WM 2022: Iran-Spieler singen vor Spiel gegen Wales die Nationalhymne mit - Fans weinen und pfeifen
Die iranische Nationalmannschaft hat vor ihrem zweiten WM-Spiel gegen Wales bei der eigenen Nationalhymne verhalten, aber geschlossen wieder mitgesungen. Die Anhänger auf den Rängen quittierten dies mit einem Pfeifkonzert, das sich aber schnell mit Jubel mischte. Auf der Tribüne waren allerdings auch in Tränen aufgelöste Fans zu sehen.
Die iranische Nationalmannschaft sang die Hymne im zweiten Gruppenspiel gegen Wales geschlossen mit
Fotocredit: Getty Images
Zum Auftakt gegen England (2:6) hatte die Mannschaft noch ein Zeichen der Solidarität an die Regime-Kritiker in der Heimat gesetzt und während der eigenen Hymne geschwiegen.
Während des Spiels gegen Wales verhinderten nun katarische Sicherheitskräfte auf der Tribüne des Ahmad-bin-Ali-Stadions einige Solidaritätsbekundungen durch iranische Fans.
So hielt eine Zuschauerin ein Trikot mit dem Namen Mahsa Amini in die Höhe und musste dieses abgeben, auch Shirts mit der Aufschrift "Frauen. Leben. Freiheit." wurden entfernt. Das zeigten aktuelle TV-Bilder und Fotos aus dem Stadion.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/11/25/3496697.jpg)
Securiry nimmt Iran-Fans ein Trikot mit dem Namen von Mahsa Amini ab
Fotocredit: Getty Images
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/11/25/3496703.jpg)
Iranischer Fan mit einem Trikot von Masha Amini bei der WM 2022 in Katar
Fotocredit: Getty Images
Nach dem Tod der 22-Jährigen Mahsa Amiri war es dort zu Massenprotesten gekommen, beim harten Vorgehen der Polizei starben seitdem fast 400 Menschen. Das heimische Staatsfernsehen hatte während der Hymne beim Auftaktspiel nur eine Totale eingeblendet, während der auf den Rängen unüberhörbaren "Freiheit, Freiheit"-Rufe wurde der Ton abgedreht. Nun verzichtete die Mannschaft auf einen weiteren Protest.
"Wir stehen nicht unter Druck", hatte Angreifer Mehdi Taremi vor dem zweiten Spiel berichtet: "Ich will nicht über politische Dinge reden. Wir sind hierhergekommen, um Fußball zu spielen. Ich kann nichts ändern." Am Donnerstag erst erreichte die iranische Fußballwelt eine weitere traurige Nachricht. Der ehemalige Nationalspieler .
Das könnte Dich auch interessieren: Nächste Protest-Geste des DFB-Teams? Havertz klärt auf
(mit SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/11/20/3494052-71228213-2560-1440.jpg)
'It's very difficult to talk about' - Iran protests complicate World Cup campaign
Quelle: Eurosport
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-64409486-720e-4196-b7be-ecc2673d0569-68-310-310.jpeg)