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WM 2022: Wales-Fans und US-Reporter Grant Wahl dürfen nicht mit Regenbogen-Hüten und T-Shirt ins Stadion
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Publiziert 22/11/2022 um 11:29 GMT+1 Uhr
Bei der WM in Katar ist es rund um das Spiel zwischen den USA und Wales (1:1) zu weiteren Zwischenfällen wegen des Regenbogen-Symbols, das weltweit für die LGBT+-Community steht, gekommen. Laut "BBC" und "ITV News" wurde vor allem weiblichen walisischen Fans mit Regenbogen-Hüten der Zutritt zum Stadion verwehrt. Auch ein US-Journalist berichtete von einem ähnlichen Erlebnis.
US-Reporter erzählt: Wegen Regenbogen-Shirt nicht reingelassen
Quelle: Eurosport
Der Reporter Grant Wahl, unter anderem für den TV-Sender CBS im Einsatz, schrieb auf Twitter über seine Erfahrungen, die er aufgrund eines Regenbogen-T-Shirts mit dem katarischen Sicherheitspersonal machen musste.
Er sei zunächst festgehalten worden, berichtete der US-Journalist: "Es verging fast eine halbe Stunde. Ein Sicherheitsbeamter sagte mir, mein T-Shirt sei 'politisch' und nicht erlaubt. Ein anderer weigerte sich, mir mein Telefon zurückzugeben. Wieder ein anderer schrie mich an, während er über mir stand, dass ich mein Shirt ausziehen müsse."
Schlussendlich durfte Wahl nach dem Einschreiten eines höherrangigen Sicherheitschefs doch noch ins Stadion.
Wenig später entschuldigte sich laut dem amerikanischen Reporter auch ein FIFA-Vertreter. Die Sicherheitsleute behaupteten laut dem Journalisten, sie hätten ihn nur vor Fans schützen wollen, die ihn wegen des T-Shirts hätten angreifen können.
Walisische Fans dürfen Regenbogen-Hüte nicht tragen
Auch mehrere walisische Anhänger, darunter vor allem Frauen, erlebten am Montagabend, wie vehement das katarische Sicherheitspersonal gegen Regenbogen-Symbole vorgeht.
Die ehemalige walisische Nationalspielerin Laura McAllister berichtete bei "ITV", dass ihr und anderen Fans der Zutritt zum Stadion wegen Regenbogen-Hüten verweigert wurde. Die Kopfbedeckungen der walisischen Anhänger gibt es schon seit einigen Jahren, eine Abwandlung der sonst üblichen Farben rot, grün und gelb. Die Fan-Bewegung "The Rainbow Wall" rief die Aktion ins Leben und will damit Inklusion und Gleichberechtigung im Sport voranbringen.
McAllister erzählte unter anderem, dass sie von Sicherheitskräften aufgehalten wurde, die behaupteten, ihr Hut sei ein "verbotenes Symbol". "Ich wies darauf hin, dass die FIFA bei diesem Turnier viele Kommentare zur Unterstützung von LGBT-Rechten abgegeben hat, und sagte ihnen, dass ich aus einem Land komme, in dem wir uns sehr für die Gleichberechtigung aller Menschen einsetzen, und dass ich meinen Hut nicht abnehmen würde", meinte die 57-Jährige, die an der Universität in Cardiff als Professorin arbeitet.
McAllister gelang es jedoch, einen Hut in ihrer Handtasche durchzuschmuggeln. Sie meinte abschließend: "Ich denke, wir wurden oft genug gewarnt, dass dies kein Turnier wird, bei dem Menschenrechte, LGBT-Rechte und Frauenrechte respektiert werden, aber da wir aus einer Nation wie Wales kommen, wollten wir hier trotzdem unseren Standpunkt vertreten."
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Ex-Nationalspielerin von Wales wird Regenbogenhut abgenommen
Quelle: Eurosport
Der walisische Fußball-Verband (FAW) will nun bei der FIFA vorsprechen. In einer Erklärung teilte die FAW mit, sie sei "extrem enttäuscht" von den Berichten. Man habe "Informationen über diese angeblichen Vorfälle gesammelt und wird die Angelegenheit heute direkt mit der FIFA besprechen", hieß es.
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Bierhoff erklärt Rückzug des DFB bei "One-Love"-Debatte
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