00 Uhr im Liveticker) und der schwierigen Umstellung auf die neue Zeit- und Klimazone schaltete das DFB-Team am Dienstag nur langsam in den Wettkampfmodus.
Das Abschlusstraining in Muskat: Er eine Bestandsaufnahme denn taktische Einheit, mehr Regeneration als Inhalt.
Entsprechend wird Bundestrainer Hans-Dieter Flick sich beim Test auch noch nicht in die (WM-)Karten blicken lassen. Gegen den Oman gehe es nicht darum, schon die Elf für den Turnierauftakt am kommenden Mittwoch gegen Japan (14:00 Uhr im Liveticker) zu finden.
Vielmehr heiße es, zu selektieren: "Wer braucht Minuten, wer eine Pause?"

Thomas Müller als Sorgenkind

Zu den Sorgenkindern gehört Thomas Müller, der mit seinen anhaltenden muskulären Probleme im Hüftbereich zwar im WM-Kader, aber nicht im Oman-Aufgebot steht. "Er hat in München sehr gut trainiert", beschwichtigte der Bundestrainer die Sorgen um den 33-Jährigen, dem nicht mehr viel Zeit bleibt, fürs erste Spiel matchfit zu werden. Eine Einsatzgarantie für Müller gibt es demnach nicht für die WM.
Gegen den Oman können sich andere anbieten.
"Wir wollen eine hohe Intensität im Spiel haben, den Gegner unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen", sagte Flick nach der Einheit. "Durchrocken" wäre für den von ihm gewünschten Spielstil ein schönes Wort. Grundsätzlich gehe es nun aber erst einmal darum, "dass wir alle auf das gleiche Niveau bringen".

Auch Rüdiger und ter Stegen fehlen

Die Begegnung gegen den 75. der FIFA-Weltrangliste steht eine Woche vor dem kniffligen WM-Auftakt gegen Japan aufgrund der Personalsituation unter dem Motto: Experimente und Erkenntnisse.
Die zuletzt verletzten Müller und Antonio Rüdiger (Zerrung in der Hüfte) stehen ebenso wenig zur Verfügung wie der erkrankte Marc-Andre ter Stegen. Führungsspieler Müller und Abwehrchef Rüdiger sollen am Samstag in Katar ins Training einsteigen, dann dürfte auch Torhüter ter Stegen zum Team gestoßen sein.
Sorgen macht sich der gut gelaunte Flick aber nicht, auch wenn Mario Götze, Matthias Ginter und Christian Günter aufgrund der Belastungssteuerung ebenfalls nur individuell trainierten. "Es kann auch im Turnierverlauf Fragezeichen geben. Deswegen habe ich da keine Bedenken", sagte Flick gut gelaunt im überfüllten Pressekonferenzraum.

WM 2022: Kampf um Startelf spitzt sich zu

Der Kampf um die Stammplätze spitzt sich in der Mannschaft aber zu. "Wenn ich im ersten Spiel nicht spielen würde, wäre ich schon etwas enttäuscht", sagte Ilkay Gündogan.
Flick nimmt den Ehrgeiz seiner "Wüstensöhne" mit Freude zur Kenntnis. Im erst zweiten Spiel der langen DFB-Geschichte gegen den Oman nach 1998 (2:0) wird er nach der irrsinnigen Hetzjagd durch die englischen Wochen aber nicht seine WM-Startelf bringen.
Aus Gründen der Regeneration ließ er seine Stars nach der späten Ankunft in der luxuriösen Unterkunft mit Privatstrand auch erst einmal ausschlafen.
Dennoch erwartet Flick mit Blick auf den WM-Ernstfall personelle und taktische Aufschlüsse in der weitgehend offenen, 34.000 Zuschauer fassenden Arena. Schließlich muss er nach der Weiterreise ins WM-Gastgeberland am Donnerstag wichtige Fragen für den Feinschliff beantworten.

Einige Wackelkandidaten in der Nationalmannschaft

Spielt Gündogan oder wie bei den Bayern Leon Goretzka neben Joshua Kimmich auf der Doppelsechs? Verdrängt das herausragende "Bambi" Jamal Musiala wirklich den Platzhirschen Müller? Stürmt der treffsichere Serge Gnabry oder der formstarke Jonas Hofmann über rechts? Wie werden die Probleme auf den Außenverteidigerpositionen gelöst? Und welche Rolle kommt Rückkehrer Götze nach fünf Jahren ohne Länderspiel zu?
"Wir haben von der Nummer 1 bis zur Nummer 26 eine hohe Qualität", sagte Günter: "Ich will natürlich auch spielen und werde mich anbieten."
Flick wich den entscheidenden Fragen öffentlich noch aus. Am Persischen Golf wird er aber ganz genau schauen, in welchem Zustand sich die Spieler präsentieren.

Flick-Lob für Füllkrug und Moukoko

Dabei könnten sich auch die Neulinge Niclas Füllkrug und Youssoufa Moukoko bei einem möglichen DFB-Debüt für WM-Einsätze empfehlen. "Beide", betonte Flick mehrfach, "haben eine gute Entwicklung gemacht."
Eine Entwicklung soll auch abseits des Platzes stattfinden. Angesichts der Debütanten und Rückkehrer muss die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schnellstmöglich den richtigen Teamgeist aufbauen - trotz des harten Kampfes um die Stammplätze.
"Es gibt Mannschaften, die individuell auf einzelnen Positionen vielleicht besser besetzt sind, aber zuletzt hat immer die Nation den Titel geholt, die als Mannschaft funktioniert hat", sagte Gündogan.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Oman: Al Mukhaini/Al Nahda (25 Jahre/8 Länderspiele) - Al Harthi/Al Suwaiq (28/20), Al Habsi/Al Seeb (26/22), Al Khamisi/Al Suwaiq (30/19), Al Kaabi/Al Buraimi (26/14) - Al Saadi/Al Suwaiq (32/65) - Al Yahyaei/Al Seeb (28/59), Al Alawi/Al Kuwait (22/24), Al Yahmadi/Al Markhiya (28/47) - Al Ghassani/Al Seeb (25/39), Al Aghbar/Al Khalidiya (23/19)
Deutschland: Neuer/Bayern München (36/113) - Kehrer/West Ham United (26/22), Süle/Borussia Dortmund (27/42), Schlotterbeck/Borussia Dortmund (22/5), Raum/RB Leipzig (24/11) - Kimmich/Bayern München (27/70), Goretzka/Bayern München (27/44) - Gnabry/Bayern München (27/36), Musiala/Bayern München (19/17), Sane/Bayern München (26/47) - Füllkrug/Werder Bremen (29/0)
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(SID)
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Spieler im Fokus: Jamal Musiala - der Zauberer von der Isar

Quelle: Perform

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