WM 2022 - Kurioser Trend im Elfmeterschießen: Späte Einwechsel-Spieler verschießen entscheidende Elfmeter

Sport-Analysten haben einen kuriosen Trend bei Welt- und Europameisterschaften entdeckt. Immer wenn ein Spieler am Ende der Verlängerung eingewechselt wurde, um im Elfmeterschießen einen Strafstoß auszuführen, scheiterte er daraufhin. Sieben Fußballer ereilte das Schicksal bereits seit der WM 2006, als der englische Trainer Sven Göran Eriksson das Experiment zum ersten Mal ausprobierte.

Simone Zaza verschießt den Elfmeter gegen Deutschland im Viertelfinale der Euro 2016

Fotocredit: Getty Images

Der Leidtragende damals war Jamie Carragher. In der 119. Minute wurde der Engländer für Aaron Lennon eingewechselt, um gegen Portugal im Elfmeterschießen den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen. Doch der Mittelfeldspieler scheiterte an Portugals Torwart Ricardo. Cristiano Ronaldo verwandelte anschließend den entscheidenden Elfmeter für Portugal.
Das Experiment schien gescheitert. Kein Trainer traute sich bis zur Europameisterschaft 2016, einen Spieler so spät in der Partie nur für das Elfmeterschießen einzuwechseln.
Erst als Simone Zaza beim Viertelfinale 2016 gegen Deutschland in der 121. Minute auf das Feld kam, schien sich das Drama zu wiederholen. Der Italiener verschoss ebenfalls seinen Elfmeter und sorgte dafür, dass Jonas Hector mit seinem verwandelten Elfmeter für den Sieg der Deutschen sorgte.
Bis zur WM 2022 verschossen weitere fünf Spieler ihre Elfmeter nach späten Einwechslungen. Lediglich bei Rodri (EM 2020 gegen die Schweiz) und bei Marokkos Badr Benoun (WM 2022 gegen Spanien) wogen die Fehlschüsse nicht allzu schwer, da ihre Mannschaften trotzdem in die nächste Runde einzogen.
Bei der EM 2020 traf es gleich zwei Spieler in einer Begegnung. Jadon Sancho und Marcus Rashford wurden im Finale gegen Italien eingewechselt und scheiterten beide am italienischen Torhüter Gianluigi Donnarumma. Die Italiener konnten auch aufgrund dieser Fehlschüsse daraufhin ihren zweiten EM-Titel feiern.

Alle Pechvögel im Überblick:

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Quelle: Perform

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