WM 2022: Weltmeister Argentinien im Glück - zweites Tor von Lionel Messi hätte nicht zählen dürfen

Nach dem verlorenen WM-Finale zwischen Frankreich und Argentinien gibt es Aufregung um das Tor von Lionel Messi in der Verlängerung. Beim 3:2 des späteren Weltmeisters befanden sich zwei argentinische Ersatzspieler auf dem Platz - laut Regularien ist das nicht legal. Dass das Tor gegeben wurde, ist dennoch absolut nachvollziehbar und eben kein wirklicher Skandal.

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Quelle: Eurosport

Zum Zeitpunkt als der französische Torwart Hugo Lloris in der 109. Minute einen Schuss von Lautaro Martinez parierte, standen bereits zwei argentinische Ersatzspieler jubelnd auf dem Feld.
Laut den Regularien ist das nicht erlaubt. Regel 3, Absatz 9 der FIFA-Fußballregeln besagt:
"Wenn der Schiedsrichter nach einem erzielten Tor vor Wiederaufnahme des Spiels feststellt, dass sich zum Zeitpunkt des Torschusses eine weitere Person auf dem Spielfeld befand, muss der Schiedsrichter das Tor aberkennen, wenn die zusätzliche Person: ein Spieler, Ersatzspieler, ausgewechselter Spieler, des Feldes verwiesener Spieler oder Offizieller der Mannschaft war."
Hätte der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak, der für seine hervorragende Spielleitung viel Lob bekam, die auf dem Feld befindlichen Ersatzspieler bemerkt, hätte er den Treffer annullieren müssen.

"Regelhüter, keine Detektive"

Weiter heißt es im Regelwerk: "Das Spiel muss mit einem direkten Freistoß an der Stelle fortgesetzt werden, an der sich die zusätzliche Person befand."
Die französische Sportzeitung "L'Equipe" klärte ihre Leser am Montag mit der Zeile "Warum das dritte Argentinien-Tor nicht hätte anerkannt werden dürfen" auf.
Im "Kicker" erklärte DFB-Lehrwart Lutz Wagner jedoch auch, dass es völlig in Ordnung war, das Tor zu geben. Niemand könne erwarten, dass das Schiedsrichtergespann jederzeit alle Seitenlinien im Auge hat.
Es sei auch in Niemandes Interesse, ein Tor abzuerkennen, weil sich ein Ersatzspieler 60 Meter entfernt etwas zu früh gefreut habe. Die Referees hätten laut Wagner immer auch "im Sinn und Geist" einer Regel zu entscheiden: "Sie sind Regelhüter, keine Detektive."
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Quelle: Eurosport

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