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WM 2022: Robert Lewandowski bleibt weiterhin ohne WM-Tor - Weltfußballer zwischen Flaute, Fluch und Frust
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Publiziert 23/11/2022 um 12:42 GMT+1 Uhr
Die Flaute wird zum Fluch: Robert Lewandowski trifft in WM-Spielen einfach nicht. Der Stürmer-Star vom FC Barcelona verschoss im Auftaktmatch gegen Mexiko einen Elfmeter und vergab die Chance, den ersten Sieg für die polnische Nationalmannschaft in Katar einzufahren. Damit steht Polen in der Gruppe mit Argentinien, Mexiko und Saudi-Arabien schon nach dem ersten Spieltag gehörig unter Druck.
Spieler im Fokus - Robert Lewandowski: Polens Lebensversicherung
Quelle: Perform
Stunden nach seinem verhängnisvollen Fehlschuss bat Robert Lewandowski öffentlich um Verzeihung. "Entschuldigung", schrieb der WM-torlose Weltfußballer bei Instagram und gelobte nach dem polnischen Stotterstart trotzig Besserung: "Wir kämpfen weiter für das Weiterkommen."
Mit "wir", das schwang im Subtext seines millionenfach gelikten Dreizeilers deutlich mit, meinte Lewandowski in erster Linie sich selbst. Denn mit seinem verschossenen Strafstoß gegen Mexiko (0:0) setzte er sich und sein Team vor der Partie gegen WM-Überraschung Saudi-Arabien am Samstag (14:00 Uhr im Liveticker) gehörig unter Druck.
"Ich kann das besser", sagte Lewandowski. Viel reden mochte der 34-Jährige nicht, Fragen auf Deutsch ignorierte der langjährige Bayern-Profi und schlich stattdessen frustriert in die Kabine. Lewandowski, der Wunderstürmer und Edelknipser, jener Mann, der eigentlich immer trifft, wartet nun schon seit vier Spielen und 360 Weltmeisterschaftsminuten auf sein erstes WM-Tor, seine Flaute wird immer mehr zum Fluch.
Polens Trainer nahm Lewandowski in Schutz und zog einen interessanten Vergleich. "So etwas passiert auch den größten Spielern, Maradona, Socrates, Platini, das ist Fußball", sagte Czeslaw Michniewicz, "es ist so schade. Ich weiß, wie sehr er sich ein Tor bei einer WM wünscht. Es ist nicht einfach für ihn."
Team steht hinter Lewandowski
Fakt ist: Lewandowski ist der erste Weltfußballer ohne WM-Tor seit Fabio Cannavaro im Jahr 2006. Zugegeben: Danach gab es mit Kaka, Luka Modric, Ronaldo und Lionel Messi nur vier unterschiedliche Spieler, denen die Ehre vor "Lewa" zuteil wurde, doch an der Tatsache ändert das nichts.
Wer soll es für die Polen in Katar richten, wenn nicht er? Im Duell gegen Mexiko fand das Team in der Offensive praktisch nicht statt. Als dann auch noch Lewandowski mit seinem schwach geschossenen Strafstoß an Mexikos Torwart-Oldie Guillermo Ochoa scheiterte, war der polnische WM-Fehlstart perfekt.
"Wir sind natürlich enttäuscht über den Elfmeter, aber das kann passieren", sagte Augsburgs Robert Gumny. Lewandowski sei ein "großer Spieler und unser Kapitän. Wir sind ein Team und schauen nun aufs nächste Spiel."
Dann sollte Lewandowski seine WM-Ladehemmung tunlichst beheben, wenn es mit dem Traum mit dem ersten Achtelfinale seit 1986 etwas werden soll. Man erinnert sich: Schon 2018 in Russland war der Rekordschütze seines Landes leer ausgegangen - und die "Rot-Weißen" in der Vorrunde gescheitert. Nun droht der Tormaschine mit glorreicher Bayern-Vergangenheit in Katar das gleiche Schicksal.
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(SID)
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