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Nach Deutschlands WM-Enttäuschung lohnt Blick in Zukunft der DFB-Elf - viele Talente schüren Hoffnung auf Besserung
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Publiziert 01/07/2026 um 14:21 GMT+2 Uhr
Nach dem abermaligen deutschen WM-Desaster sehen viele Experten eine düstere Zukunft für die DFB-Elf. Doch es gibt auch Talente für erfolgreichere Zeiten. Schon Julian Nagelsmann hatte mit Nathaniel Brown (23), Aleksandar Pavlovic (22), Jamal Musiala (23), Florian Wirtz (23) und Assan Ouédraogo (20) fünf Spieler im Kader, die 2003 oder später geboren wurden. Dazu kommen weitere Hoffnungsträger.
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Quelle: MagentaTV
Die deutsche Nationalmannschaft hat es wie bei den Weltmeisterschaften in Russland 2018 und Katar 2022 erneut verpasst, für positive Schlagzeilen zu sorgen.
Stattdessen scheiterte man auf enttäuschende Art und Weise im Sechzehntelfinale gegen Paraguay mit 3:4 im Elfmeterschießen, nachdem es in der regulären Spielzeit 1:1 (0:1) gestanden hatte.
Die enttäuschenden Leistungen bei den vergangenen Turnieren werfen Fragen auf und rufen junge Spieler auf den Plan, die bisher noch nicht voll im Fokus standen.
Die wichtigsten Namen, die das Gesicht der DFB-Auswahl der Zukunft prägen könnten:
Jonas Urbig (22, Torwart)
In München designierter Erbe des ewigen Manuel Neuer, gehört ihm angesichts des Alters der drei WM-Keeper schon bald auch beim DFB die Zukunft. Als Trainingstorwart Noah Atubolu (24) vorgezogen und schon in den USA laut Neuer "eine Bereicherung" sowie Sparringspartner "auf höchstem Level".
Nagelsmann nannte ihn ein "aufgewecktes Kerlchen". Und Urbig? War "mental immer darauf vorbereitet, dass ich gebraucht werde". Das ist jetzt der Fall.
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Jonas Urbig bei der WM 2026
Fotocredit: Getty Images
Finn Jeltsch (19, Innenverteidiger)
Der Stuttgarter weiß, wie es ist, den WM-Titel zu gewinnen. Schaffte dies 2023 mit der U17 an der Seite von Ouédraogo. Erhielt 2025 die Fritz-Walter-Medaille in Gold (vor Said El Mala). Legte beim VfB laut Trainer Sebastian Hoeneß einen "Raketenstart" hin, der ihm einen Stammplatz brachte.
Nnamdi Collins (22, Innen-, Rechts- und Linksverteidiger)
Sein DFB-Debüt verlief bei der "Blamage von Bratislava" in der WM-Quali gegen die Slowakei (0:2) denkbar unglücklich. "Er bringt viel mit", urteile Nagelsmann: "Sowas kann auch lehrreich sein." In Frankfurt bis zu seiner Verletzung im März gesetzt.
Karim Coulibaly (19, Innenverteidiger)
Spielte in Bremen eine beachtliche Debütsaison in der Bundesliga, ließ den Verband der Elfenbeinküste abblitzen und debütierte für die deutsche U21. Dortmund, Paris, Chelsea und Madrid sollen beim Linksfuß angeklopft haben. "Karim hat großes Talent", sagte Werders Verteidiger-Legende Naldo.
Kenneth Eichhorn (16, defensives Mittelfeld)
Leverkusen ließ sich den Hertha-Youngster gerade neun Millionen Euro Ablöse kosten, von zehn Millionen Handgeld war die Rede. "Einfach nur noch krank", fand das der 2014er-Weltmeister Kevin Großkreutz.
Gut angelegtes Geld, meinten andere. Der jüngste Torschütze der Zweitligageschichte sei "eines der besten deutschen Talente", sagte Bayer-Geschäftsführer Simon Rolfes.
Tom Bischof (21, zentrales Mittelfeld)
"Seinen Namen haben wir auch sehr lange diskutiert", sagte Nagelsmann vor der WM über den Bayern-Profi. "Wenn alles normal läuft, wird er auch Turniere mit dem DFB spielen, er hat eine große Zukunft vor sich." Nach dem Abgang von Leon Goretzka auch in München bald noch wichtiger.
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Tom Bischof gewann diese Saison die Meisterschaft mit dem FC Bayern München
Fotocredit: Getty Images
Brajan Gruda (22, offensives Mittelfeld)
Durfte schon vor der EM 2024 beim DFB vorspielen und verlieh seiner etwas ins Stocken geratenen Karriere zuletzt in Leipzig wieder mehr Schwung. Ein "Käfig-Kicker", technisch höchst versiert. "Ich versuche, auf dem Platz einfach Spaß zu haben, so wie früher auf dem Bolzplatz", sagte er.
Lennart Karl (18, offensives Mittelfeld)
Sein Last-Minute-Aus für die WM berührte die Nation. "Es tut einfach unbeschreiblich weh", sagte der Münchner Shootingstar. Auch Nagelsmann litt. "Mit seiner Unbekümmertheit, seinem Spielwitz, seinem Tempo und als Typ" habe Karl "super in die Mannschaft gepasst". Das dürfte auch in Zukunft der Fall sein.
Said El Mala (19, Linksaußen)
Die Nicht-Nominierung des Kölner Senkrechtstarters empörte nicht nur FC-Legende Lukas Podolski. "Mit seiner Unbekümmertheit, seinem Dribbling und seiner Schnelligkeit" hätte El Mala der DFB-Elf "etwas geben können", sagte der Weltmeister von 2014. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sekundierte: "Ich hätte ihn mitgenommen."
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Said El Mala gilt als zukünftiger Hoffnungsträger für die DFB-Elf
Fotocredit: Getty Images
Nicolò Tresoldi (21, Mittelstürmer)
Ein Länderspiel hat der Ex-Hannoveraner noch nicht bestritten, und doch war er laut Nagelsmann "super nah" an einer WM-Teilnahme.
Verbuchte 23 Tore und neun Vorlagen in seiner Debüt-Saison für Brügge, traf in der Champions League gegen Barcelona und Atlético Madrid. Laut Nagelsmann ein "klassischer zentraler Stürmer" mit "Riecher in der Box". Davon hat Deutschland nicht viele.
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(SID)
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Yamal: "Pfiffe gehören dazu"
Quelle: Perform
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