WM 2026 - Drei Dinge, die auffielen: Cristiano Ronaldo enttäuscht in seinem letzten WM-Spiel, Spanien hat Killermentalität

Die WM-Bühne verliert eine Legende: Cristiano Ronaldo scheitert in seinem letzten Spiel bei einer Fußball-Weltmeisterschaft mit Portugal im Achtelfinale gegen Spanien (0:1). Die verletzungsbedingte Auswechslung ihres besten Spielers nach knapp einer Stunde schmerzt die Portugiesen, während Spanien mal wieder in einem umkämpften K.o.-Spiel den Sieg von der Bank einwechselt.

Ronaldo: "Ich gehe mit einem reinen Gewissen"

Quelle: Perform

Der Vorhang ist gefallen. Das 27. WM-Spiel von Cristiano Ronaldo war zugleich sein letztes. Am Ende flossen die Tränen beim 41-Jährigen nach der 0:1 (0:0)-Niederlage seiner Portugiesen im Achtelfinale gegen Spanien.
"Es tut mir sehr leid für Cristiano, wir hätten ihm gerne weitere WM-Spiele geschenkt", sagte Portugals Nationaltrainer Roberto Martinez.
Portugal hielt die Partie gegen die leicht favorisierten Spanier lange offen, doch der Europameister hatte die besseren Joker. Auf Zuspiel des eingewechselten Ferran Torres erzielte der eingewechselte Mikel Merino den späten Siegtreffer (90.+1).
Drei Dinge, die im Achtelfinale zwischen Portugal und Spanien auffielen.

1. Ronaldos letzter WM-Vorhang

Am Ende blieb kein Tor, kein großer Moment, keine letzte Heldengeschichte. Cristiano Ronaldo war gegen Spanien zwar sichtbar bemüht und arbeitete viel gegen den Ball, konnte der Partie aber seinen Stempel nicht mehr aufdrücken.
Am Ende standen 16 Ballkontakte und zwei Torschüsse in den Büchern. Insbesondere in der zweiten Halbzeit war CR7 quasi unsichtbar. Mit 41 Jahren ist Ronaldo längst nicht mehr der Spieler, der Spiele im Alleingang entscheidet - doch allein seine Präsenz verlieh diesem Achtelfinale eine besondere Bedeutung.
Nach sechs Weltmeisterschaften, 27 WM-Spielen und unzähligen Rekorden bleibt ausgerechnet der größte Traum unerfüllt: der Gewinn des WM-Titels. Gegen Spanien war Ronaldo nicht mehr die Hauptfigur, sondern Teil einer portugiesischen Mannschaft, die auf Augenhöhe kämpfte und am Ende doch knapp scheiterte. Es war kein dramatischer Abgang, kein märchenhaftes Finale - sondern ein leiser, tränenreicher Abschied.
ZDF-Experte Christoph Kramer huldigte Ronaldo anschließend: "Es ist Wahnsinn, was er für diesen Sport gemacht hat und immer noch macht. Für ihn tut es mir sehr leid. Ronaldo hat den Fußball, den wir alle so lieben, über zwei Jahrzehnte geprägt."

2. Verletzung von Nuno Mendes spielt Spanien in die Karten

Auf die Frage, wer sein härtester Gegenspieler sei, antwortete Yamal vor dem Spiel gegen Portugal, ohne zu zögern: "Nuno Mendes. Er ist so gut, sicher einer der besten Linksverteidiger der Welt. Ich spiele besonders gerne gegen ihn, weil es immer tolle Duelle sind", sagte Spaniens rechter Flügelspieler.
Das war es auch diesmal - bloß stets mit dem besseren Ende für Mendes. Mal lief er Yamal im Zweikampf ab, mal stoppte er ihn fair mit dem langen Bein. Von Spaniens Jungstar war lange Zeit überhaupt nichts zu sehen.
Zudem schaltete sich Mendes immer wieder vielversprechend ins Angriffsspiel der Portugiesen ein und traf nach einer schnell ausgeführten Ecke mit links die Latte (41.).
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Nuno Mendes musste gegen Spanien verletzt ausgewechselt werden

Fotocredit: Getty Images

Doch in der 56. Minute war Schluss für Mendes. Nach einer - erneut erfolgreichen - Grätsche gegen Yamal blieb der Champions-League-Sieger von Paris Saint-Germain am Boden sitzen und musste wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel ausgewechselt werden. Bis dato war Mendes mit starken 75 Prozent gewonnen Zweikämpfen der beste Spieler auf dem Platz.
Ersatzmann Nelson Semedo verlor gleich die ersten beiden Duelle gegen Yamal, der aus spanischer Sicht endlich auffälliger wurde. Zwar steigerte sich Semedo im Defensivverhalten, doch der Bruch im portugiesischen Spiel war nicht zu leugnen. Ohne Mendes und den wenig später ausgewechselten Joao Felix (machte Plat für Raphael Leao) war die linke Seite des Europameisters von 2016 eine Klasse schwächer besetzt.
Mendes musste angeschlagen von der Bank aus das Ausscheiden seiner Mannschaft verfolgen.

3. Spaniens Joker stechen - mal wieder

Mikel Merino trifft spät in einem K.o.-Spiel eines großen Turniers - da war doch was... Im EM-Viertelfinale 2024 gegen Deutschland erzielte der Angreifer kurz vor Ende der Verlängerung das 2:1 für den späteren Europameister - als Joker.
Zwei Jahre entpuppt sich der 30-Jährige erneut als Spielverderber. Diesmal stach Merino mit seinem späten Tor (90.+1) ins portugiesische Herz. Das Zuspiel kam übrigens von Ferran Torres - wie Merino erst kurz zuvor eingewechselt.
"Die wichtigsten Spieler sind die, die von der Bank kommen", sagte Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente anschließend lapidar. Merino habe er den Auftrag erteilt, "so zu spielen wie immer. Sein Einsatz war meisterhaft."
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Mikel Merino (l.) schoss Spanien ins Viertelfinale

Fotocredit: Getty Images

Spanien hatte mehr Spielanteile und mehr Kontrolle, verlor aber in Strafraumnähe oft die Orientierung. "Unsere letzten Pässe waren nicht gut. Aber wir sind weiter, weil wir immer in der Lage sind, ein Tor zu schießen", sagte Kapitän Rodri.
Diese Qualität macht die Spanier neben Frankreich zum heißesten Titelanwärter. 90 Minuten lang war wenig Geniales von den Iberern zu sehen, ehe Rodri den Ball scharfmachte und Torres im Zusammenspiel mit Merino den Rest erledigte.
Spanien besitzt die Killermentalität, die es für große Spiele und große Titel braucht. Gegen Portugal kam sie mal wieder von der Bank.
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Quelle: Perform


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