WM 2022: England schlägt Wales klar - Rashford schnürt Doppelpack, Bale zur Pause ausgewechselt
Publiziert 29/11/2022 um 21:54 GMT+1 Uhr
England hat bei der WM 2022 Wales 3:0 (0:0) besiegt und als Erster der Gruppe B das Achtelfinale erreicht. Marcus Rashford traf per Freistoß zum 1:0 (50.), Phil Foden erhöhte 96 Sekunden später (52.). Rashford veredelte das Ergebnis durch das 100. WM-Tor der Three Lions (68.). Auf walisischer Seite wurde Superstar Gareth Bale in der Pause ausgewechselt. England trifft nun auf den Senegal.
WM 2022: Marcus Rashford (im Vordergrund) trifft per Freistoß zum 1:0 - Wales vs. England
Fotocredit: Getty Images
In der Anfangsphase überließ Wales dem großen Nachbarn die Spielkontrolle, was sich schon früh beinahe rächte. Nach feinem Steckpass von Harry Kane tauchte Marcus Rashford völlig frei im Waliser Strafraum auf, scheiterte aber an Torhüter Danny Ward, der den Winkel schlau verkürzt hatte (10.).
In der Folge tat sich die Mannschaft von Gareth Southgate aber schwer gegen diszipliniert verteidigende Waliser. Mehr als ein Schuss von Phil Foden aus 14 Metern Entfernung, der deutlich über das Tor flog, sprang für England nicht heraus (38.).
Im zweiten Durchgang schlugen die "Three Lions" dann aber mit einem Doppelschlag zu. Zunächst verwandelte Rashford einen direkten Freistoß aus 22 Metern Torentfernung in den rechten Winkel - Marke Traumtor (50.).
Gerade einmal 96 Sekunden später fiel das 2:0. Rashford eroberte auf der rechten Außenbahn den Ball, anschließend gab Kane den Ball von rechts flach an den zweiten Pfosten. Dort kam Foden angerauscht und schob den Ball aus drei Metern über die Linie (51.).
Wales musste nun reagieren und wurde offensiver. Zunächst verpasste Daniel James das lange Eck mit einem Schlenzer vom linken Strafraumrand nur knapp (55.). Wenig später fälschte Harry Maguire einen 23-Meter-Schuss von Brennan Johnson nicht ungefährlich ab (56.).
Das nächste Tor aber machte erneut England. Nach einem weiten Pass vom eingewechselten Kalvin Phillips startete Rashford rechts durch, dribbelte im Strafraum Connor Roberts aus und traf durch die Beine von Ward ins kurze Eck (68.).
Nur vier Minuten später scheiterte Rashford aus ähnlicher Position am diesmal gut reagierenden Ward (72.).
Wales hatte nun nichts mehr entgegenzusetzen. Stattdessen verpasste John Stones in der Nachspielzeit im Anschluss an einen Eckball aus fünf Metern das 4:0 (90.+1).
England feiert also als Gruppenerster den Einzug ins Achtelfinale und trifft dort nun auf den Senegal. Wales hingegen muss mit nur einem Punkt aus drei Spielen die Heimfahrt antreten.
Die Stimmen:
Gareth Southgate (Trainer England): "Ich denke, in der ersten Halbzeit haben wir das Spiel kontrolliert, aber nicht genug Chancen kreiert. Wir wollten mehr Druck und Gefahr ausüben und schneller nach vorne spielen. Nach dem 2:0 war ihr Kampfgeist erloschen, es war ein hartes Turnier für sie. Für Marcus Rashford ist es großartig, er hat wirklich gut trainiert. Er war beeindruckend, seit er zu uns zurückgekommen ist, er hätte einen Hattrick erzielen können. Dieser Freistoß zeigt, wozu er fähig ist. Das war ein unglaublicher Treffer. Im Achtelfinale sind wir auf dem Papier die Favoriten, das wissen wir. Aber wir spielen gegen ein sehr gefährliches Team."
Rob Page (Trainer Wales): "Es ist sehr hart. Die erste Hälfte war herausragend, wir haben wahnsinnig viel gegen den Ball investiert. Ich werde kein schlechtes Wort über meine Mannschaft sagen, sie hat alles gegeben. Wir sind enttäuscht, dass wir raus sind, aber die erste Halbzeit war sehr gut. Hierher zu kommen, war bereits eine großartige Leistung. Meine Botschaft ist: nicht enttäuscht sein, wir bauen etwas für die Zukunft auf."
Marcus Rashford (England): "Es ist ein tolles Gefühl. Wir waren ein bisschen enttäuscht nach dem letzten Spiel gegen die USA. Diesmal haben wir deutlich besser gespielt, wir haben unsere Leistung verbessert. In der ersten Halbzeit hatte Wales nicht eine einzige Chance, da haben wir sehr stark verteidigt. Für solche Momente spielst du Fußball. Deswegen bin ich heute richtig happy. Ich hoffe, dass wir auf dieser Leistung aufbauen können und dann freue ich mich auf die nächsten Aufgaben in diesem Turnier."
Daniel James (Wales): "Wir wussten immer, dass es schwer werden würde. Sie können aus allen Positionen treffen. Dann treffen sie mit einem Freistoß und wir kriegen direkt noch eins und dann wurde es ganz schwer. Wir sind super stolz, dass wir hier waren. Ich will allen Fans danken, die hergekommen sind, Ihr wart einfach unglaublich."
Der Tweet zum Spiel:
Mit seinem Tor hat Phil Foden auf jeden Fall noch ein Argument für sich gesammelt.
Das fiel auf: Harry Kane, der Vorbereiter
Normalerweise mimt Harry Kane, Kapitän der englischen Nationalmannschaft, den Stoßstürmer. Bei der WM 2018 wurde er mit sechs Treffern der beste Torschütze des Turniers. In Katar hat Kane selbst noch überhaupt nicht getroffen. Stattdessen glänzt der Kapitän als Vorbereiter für seine Mitspieler. Gegen Wales bereitete er das 2:0 durch Phil Foden vor, sein dritter Assist im laufenden Turnier. Diese Quote gelang zuvor nur einem gewissen David Beckham im Jahr 2002.
Die Statistik: 100
Das 3:0 durch Marcus Rashford war der 100. Englische Treffer bei einer WM-Endrunde. Brasilien (232), Deutschland (228), Argentinien (140), Italien (128), Frankreich (126) und Spanien (107) haben noch mehr.
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Quelle: Perform
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