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WM 2022: Hakim Ziyech trägt Marokkos Hoffunung im historischen Viertelfinale gegen Portugal
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Publiziert 09/12/2022 um 12:13 GMT+1 Uhr
Von der Persona non grata in nur drei Monaten zum Schlüsselspieler - Hakim Ziyech trägt urplötzlich die marokkanischen WM-Hoffnungen. Unter Ex-Trainer Vahid Halilhodzic spielte der Edeltechniker bei den "Löwen vom Atlas" keine Rolle. Nun soll der Chelsea-Star im Viertelfinale bei der WM 2022 gegen Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo groß auftrumpfen.
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Quelle: Perform
Während sein Land im Januar vergeblich um die Krone Afrikas kämpfte, schoss Hakim Ziyech zwei Tore für den FC Chelsea. Als die Marokkaner im Juni mühsam die nächste Stufe der kontinentalen Qualifikation erklommen, schipperte ihr Star mit einer edlen Yacht entlang der Skyline von Dubai.
Ausgebootet, unerwünscht - und schließlich aus Frust zurückgetreten: Unter Trainer Vahid Halilhodzic spielte der Edeltechniker keine Rolle.
Für ein Miteinander taten sich im teils schmutzigen Machtkampf zu tiefe Gräben auf, es konnte für die WM nur einen geben. Und auch auf Druck der Bevölkerung schlug beim Verband das Pendel in Richtung des Starspielers aus.
Der Bosnier Halilhodzic musste Ende August gehen, unter dem neuen Coach Walid Regragui kehrte Ziyech bereits im September ins Team zurück - und zahlt das Vertrauen bei der WM mit starken Leistungen zurück.
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Marokkaner mit klarem Wunsch: "Hoffe, Ronaldo spielt nicht"
Quelle: Perform
"Hakim ist aber nicht irgendein Spieler"
Ein wunderschönes Tor und eine Vorlage steuerte der 29-Jährige zum Sensationslauf der Marokkaner in Katar bislang bei, dazu gliederte er sich als laufstarker Rechtsaußen perfekt ins harmonische Teamgefüge ein. "In der Vergangenheit haben einige Trainer gesagt, alle Spieler sollten gleich behandelt werden", erzählte Regragui nach dem Sieg im Achtelfinale gegen Spanien: "Hakim ist aber nicht irgendein Spieler."
Halilhodzic sah das anders, Starallüren gestand er dem im niederländischen Dronten geborenen Ziyech nicht zu. Der Bosnier monierte stattdessen ein "einem Nationalspieler nicht würdiges Verhalten. Er will nicht trainieren, er will nicht spielen, er ist nicht ernsthaft", so der Ex-Coach.
Der öffentlich schwer kritisierte Reservist des FC Chelsea ließ die Anschuldigungen nicht auf sich sitzen, bekundete seine Liebe zu Marokko - und trat selbst beleidigt zurück.
Regragui lobt: "Ziyech strahlt positive Energie aus"
Von Juni 2021 bis September 2022 absolvierte Ziyech kein einziges Länderspiel, ehe ihn Regragui ebenso wie Bayern-Profi Noussair Mazraoui vom Comeback überzeugte. "Er strahlt eine positive Energie aus", sagt der Trainer über seinen offensiven Schlüsselspieler. Kapitän Romain Saiss lobt ihn als "starke Persönlichkeit, die nie Probleme mit den Spielern der Nationalmannschaft verursacht hat".
Am Samstag (16:00 Uhr im Liveticker) gegen Portugal muss Ziyech für eine Fortsetzung des marokkanischen Wintermärchens wieder als Teamplayer vorangehen.
Die Vorfreude in der Mannschaft ist riesig. "Etwas Großes mit seinem Land zu erreichen - es gibt nichts Schöneres", sagte Hakimi. Als erstes Team aus Afrika und der arabischen Welt könnten die Marokkaner unter die Top vier der WM vorstoßen.
"Wir fühlen den positiven Vibe, auch in den Sozialen Netzwerken. Ein ganzer Kontinent und auch große Teile der arabischen Welt stehen hinter uns, das ist fantastisch", sagte Trainer Walid Regragui am Freitag: "Portugal ist der Favorit. Aber wir waren auch gegen Spanien der Underdog. Wir wollen etwas Historisches schaffen."
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Vergeht Portugal gegen Marokko der Spaß? Die Viertelfinal-Vorschau
Quelle: Perform
Marokko zittert - die Defensive geht am Stock
Seit der Amtsübernahme des Coaches im September kassierten die "Löwen vom Atlas" in sieben Partien nur einen Gegentreffer per Eigentor gegen Kanada (2:1), im Elfmeterschießen gegen Spanien war Keeper Bono nicht zu überwinden. Die Aufopferungsbereitschaft beim Verteidigen ist enorm. Doch ausgerechnet vor dem größten Spiel der Historie geht die Defensive am Stock, das große Zittern wird bis zur letzten Minute dauern.
Die Star-Außenverteidiger Hakimi (Oberschenkel) und Mazraoui (Becken) dürften rechtzeitig fit werden. Auch bei Abwehrchef Romain Saiss (Oberschenkel) und dem mit dem FC Liverpool in Verbindung gebrachten Sechser Sofyan Amrabat (Rücken) deutet sich eine Punktlandung an. Einzig für Innenverteidiger Nayef Aguerd ist nach seiner Knieverletzung aus dem 120-minütigen Kampf gegen Spanien die Zeit bis zum Viertelfinale wohl zu knapp, als Ersatz steht Jawad El Yamiq parat.
Unabhängig vom Personal will sich der Außenseiter weiter von seinen euphorisierten Fans tragen lassen. "Der Fußball in Marokko ist verrückt, alle leben für den Fußball", schwärmte Außenstürmer Sofiane Boufal. Es gehe darum, die Menschen in der Heimat weiter "glücklich" zu machen. Und zwar damit, was Kamerun, dem Senegal und Ghana nicht gelang: dem ersten afrikanischen Sieg in einem WM-Viertelfinale.
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(SID)
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